Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XVIII (1915)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- Seite 70 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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70 gehalten, man merkt aber überall dass der Verf. die behandelten Fragen anderweitig wissenschaftlich behandelt hat und dass er, besonders in den literarischen Quellen, ausserordentlich belesen ist. Wer den angeregten Problemen wissenschaftlich weiter nachgehen will, findet dafür in den literarischen Notizen S. 79 f. weitere Hinweise. An »törenden Druckfehlern sei bemerkt: S. 10 Kyrkans statt Ilyrkans, 8. 88 Simon statt Saul Wahl. L JS.\ GOTT.SCIIALK, 1L, Der jüdische Jugewigotlesdienst nach Theorie und Praxis. Preisschrift der Maybaum-Stiftung. Berlin, M. Poppelauer, 1015. GROTTE, A., Deutsche, böhmische u. polnische Synagogentypen vom 11. .bis Anfang des 19. Jahrh. Ilerausg. mit Unterstützung d. Ges. zur Erforschung jtid. Kunstdenkmäler (E. V.) in Frankfurt a. Berlin, Der Zirkel, 1915. VIII, 104 S. mit 60 Abbildg. u. 24 eingedr. Tafeln. M. 5.. GRUSS, Ein, der Feldrabbiner an die jüdischen Kameraden im deutschen Heere |zu den ilerbstfeierfagen 1915). Ilerausg. vom Verband der deutschen Juden, Berlin 1915. IIARTMANN, IPalästina unter <len Arabern G32-151 (>. (Das Land der Bibel. Gemeinverständliche Hefte zur Palästinakünde. Im Aufträge des Deutschen Vereins zur Erforsehung Palästinas her. v. Prof. Lic. l)r. G. Hübscher. Band I. Heft 4). Leipzig, H Ulrichs, 1915. 53 S. 8°. (In diesem Schriftchen erhalten wir eigentlich nicht eine Geschichte Palästinas unter den Arabern als vielmehr eine Darstellung der arabisehen Herrschaft in Palästina seit den Anfängen der Eroberung dieses Landes durch die unmittelbaren Nachfolger Mubammeds bis zur Schlacht bei Dabik in Nordsyrien (24. Aug. 1516), nach der die Oberherrschaft auf die osmanischcn Türken übergegangen ist. In einer kurzen Einleitung wird Palästina treffend als ein Grenzland und seine Bevölkerung als eine gemischte charakterisiert. Unter dieser Mischbevölkerung finden wir schon in vorislamischer Zeit ein Bevölkerung«- element vou relativer Rassenreinheit, nämlich die Araber, die ihre Spuren in den safaitischen Inschriften hinterlassen haben. Die eigontliebe Darstellung zerfällt in 5. Abschnitte: I. Die Eroberung durch die Muslime. II. Die Omajjadenzeit. III. Vom Sturz des Gm&jjadenreiches bis zum Beginn der Krouzzüge. IV. Die Zeit der Kreuzfahrer und der Ejjubiden und V. Die Mamlukenzcit. Die Eroberung durch die Araber bedeutete nicht nur für die •luden, sondern auch für.nichtorthodoxe Christen eine Erleichterung de3 Druckes ״ein Gefühl, das in der zeitgenössischen syrischen Literatur seinen Ausdruck gefunden hat“ . (8• 1«). י Die Zeit der Omajjaden mit dem Hauptsitze Damaskus «i>edeutet die Glanzperiode Palästinas. Der Gründer der Dynastie M11‘awija, lässt sich 660 in Jerusalem als Chalif huldigen, und einer seiner Nachfolger, *Abd-al-Melik (6^5—705), wollte sogar, da sich Mekka in . den Händen seines Rivalen, Ab daliah ibn Zubeir, befand, Jerusalcm zum Wallfahrtsort machen. Diese Tatsache hatte zur Folge, wie Goldziber nnebgewiesen bat, dass Traditionen erdichtet wurden,!reiche zur Aufgabe hatten, die besondere Würdigkeit des Heiligtums