Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 2-3
- Article
- Dissertationenliteratur zur Geschichte der Juden aus den Jahren 1922 bis 1928
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 7)
- Language
- German
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Miszellen Alphabetisches Verzeichnis der Verfassernamen. (Die Zahlen beziehen sich auf die Nummern am Ende jedes Dissertationentitels.) Adler 44 Hananel 31 Littmann 4 Altmann 7 Harmelin 17 Moosberg 34 Baron 43 Hipper 8 Neuberger 42 Barthold 12 Hörmann 19 Rabinowitsch 39 Bernstein 14 Hoffmann 35 Reich 33 Bohrer 5 Hümmert 37 Reutlinger 46 Cahen 25 Jacobsohn 27 Schulsonn 9a Cohen, H., 23 Kahn, A., 11 Silberg 28 Cohen, M., 18 Kahn, F., 16 Stein 20 Czertok 45 Kantor 32 Steinthal 3 Eichenberg 38 Kantorowicz 22 Sundheimer 36 Garbell 26 Knoche 2 Tänzer 10 Goldmann 13 Koitzsch 9 Unna 40 Gonsiorowski 41 Landauer 21 Voigtländer 30 Grünfeld 29 Lerner 24 Weger 6 Guttmann 1 Lewin 15 Miszellen Moses Mendelssohns Witwe in Neustrelitz. Die wenigen bisher bekannt gewordenen Nachrichten über Moses Mendelssohns Witwe sollen hier zusammengestellt und durch Akten, die mir vor kurzem gelegentlich anderer Forschungen im Strelitzer Hauptarchiv begegneten, ergänzt werden. Im Todesjahre ihres Mannes (1786) überträgt Fromet einigen Freunden desselben die Herausgabe seiner sämtlichen Schriften (gedruckten und ungedruckten) und zeigt dies dem Publikum durch ein Inserat in der „Berliner Priv.-Zeitung" vom 18. Mai 1786 an*). In demselben Jahre kauft sie das Haus in Berlin, Spandauer Str. 68, in dem sie mit ihrem Manne 20 Jahre zur Miete gewohnt hat, für 5000 Taler2). Um die Zukunft ihrer Kinder, denen der Vater nur ein mäßiges Vermögen hinterlassen hat, sorgenfreier zu gestalten, erbittet sie am 16. Juni 1787 vom König für ihre Kinder und deren Deszendenten ein Generalprivilegium mit den Rechten der christlichen Kaufleute. Sie erreichte, was ihrem Manne bei Friedrich II. nicht x) S. M. Kayserling, Moses Mendelssohn, Sein Leben und Wirken. II. Aufl. Leipzig 1888, S. 526. 2) Salli Kirschstein-Berlin. Wo hat Moses Mendelssohn gewohnt? (Vossische Zeitung vom 30. Juli 1929.) gelungen war. Schon am 21. März desselben Jahres gewährte der König ihre Bitte „aus höchst eigener Bewegung wegen der bekannten Verdienste ihres verstorbenen Mannes"3). Für die beabsichtigte Verheiratung ihres Sohnes Joseph mit Hinde, der Tochter des Kammeragenten Nathan Meyer zu Neustrelitz, und dessen Ansetzung auf das Generalprivileg stellen die Oberlandes¬ und Aeltesten der Judenschaft ihr auf ihr Ansuchen am 1. April 1793 ein Attest aus, daß die Witwe und auch Nathan Meyer inder Familienliste als ordentliche Schutzjuden eingetragen und der gemeinschaftlichen Kasse nichts schuldig sind 4). Fromet Mendelssohn starb am Montag, dem 5. März (3. Nissan) 1812 in Hamburg und wurde am Donnerstag, dem 8. März in Altona, Königstraße, Grab Nr. 5894, beigesetzt5). Wann ist sie nach Hamburg gezogen? Hensel behauptet, daß sie 3) M. Stern im Gemeindeblatt der jüd. Gem. zu Berlin, Juli 1928, S.211 f. 4) Handschrift aus dem Besitze des Herrn S. Kirschstein, in Abschrift mir mitgeteilt (S. Katalog der Berliner Moses Mendelssohn-Ausstellung 1929, Nr. 483). 5) Mitteilung des Herrn Rabbiner Duckesz-Altona; vgl. seinen Aufsatz „Fromet Gugenheims Familie" (Hamburger Gemeindeblatt 1929, Nr. 9, S. 8 f.). 123