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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1917-01-01 · 1/3 (Januar-Juni 1917) · p. Seite 34

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XX (1917)
Issue
1/3 (Januar-Juni 1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 34 (sequence 34)
Language
German
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2) עין יעקב Sammlung der H&ggadot des Talmud von Jakob Chabib 1603. 6 + (24) + 194 + 190 + 8 Bl. ׳fol. Setzer: Ascher b. Naftali aus Prag [CB. 78071 und Jehuda,ben Israel Samuel Kaz, genannt Löb Prossnitz [CB. 8440]. 3) ספר תחלים Psalter, geordnet nach ein- und zweiwöchentlichem Cyclus, 1605,-39 Bl. 4°. 4) חידושי גמרא Bemerkungen zu den Talmudtraktaten Ketubot und Kidduschin von Samuel b. Elasar aus Opatow, 1602. 33 Bl. 4°. Setzer: Eleasar b. Benjamin aus Prossnitz [CB. 8054]. II. Brünn **). Die nicht unbeträchtliche Judenbevölkerung Mährens und Oesterreich-Schlesiens deckte ihren Bedarf an Büchern bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts vollkommen aus den Druckereien des Auslandes. Um die beträchtlichen Summen, die alljährlich ins Ausland gingen, dem Lande zu erhalten, und eine strengere Handhabung der Zensur zu ermöglichen, machte 1750 der Neophit Alois Wienner Edler von Sonnenfels, Professor׳ der orientalischen Sprachen und Magister der Wiener Universität, Franz Josef Neumann, gewesener Consumo-Mautheinnehmer und Johann Michael lauffer, als der hebräischen, chaldäischen und arabischen Sprache mächtig, der mährischen Repräsentation und Kammer den Antrag, alle hebräischen Bücher in Mähren revidieren und stempeln zu lassen und aus dem Stempelfond eine hebräische Buchdruckerei zu errichten. Der Kaffesieder Franz Josef Neumann, seit 1736 Bürger in Brünn, erbat von der Kaiserin Maria Theresia das Privileg zur Errichtung einer hebräischen Buchdruckerei. Es wurde ihm am 28. April, Reskript vom 11. Juli 1753, ein zehnjähriges Privileg erteilt, das ihn ermächtigte, in Brünn oder Olmütz hebräische Bücher' zu drucken und zu verkaufen, Bücher von auswärts für billigen Preis herbeizuscbaffen und zur Kontrolle■ alle in Mähren und Oesterr.-Schlesien befindliehen Bücher unentgeltlich zu stempeln. Neumann hatte 300 Gulden an das Manufakturen-Amt zu zahlen. Die Mauthbeamten sollten fremde Bücher einziehen, und in den Synagogen ־wurde der Bann denjenigen angedroht, die fremde Bücher einführen oder einschmuggeln würden. Die Druckerei wurde 1754 in *ד Quellen: C11 r. d * E1 v e r t, Gesch. d. Bücher und Stein drucks, des Buchhandels, der Bücher-Censur ... in Mähren und Oest. Schlesien [= Beiträge zur Gesch. u. Stat. Mährens u. Oest.,Schlesiens 1.] Brünn 1854; HB. V, 128; HB. VIII, 187.

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