Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1929-1930
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 2)
- Language
- German
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freien Künste (1756—1759) und der Allgemeinen deutschen Bibliothek (1765 bis 1775). Rezensionen. Band 5: Briefe, die neueste Literatur betreffend (1759—1765). Band 6: Literarhistorische und sprachwissenschaftliche Abhandlungen, Gedichte, Stammbuch-Inschriften, Widmungen. — Uebersetzungen: Piatos Republik, Rousseaus Abhandlung von dem Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen, Shaftesburys Versuch über die Freiheit des Witzes und der Laune u. a. Gespräche. Band 7: Schreiben an den Herrn Diaconus Lavater (1770). Nacherinnerung (1770). Gegenbetrachtungen über Bonnets Palingen esie (1770). Ritualgesetze der Juden (1778). Gutachten über den Judeneid. Anhang: Materialien zum Lavater- Streit. Band 8: Vorrede zu Manasse ben Israels „Rettung der Juden" (1782). Jerusalem (1783). Psalmübersetzung (1783). Band 9: Uebersetzung der fünf Bücher Moses (1783). Band 10: Salomos Hohes Lied übersetzt. Kleinere judaistische Abhandlungen, Predigten, Gedichte nach dem Hebräischen u. a. Kommentar zu den fünf Büchern Moses (deutsche Uebersetzung). Band 11—13: Briefwechsel, dazu die „Anmerkungen zu Abbts freundschaftlicher Correspondenz" (1782) sowie ähnliche in den Zusammenhang des Briefwechsels gehörige Erörterungen. II. Hebräische Schriften. Band 14: Kohelet mussar (1758). Kommentar zu den Millot hahiggajon des Maimonides (1761). Kommentar zu Kohelet (1769). Sefer hannefesch. Or linetiba (1782). Gedichte, Rätsel, Bemerkungen zu fremden Werken u. ä. Band 15: Kommentar zu den fünf Büchern Moses. Band 16: Briefwechsel. Die Subskription ist eröffnet, sie erfolgt durch den Akademie-Verlag Berlin W 35 und durch jede Buchhandlung. Der Preis des Werkes konnte dank der Unterstützung der Ausgabe durch das Bankhaus Mendelssohn & Co. ungewöhnlich niedrig angesetzt werden. In Mendelssohns Geburtsstadt Dessau wurde die offizielle Feier mit einer Aufführung von Lessings „Nathan" eingeleitet. Hieran schloß sich eine religiöse Feier in der Synagoge. Dann wurde die reichhaltig ausgestattete Mendelssohn-Ausstellung eröffnet. Bei der Morgenfeier der Stadt Dessau hielten Bürgermeister Hesse, Minister Müller und Professor Elbogen Reden, deren Wortlaut in der vorliegenden Zeitschrift wiedergegeben ist. Ein Ausflug nach Wöriitz beendete die Feder. In Berlin veranstalteten die Berliner Jüdischen Gemeinde, die Akademie für die Wissenschaft des Judentums und die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums gemeinsam eine Mendelssohn-Feier in der Singakademie. Reichsinnenminister Severing, Oberbürgermeister Böß und Privatdozent Dr. Baumgardt hielten Ansprachen. Die eigentliche Festrede hielt Rabbiner Dr. ßaeck. Der Landesverband Groß-Berlin des Centrai-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens beging eine Feier, in der Dr. Ludwig Holländer das Thema behandelte: „Was lebt von Moses Mendelssohn in uns und für uns?" Im Berliner Lessing-Museum fand eine Mendelssohn-Feier satt, bei der Paul Alfred Merbach die Festrede hielt. Der Magistrat der Stadt Berlin ließ am Grabe des Philosophen einen Kranz mit der Widmung: „Ihrem großen Mitbürger Moses Mendelssohn. Die Stadt Berlin" niederlegen. In der Preußischen Staatsbibliothek zu Berlin ist eine große Mendelssohn-Ausstellung vom 16. September bis 13. Oktober eröffnet. In Breslau wurde eine Feier im Stadttheater abgehalten, bei der Dozent Dr. A. Lewkowitz die Gedenkrede hielt. In Frankfurt a. M. ist eine Mendelssohn-Ausstellung im Museum jüdischer Altertümer vom 15. September bis 15. Oktober zu besichtigen. Das Bankhaus Mendelssohn & Co., Berlin-Amsterdam, hat eine Moses Mendelssohn-Stiftung zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke errichtet. 274