Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XXII (1919)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1919)
- Date
- 1919-07-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2254995-7599528-7600269--4090-2258914- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
kennen, sondern erbalten gleichzeitig: einen Einblick in den pal&stinischen Ritus, zumal einen Eeweis für die von mir!fingst erwähnte Tatsache, dass es Piutim für jeden Sabbat des dreijährigen Cyclus gegeben hat. Es ist interessant festzustellen, dass bereits Jannai das Schema dazu vorgefunden und danach gearbeitet hat; U. Gcrschoms Bemerkung über Jannai ופייט קרונות לכד סדר וסדר ist. wie Davidson (S. XXII) mit Recht, gegen mich bemerkt, wörtlich zu nehmen und auf die Perikopen des dreijährigen Cyclus zu beziehen Ausser diesen unbekannten druckt Davidson die längst bekannte, aber nur in seltenen Drucken zu findende Keroba zu שכת הגדול mit dem Anfang אוני פטרי רחמתים nach 3 Handschriften des Jewish Theological Seminary unter Hinzufügung eines handschriftlichen Kommentars, den eine von ihnen enthält, ab. Dazu kam eine שנעתא zu ראש השנה nach einem Fragment E. N. Adlers und eine andere zu ncc, die Wertheimer iu גנזי ירושלים II 18 veröffentlicht bat, in berichtigtem Texte sowie ein כלוק zu שטעו gleicher Herkunft. Diesen Poesien Jannais, die den Gesamttitel recht* fertigen, ist als Kuriosum ein רשות beigegeben (S. 44 f.), den eine der New Yorker Hamlschriften vor der in die Keroba interpolierte bala• chische Unterweisung אדיר דר מהוהים bringt. Die Texte sind, soweit sie zu entziffern waren, sorgfältig ediert und kommentiert; ausführliche Noten zu 102 Stellen bat L. tiinzberg (S. 40—55) beigesteuert. In der englischen Einleitung verbreitet sich Davidson über Jannai in der modernen Forschung (1>1־T), den Ursprung des Pint (XIV ff), die dunkle Ausdrucksweise des Pint (XIX f.), Jannais Piutim als halachische Quelle (XXf.), ihre Beziehungen zum 3 jährigen Cyclus (XXI if.), die Gründe für die Vernachlässigung von Januais Poesien, «ein Verhältnis zu Kalir (XIVft.), den Bau von Jannais Kerobot tXXVltt.) und 1)0• sonders derjenigen für שבת הגדול (XXXIV ff), die Fragmente des Macbzor Jannai (XXXVill), ihren Inhalt, Stil u. s. \v. (XU ff.), Texte die sich auf Jannai beziehen (XLllIff).— Von diesen Untersuchungen ist die wichtigste diejenige über deu Bau der Keroba. ln den Hand* Schriften und Drucken des Machsor sind die Kompositionen (Vgl. Elbogen, der jiid. Gottesdienst S. 213 f.) fast nie in ihrer Ursprunglieben Form erhalten. Hier können wir einmal an den Arbeiten eines Dichters wenigstens mit Sicherheit feststellen, wie er seine Keroba gebaut bat; die Fragmente ergänzen einander so, dass sich ein vollständiges Schema gewinnen lässt, das Davidson durch Ziffern am Rande der Texte angezeigt hat. Wenig überzeugend 4ist die Erklärug des schwierigen אל נא . . (Ps. 22,4) ואתת קדוש, das D. als Rubrikbezeichnungen ansieht; אתה קדוש kann unmöglich Hinweis auf dio Piutim zur Hi Bcurdiktion sein, da sonst mir andere Namen überliefert sind, da ferner die von D. zur Analogio herangezogenen מגן u. .מחיר von der Kulogio und nicht vom Anfang bergenommen sind und da endlich dieser Anfang im paläst. Ritus — wio D. richtig bemerkt — קדוש אתה lautet. Vorerst bleibt die Frage ungeklärt. — Zur Frage nach dem Ursprung der Piutim innerhalb der Tefilla — u. das ist das Problem — trägt die Kikhiiung von Aruch und Musafia ». v. קרוב nichts bei, auch das Zitat aus Pardcs hat Eppenstein mit Recht ausser Acht gelasscu, weil es nicht schlagend ist (zu S. XVIII Aum. 34). Auch das möchte ich bozwcifeln, dass dio dunklo Sprache des Piut gewählt wurde, um vor Dcnunzationcn der Judenfeinde geschützt zu sein, das wäre ein unzureichendes Mittel gewesen; eher muss der Geschmack der Zeit in der byzantinischen und syrischen Poesie berücksichtigt worden, Den Gegensatz zwischen Jannai als Dichter der Ualacba u.