Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XVIII (1915)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- Seite 68 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2254995-7599523-7600251--3611-2258455- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Metibtas (S. 7—88), sowie die geistige Tätigkeit in Palästina bis zum Beginn des X. Jahrh. (S. 24—64). Haben wir auch hier schon beachtenswerte Forschungen vor uns, so ist als besonders verdienstvoll auf die beiden letzten grossen Abhandlungen hinzuweisen. Die gründliche Untersuchung über ״Saadia Gaon, sein Leben und seine Schriften“ (S. 65 bis 148) gibt zum ersten Hai einen umfassenden Ueberblick über alle zugänglichen* neuentdeckten Quellen und bietet damit ein weit inhaltreicheres Bild vom Leben und Wirken dieses .Begründers def wissenschal fliehen Erforschung des •Judentums als wir bisher irgendwo hatten. Die fünfte und letzte Abhandlung nimmt die notwendig gewordene Untersuchung über ״die Erzählung von den vier gefangenen Talmudisten* aut und kommt nach sehr eingehendor Erörterung der Einzelfragen (3. 149 ff.) zu dem Endergebnis (S. 211), dass die von Abraham ibn Daud mitgeteilte Erzählung unhaltbar ist, dass vielmehr von den drei von ibm genannten Gelehrten jeder auf seine Weise an die Stätte seiner Wirksamkeit gekommen ist, dass sie keineswegs von einer geineinsamen Heimat aus miteinander in Verbindung standen, dass ferner lango vor ihrer Einwanderung in ihrer neuen Heimat die Pflege der jüdischen Literatur verbreitet war. Han muss nicht gerade alle Einzelheiten in der Begründung, die Eppenstein seinen Schlussfolgerungen gibt, gutheissen und kann sie dennoch im Ergebnis billigen. Im grossen und ganzen hat er sicher das Richtige getroffen; dass nicht alle seine Aufstellungen unanfechtbar sind, hat er selbst dadurch anerkannt, dass er in den Nachträgen einzelne berichtigt und zurückgeuommen hat. Mir z. B. will es immer noch nicht einleuchteu, dass das für die Fest- Stellung der Persönlichkeit des Elch&n&n b. Schemarja in Fostät vielf«rb herbeigezogene, von Neubauer in J. Q. R. VI, *22 f. veröffentlichte Bruchstück!vgl. 8 164 ff.) aus Babylonien stammen soll. Heiner Ansicht nach ist ein derartig blühender Stil nur in Palästina geschrieben worden, die ganze Frage müsste daher unter diesem Gesichtspunkt noch einmal untersucht werden. Auch die Annahme Über das מריש 8*1 .8 קבוע (Anm. 8, 1. S. 124,84) erscheint mir, da die benutzte Quelle lückenhaft ist, nicht gesichert. Nebenbei sei bemerkt, dass das Schreiben in Saadyana Nr. XLV erst einen Sinn gibt, wenn die Blätter umgrstellt werden, denn S. 181 Z. 20 ,חוא נם;ום סנהדרין ויאשר findet die direkte Fortsetzung iu 8. 118 סשה וגעו :ומנהגות וכד, was auch B. Lewin, Charakteristik und Biographie des Rabbi Scberira Gaon, 1911, 8.6 Anm, 1 schon berichtigt hat. Am Schlüsse des Fragments, bei Epp. 8. 166, Anm. 6 beraugezogen, ist כהסכמת גל חכמיה zu lesen; vgl. Lewin, das. S. 9, Anm. 1. Auch zu den früheren Abschnitten wäre mancherlei zu bemerken. Zu 8. 7, Anm. 8 ist auf Neub. S. 18 und Anm. 6 zu verweisen, wo derselbe Ausdruck in Verbindung mit dem Talmndsiudium vorkommt. Statt Hecbäsia sollten wir in Zukunft mit Saadyana 8. 66 ivgl das. 63) das biblische Machseja i.Jer. 32,12) schreiben; die Lage des Lehrhauses denke ich mir iu einem Vororte von Sara, so etwa, wie wir heute von einer Technischen Hochschule in Berlin sprechen, während es richtig Charlottenburg heissen muss 1 da** 1116 tja* in de» Quellen: Das, Ami 8 ist die Folgerung aus den Worten למרבד גאונית) unrichtig, Scberira wendet die ihm ge- Bmichnungen für die VergaDgenheit an, wie er euoh dieamorätschen 8chulhäupter häufig Goonim nennt, vgl. ad. Neub. 8. 88. Auch die Angelegenheit mit R. Jizchak erklärt sich nicht ״ganz einfach-, sondern bleibt weiter eine der dunkelsten Angaben Scberira•. Was die Verfassung and Tätigkeit der Lehrhäaser änlangt, so scheint mir bis*