Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1929-1930
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 1)
- Language
- German
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Büchereinlauf Oskar Mayer, Die Geschichte der Juden in Heilbronn. Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Synagoge. Heilbronn 1927. Rudolf Stahl, Geschichte der Nauheimer Juden. Nauheim 1929. Samson Rothschild, Aus Vergangenheit und Gegenwart der Israelitischen Gemeinde Worms. 7. Auflage- Frankfurt a.M. 1929. Heman-Harling, Geschichte des jüdischen Volkes seit der Zerstörung Jerusalems. 2. Aufl. Stuttgart 1927. Hilaire Belloc, Die Juden. München 1927. Ludwig Marcuse, Revolutionär und Patriot. Das Leben Ludwig Börnes. Leipzig (1929). Moses Mendelssohn mit Beiträgen von Bruno Strauß, Ernst Cassirer, Simon Bernfeld, Hermann Meyer. Bln. 1929. Siegfried Passarge, Das Judentum als landschaftskundlich - ethnologisches Problem. München, 1929. Die Minderheitenfrage (Süddeutsche Monatshefte Juli 1929). München 1929. Leon de Poncins, Hinter den Kulissen der Revolution. Berlin 1929. Derselbe, Judentum und Umsturz. Berlin 1929. Otto Gmelin, Naturgeschichte des Bürgers. Jena 1929. Buchbesprechung Hans Brand: Der Staat und die Juden (Königsberg, 1929. Verlag der Hartungschen Zeitung). Diese Broschüre, die politischen Antrieben ihre Entstehung verdankt, bringt eine knappe, ansprechende Darstellung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen, fast ausschließlich aus dem preußischen Gebiet, vom Edikt vom 11. März 1812 bis zur Aufhebung der letzten Beschränkungen in den sechziger Jahren. Der Verfasser ist Polizeipräsident. Es ist 100 Jahre her, daß zuletzt preußische Staatsbeamte in Flugschriften an der Judenemanzipation teilgenommen haben. Dieser Nachzügler betrachtet im Gegensatz zu den älteren Schriften rein historisch und ohne die allgemein kulturpolitischen Erwägungen, die vor 100 Jahren das Kernstück der einschlägigen Literatur ausmachten. Diese veränderte Gesamtansicht der Verhältnisse erklärt sich daraus, daß die geistigen Grundlagen der Emanzipation heute nicht mehr ernsthaft strittig zu sein scheinen. Oskar Meyer: Die Geschichte der Juden in Heilbronn. Festschrift zum 50 jährigen Bestehen der Synagoge in H. (Heilbronn 1927.) Der Verfasser ist Rechtsanwalt. Um das wichtige Gebiet der Ortsgeschichten haben sich ja oft gerade „Laien" verdienstvoll bemüht. Auch die vorliegende Arbeit ist in der Art ähnlicher Werke vor allem als erstmalige Zusammenstellung wertvoll. Die wertenden Urteile des Verfassers, die übrigens ganz im Hintergrund bleiben, sind besonnen, führen aber doch einesteils über den bloßen Sachbericht hinaus, andererseits aber nicht genügend weit hinaus, um zu überzeugen. 335