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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1917-01-01 · 1/3 (Januar-Juni 1917) · p. Seite 7

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XX (1917)
Issue
1/3 (Januar-Juni 1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 Deutschland. Mit Beiträgen von Simon Bernfeld. ... 20 Bp. Berlin, M. Poppelauer, 1917. XVI, 217 u. 25 S. 8°. M. 3. GROTTE, A., Deutsche, böhmische und polnische Synagogentypen vom XI. bis Anfang des XIX. Jahrhund., herausg. mit Unterstützung der Gesellschaft zur Erforschung jüd. Kunstdenkmäler in Frankfurt a. M., mit 24 Tafeln und 60 Abbildg. Berlin, Der Zirkel, 1915. VII + 104 S. 4°. [Als Leiter des Neubaus der Synagoge in Tachau stiess der Yerf. auf den eigentümlichen Stil der Synagogen in Nordwestböhmen, die Synagoge in Kurnik wiederum bot ihm Anlass zum Studium der jüdischen Gotteshäuser Polens. Auch in der Oberpfalz suchte er den Stil der böhmischen Synagogen, fand aber dort einen anderen, nicht minder charakteristischen. Die Typen dieser drei Länder hat der Yerf. nach ihrer Entstehung, Entwicklung und ihrem Yerfall untersucht. Darin besteht die Bedeutung des Buches, dass es den Synagogenbau ganzer Gebiete systematisch verfolgt und, teils nach historischen, teils nach konstruktiven Gesichtspunkten geordnet, beschreibt, auch durch zahlreiche Abbildungen erläutert. Der geschlossenen Darstellung jener Gruppen gehen die Beschreibungen einzelner Bauten aus den früheren Jahrhunderten voran, derer mit zweischiffigen und einschiffigen Hallen (Worms, Alt-Neuschul bezw. Fürth, Prager Pinkas- Synagoge usw.j sowie besonderen Bauten aus der Zeit der Spätrenaissance. Alle diese Beschreibungen füllen den grössten Teil des Buches unter dem Titel ״Die historische Entwicklung“ (S. 24—102) aus, während einleitend ״Rituelle Grundlagen“ mitgeteilt werden (S. 3—23). Der erste Teil ist der schwächere, denn der Yerf. war hier aut sekundäre und nicht immer zuverlässige Quellen angewiesen; er benutzt die Literatur, wie sie ihm zufällig empfohlen wird, und kennt weder die Arbeiten von Leopold Löw noch Bachers Artikel Synagogue in Jew. Enc. XI, obwohl er dieses Sammelwerk anderwärts zitiert. Was Hamburger über die Entstehung der Synagogen zu sagen hat, S. 3, reicht heute nicht mehr aus. Ebensowenig was S. 5 f. über die Analogie zwischen Tempel und Synagoge gesagt ist; vor allem ist dort auch verfehlt, dass nicht die Frage gestellt wird, inwieweit der Bau der alten Kirchen durch die Synagogen beeinflusst ist. S. 7 wird die Frage aufgeworfen, ob das Almemor ״in älteren Zeiten“ mit Baldachin versehen war, ohne dass Mar wäre, in welchen Jahrhunderten diese älteren Zeiten zu suchen sind. S. 8 über die ältere Sitte, den Raum für die Tora als Nische in die Mauer zu bauen und die Einführung der hölzernen Laden ist mein ״Der jüdische Gottesdienst“ usw. S. 470 zu vergleichen; die Bekanntschaft mit dem Buche hätte dem Yerf. viel Arbeit erspart. Das. werden Synagogen an Strassenecken und Torwegen erwähnt, wofür es in den alten Quellen keine Beweise gibt. S. 10 wird der Schulchan Aruch eine Unterabteilung des Talmuds genannt, was ״Kodifikation des rabbinischen Rechtes“ heissen müsste. S. 11 1. Rab Aschi und Sura. Das. Abs. 4 stammt aus dem Talmud, nicht erst aus dem Schulchan Aruch. Die S. 14 mitgeteilte Vermutung Balabans über den Anlass, die Synagogen tiefer zu legen, ist unhaltbar, denn eine grössere Höhe über anderen Gebäuden würde dadurch nicht erzielt. Was S. 19 über die Anbringung des Ner tomid in Dt. Krone und Kempen an der Westwand gesagt

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