Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XX (1917)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- Seite 72 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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72 Aus der Briefsammlung• Sebastian Tengriagels. Yon A. Z. Schwarz. Die in den ,Tabulae‘1) verzeiebneten Handschriften der Hofbibliothek in Wien enthalten auch mancherlei Material zur jüdischen Geschichte und Literatur. Einiges davon ist benützt worden, das meiste aber kann infolge der knappen Beschreibung der Kodizes nur durch die Beschäftigung mit diesen selbst festgestellt werden. Ich beginne meine Mitteilungen mit der in Pal. 9737 n s, t enthaltenen Briefsammlung des wiener Hofbibliothekars Sebastian Tengnagel (1573 — 1636), aus dessen Besitz bekanntlich der Hauptteil des älteren Bestandes an hebräischen Manuskripten in dieser Bibliothek stammt. Es werden hier zwei Stücke [I, II] in exienso2) sowie vorausgehend — ohne den Anspruch absoluter Vollständigkeit — einige kürzere Notizen [1—7J gegeben; die notwendigen Bemerkungen sind beigefügt. Auf Provenienzen von hebräischen Handschriften in Wien und auf Verzeichnisse, über die in den Briefen stellenweise gesprochen wird, soll hier nicht eingegangen werden, da dies in einem weiteren Rahmen von anderer Seite beabsichtigt ist. — Für Tengnagels tatkräftige und, wie mir scheinen will, durch die Vereinigung von Begabung und Pedanterie beachtenswerte Persönlichkeit fehlt es noch an der angemessenen Würdigung; vgl. Beer, Zur Geschichte der kaiserlichen Hand- Schriftensammlung (Sep.-Abd.) Wien 1913, S. 14 f. VC VC־ ־* 1. (Band r, fol. 41.) Spanischer Brief des Dongrabiel (!) de bueno Ventura ebreo, Venedig 14. Okt. 1606, betr. arabisches Evangelium und Dioskorides. Müridliche Antwort an Salmo Salem erbeten, der sie an Baruch, den Schwiegervater des Brief- Schreibers, weitergeben soll. Brief möge Tengn. an Levi Tolosa senden oder geben (mande 0 de), der ihn befördern wird. — Jehuda b. Levi טולוסו ז״ל, wohl der Vater des hier Genannten, zeichnet 1585 auf der letzten Seite der im Besitze der Wiener Gemeindebibliothek befindlichen Inkunabel Proph. poster. Soncino, was bei Wachstein, Katalog der S. Gohn’schen Sehenkungen II, 83 mit noch vier oder fünf anderen Vermerken weggelassen ist.) *) Tabulae codicum manuscriptorum praeter graecos etorientales . . . Wifen 1864 —. 2) Ein drittes, das sich auf. den Prozess Lipmänn Hellers bezieht, werde ich an anderer Stelle niitteilen.