Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XXIII (1920)
- Issue
- 1/12 (Januar-Dezember 1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 (— Wirtschaft und Volk. Schriften zur Wiodoraufrichtung Deutschlands u. Gonesung unscr03 Volkes,) Uorlin, Deutsche wirtschafts-polit. Gesellschaft, 0. J. [IU20]. 22־ S. ^0. M. 1,20. KOBER, A., Grundbuch des Kölner Juäcnvicrtels li”5*1425. Ein Beitrag z. znittelalterl. Topographic, Ucchtsgeschichto u. Statistik der Stadt Köln. Mit e. Karte des Judenvicrtcls. (-־= Publikationen d. Gesellschaft f. rheinische Goschichtskunde. XXXIV.) Bonn, Hanstein, 1920. XXVili, 2;;2 S M. 40. [Den) Verfasser verdarken wir eine Studie zur mittelalterlichen Geschichte der Juden in Köln insbesondere ihres Grundbesitzes (i 903) und eine zusammenfassende Arbeit über die Kölner Judeu hii.sichtlich ihrer rechtlichen und kulturellen Stelluug von ihren Anfängen bis zum Jahro 1 86 in der von Braun u. Freimann herausgegebenen Germania Judaicu. Vorliegende mit grossem Fleiss und Sachkenntnis unternommene Vorüffentlichnng sammelt aus den Schreinsbüchern das Material zu einer Topographie des Kölner Judenviertols- und ist zugleich von Wort für die Statistik und Reehtsgeschichto der Stadt Köln. Die topographische Beschreibung des Judenviertels ist bereits von Keussen in seiner Topograpliio der Stadt Köln irn Mittelalter (1910) verwertet worden. In *der Einleitung behandelt der Verfasser den .,Grundbesitz der Juden in den deutschen Städten des Mittelalters“- Er zeigt, dass in der von ihm behandelten Periode in allen Teilen des Reichs den Judon Grundbesitz zu erwerben erlaubt war Einschränkungen des jüdischen Besitzers beginnen seit ca. 1800. Eine sehr .verdienstvolle Zusammenstellung ist in dem Abschnitt ״Judengassen, Judenviertel und*Judeudürfcr im Mittelalter“ geleistet, insbesondere in dom ״Verzeichnis von Juden* gassen“. In alfabetischer Reihenfolge sind die Orte aufgeführt utid mit Urkunden belegt in denen getrennte Wohnungen der Juden im Mittelalter nachweisbar sind. In dem Kapitel die ״Quellen über den jüdischen Grundbesitz besonders in Köln“ ist das Material zusammen• gefasst, das Aufschluss über diese Frage geben kann, welche fiir die rechtliche Stellung der deutschen Juden von Wert ist. Den hotrachtlichsten Teil des Buches nimmt der Abschnitt ״Das Judenvicrtel in Köln bis 1345“ ein. Hier ist das Material verarbeitet, das in den Urkunden, die das Häuserverzoichnis und das Grundbuch umfassen, sich vorfiudet. Behandelt ist die topographische Lage des Kölner Ghetto, die rechtliche Seite hinsichtlich des Grundbesitzerwerbs und Grundbesitzverkehrs zwischen Christen und Juden mit einem Hinweis auf daboi geübtes, jüdisches, deutsches, insbesondere Kölner Recht. Das ״Statistische“ beleuchtet die Häuser und Höfe der Judenviertel, den Gemeindebesitz, die Verbreitung des Grundeigentums auf die einzoinon Judon, die Herkunft dor Kölner Juden bis 1849 und schliesslich den Wert der Häuser besonders mu 13 0. Urkundliche Beilagen, Studien zur jüdischen Namenskunde besonders über Personen- und Ortsregister und eia farbiger Plan des Judeuviortels erhöhen den Wert de« Baches für das wir dem Verfasser nicht nur hinsichtlich der Erforschuug der Ortsgoschichto Kölns sondern. auch der der deutschon Juden im Mittelalter zu höchstem Dank verpflichtet sind]. Fr. KOEHLEK, L., Amos, der älteste Schriftprophot, (= Einzelschriftoq dor Bibol. Neu übers, u. kurz erkl.) Zürich, Raschor u. Co., 1020. bl S. 8°. M. 2,50.