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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1931-01-01 · Heft 4 (Januar 1931) · p. Seite 287

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 4 (Januar 1931)
Article
Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
Date
1931-01-01
Page
Seite 287 (sequence 4)
Language
German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judensassen in den deutschen Städten 13. ) 1283, Köln: ... Es ergibt sich, daß dieses große Haus mit der Kipah, welches man „Gewölbe" nennt, [so] groß und breit ist, wie die Breite des davor stehenden Hauses [beträgt]. Auch unter diesem steht noch eine Kipah, welche man „Gewölbe" nennt. („Judenschreinsbuch", S. 51, Nr. 161). 14. ) 1318, Köln: . . . cum cellario qui jacet sub cubiculis iuxta ipsam domum in ordone („Judenschreinsbuch", S. 146, Nr. 326). Bei demselben Hause Kemmenate erwähnt [S. 151, Nr. 334 und 334]. Dasselbe Haus betreffend: . . . dem . . . gehörte das Drittel von dem ganzen halben Giebel ... [S. 159/60, Nr. 358/359] . . . das Neuntel von der Hälfte des ganzen Giebels [Nr. 359]. 15. ) 1336, Köln: . . . Qui enim murus tendit a domo quondam Joseph de Arwilre usque ad tignum domus ad Aquilam retro iuxta gramen ipsius domus. Item iidem coniuges Bruno et Hadwigis tres gulas (dictas gezaint) ad piropos in dicto mure (sue partis) ire habebunt, quas dicti Judei suis expensis construi procurabunt; et dictus murus pro media parte est Brunonis et Hadwigis coniugum et pro media parte alia dictorum Judeum („Judenschreinsbuch", S. 164, Nr. 367). 16. ) 1293, Erfurt: . . . das steinerne Haus, durch welches man zu der Synagoge ging (Kroner: „Festschrift zur Einweihung der neuen Synagoge in Erfurt", S. 16). 17.) 1348, Prag: Allen Ansiedlern, auch den Juden, werden Vergünstigungen in der Neustadt gewährt, unter der Bedingung, daß sie die Häuser gründlich aus Stein bauen müssen (Jerabeck, a. a. O., S. 19). 18. ) Mitte 14. Jahrh., Ueberlingen: . . . des Juden Gottliebs steinernes Haus . . . (Moritz Stern, „Beiträge zur Gesch. der Juden am Bodensee", „Zeitschr.", L, S. 216«.). 19. ) Niedersachsen: Massive Häuser kamen selten vor und lagen wohl meist außerhalb der alten Quartiere, wie jenes Haus mit der Steinkammer bei der Petrikirche in Braunschweig und das Steinhaus in der Gördelingerstraße. Leichte strohgedeckte Fachwerkbauten in Hildesheim. Erst Ende des 14. Jahrhunderts Ziegeldächer, durch Ratszimmerleute gedeckt (Riemer: „Niedersachsen", S. 34—37). 20. ) Erfurt: Durch Umbauten und planmäßige Neubauten seitens des Rates werden Mietshäuser am Geraufer für fünf und acht Parteien errichtet. In der Regel bewohnten zwei Parteien ein Haus. Miete nach Größe, Lage, Stein- oder Holzbau verschieden (Arthur Süßmann, „Das Erfurter Judenbuch 1337—1407", Mitt. des Gesamt- Archivs der Deutschen Juden, V., 1914, S. 16/17). 21. ) 1462, Frankfurt a. M.: Die vom Rat errichteten Judenhäuser waren vermutlich Fachwerkbauten mit Schieferdeckung und -bekleidung. Keller mit zwei Gewölben (ein Keller über dem andern?). (Kracauer, „Frankfurt a. M.", S. 309)- 22.) Zweite Hälfte, 15. Jahrh.: Wohnhäuser, Abbildungen aus einer Hagadah im Germanischen Museum in Nürnberg, bei Kohut: „Gesch. d. deutschen Juden", SS. 225, 229, 237, 253. (Siehe Tafel VI, Abb. 1 u. 2). 23. ) 1494, Lemberg: Brand der zumeist hölzernen Häuser. 24. ) 1498, Lemberg: Sprengung der den Stadtmauern anklebenden kleinen Häuser, die zumeist Juden gehörten (J. Caro: „Gesch. der Juden in Lemberg", S. 16/17). 25. ) 15. Jahrh., Wien: Aus dem Teilungsvertrag eines Hauses der Wienen Judenstadt (Schwertgasse 2, Wipplinger Straße 16). „Von erst ist zu demselben halben Haus geteilt worden der gewelbt Keler halber, nach lengs aus, der tail zenagst dem hof, als er aufgeczaigt ist, die große stuben halbe nach der twirich, der tail zenagst der 287

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