Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XXII (1919)
- Issue
- 1/3 (Januar-Juni 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 EDOM. Beruhte jüdischer Zeugen ur.d Zeitgenossen über die Jüdin- Verfolgung während der Kreuzzüge• Berlin, Jüdischer Verlag, 1919. 79 S. 8״. M. 5. ELIOT, G., Daniel Deronda. Roman• (Nach der Ueborsetzung aus dem Englischen von Adolf Strodlmann, Gekürzt und hcrausgegeben von Alexander Eliasberg). Berlin, Jüdischer Verlag, 1918. 407 S. 8°. M. 9. ENDRES, F. C., Dio wirtschaftliche Bedeutung Palästinas als Teiles der Tüikei. (—Pro Palästina. ' Sihriftcn des deutschen Komitees zur Förderung (Kr jüdischen Palästinasiedlung. 4. Heft). Berlin, Deutsches Komiteo zur Förderung' der jüdischen Palästinasicdlung. (Berlin, Reiraar Hobbirig), 1918. 28 S. 8°. M. 0,80. FEUCHTWANGER, S., Dio Judenfrage als wissenschaftliches und politisches Problem, Berlin 1916. 8°. Genauer Titel ZfHB. XIX, S. 70. Verf. bezeichnet als Aufgabe der jüdischen Geschichte die Darstellung des jüdischen Einflusses im Leben der Völker. Die methodologische Richtigkeit dieses Standpunktes zu erörtern ist hier nicht der Ort. Wohl aber erscheint es angemessen, die S. 16 enthaltene Aeusscrnng wörtlich anzufübren, weil sie sonst unglaublich ist: .Ein Musterbeispiel einer solchen durch willkürliche StoiTisoliorung bowirkten wissenschaftlichen Entwertung historisch wertvoller Tatbestände siud die Forschungen Steinschneiders über dio Juden in der Matbemat'k. Interessant wäre die Erforschung des Anteils der Juden au den Fortschritten dieser Wissenschaft in Methode und Ergebnissen Kraft einer bei den Juden vielleicht vorhandenen mat.bemalischen Begabung. Freilich müssto ein solcher Historiker nicht nur Philologe sondern mindestens auch Mathematiker sein.* Was gibt St.? Kino herbariumsähnliche Zusammenstellung — die gleiche Redewendung auch Neue Jüdische Monatshefte II, 71 — der in mehr als 1000 Jahion mathematisch tätig gewesenen Juden und ihrer Schriften. Und bis wann? Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Nichts könnte* bo• *exhneuder sein für die unwisscnscha'.tlicho Grundlage solcher Für- :schlingen Vom Boginn dos 19 Jhdts. an niirnlich erat datieren wissenschaftlich bedeutsame Leistungen der Juden in der Mathematik, während sie gänzlich unbeteiligt waren an der ersten Blütezeit der neuzeitlichen Mathematik (Leibiuz, Cartosius)•“ Es ist F. nicht in den Sinn gekommen, diese in einer Anmerkung näher bczeichneten Abhand* lungon genauer anzusohen, sie gehen bis 1S40. St. schreibt 1803, er habe sie vor einem halben Jahrhundert bogonneu und er erachte cs (״ohne Fachkcnncr zu sein“) als seine Pflicht, sie ״als Material für fachwuinnisci e Bearbeitung nioderzulegen.“ Diese letztere Bemerkung hätte F. auf dör zweiten Stute der von ihm verunglimpften Studien tatsächlich gefunden, wenn es ihm schon gleiehgillig war, die einfachsten Voraus• Setzungen der von ihm geforderten Geschichte in der Theorie zu Übersehen. Niemand wird sich also wundern, dass er die arabische Epoche kurzweg negiert und nicht ahnt, wie sehr gerade St8־ prinzipielle kulturgeschichtliche Anschauung der »einigen als Stütze dienen könnte• Die