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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 3 · p. Seite 383

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 3
Article
Juden und Mongolen 1241
Date
1888-01-01
Page
Seite 383 (sequence 2)
Language
German
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MiScellen. 383 1241 geknüpften Messias-Erwartungen der Juden vorliegt: besonders merkwürdig ist die Stelle wegen des oben gesperrt gedruckten Satzes. Der Autor, der die Hoffnungen der Juden auf ihre Befreiung damit begründet, daß damals das Jahr 1241 war, kann dabei nicht an die christliche Jahreszahl gedacht haben, die an sich zu solcherlei Hoffnungen keinerlei Anlaß bot; er muß gewußt haben, daß das Jahr 1241 mit dem Jahre 5001 der jüdischen Zeitrechnung zusammenfiel und ihm müssen auch die in den jüdischen Kreisen gehegten chiliastischen Ideen bekannt gewesen sein. Auf die Art des Verkehrs, welcher zwischen einem Geistlichen von Trier und den dortigen Juden noch um die Mitte des 13. Jahrhunderts möglich war, fällt dadurch ein bemerkenswerthes Licht. Zur Geschichte der Juden im Großherzogthum Laden. Von Leopold Löwenstein. Mit meiner 1879 veröffentlichten Geschichte der Juden am Bodensee habe ich die Bearbeitung einer Geschichte der Juden im Großherzogthum Baden und zwar zunächst des Seekreises begonnen, die ich nunmehr in dieser Zeitschrist fortzusetzen gedenke. Ich beginne mit den Notizen zur Geschichte der Juden in Aach, Amt Engen. Dieses Städtchen kam im 14. Jahrhundert durch Kauf an Oestreich, gehörte später als vorderöstreichisches Städtchen zur Landgrasschast Nellenburg und blieb solches bis zur Einverleibung in das Großherzogthum Baden (1810). Die ersten urkundlichen Nachrichten über Niederlassung von Juden in Aach führen zum Anfang des 16. Jahrhunderts zurück. In einer im kgl. Staatsarchiv zu Stuttgart befindlichen Urkunde ä. a. 1518, den angeblichen Mord eines Christenkindes durch Juden von Geistngen betr., werden Juden von Stockach und Ach erwähnt. Walchner ^) erwähnt eine Radolfzeller Urkunde, nach welcher dortige Klosterfrauen für eine Frau aus Beuren 1522 eine Summe abtragen, die deren Mann einem Juden aus Aach schuldig geblieben ist. Ein Aktensascikel des Gr. General-Landesarchivs in Karlsruhe, mit der Überschrift „Aach bei Stockach — Judensache 1551—1583" enthält 3 Orig.-Pap.-Urk. und zwar: 1. Satzbrief der Juden zu Aach 1551. 2. Kais. Mandat a. 1559 der Juden halben ausgangen. 3. Ooxia der Juden zu Aach Satzbrief, wie er aufzurichten sein möchte 1583. aä 1. Wir Ferdinand zc. bekennen, daß uns unser getreuen lieben Bürgermeister Rath und Gmaind gmainiklich unser statt Ach zu erkennen geben, wie sie verschluss 40. Jares?) mit Bewilligung Hans Wolffen ') Geschichte der Stadt Ratolphzell (Freiburg Z828) S. 245. -) D. i. a. 1540.

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