Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XIV (1910)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1910)
- Date
- 1910-09-01
- Page
- Seite 158 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Notiz. Zu dem in voriger No. 4 dieser Zeitschrift von Freimann veröffentlichten interessanten Studenten-Briefwechsel sei Folgendes bemerkt. 1) Der Student Isaak Wallich in Halle ist zweifellos identisch mit dem in meinem Buche ״Aus der Heimat Mendelssohns", S. 132 behandelten späteren Dessauer Arzt. Dann kann freilich nicht, wie ich daselbst nach anderen Quellen angegeben habe, die Dissertation de respiratione difficili, Leyden 1675 von ihm verfasst sein. Herr Sigmund Seeligmann-Amsterdam hatte die Güte, die Schrift einzusehen. Ihr Verfasser, Isaak WaUich aus Coblenz, war, 20 Jahre alt, am 21. August 1674 unter dem Rektor Arnold Syen als Student der Medizin in Leyden immatrikuliert worden (Alb. Stud. Acad. Lugd. Bat., Hagae 1875, col. 590). Die Promotion fand am 2. Juli 1675 unter dem Rektor Joh. Friedrich Boeckelmann statt. Aus der Schrift, die nur aus 4 Blätterneinschi. Titel besteht und 25 Thesen nebst 5 Corollarien enthält, ist nichts Näheres sonst über den Verfasser zu ersehen. Dem Lebensalter nach war er wohl ein Bruder des Dr. Simon WaUich aus .Coblenz, des Vaters des Dessauer Arztes. Dieser Simon war am 12. Mai 1678, 21 Jahre alt, unter dem Rektorat des Antonius Matthaeus in Leyden immatrikuliert (a. a. 0. col. 622) und unter demselben Rektor am 23. Dezember des gleichen Jahres promoviert worden. Die Promotioüsschritt Simons de melancholia hypochondriaca umfasst gleichfaUs nur 4 Bl. mit 20 Thesen und enthält nach Seeligmanns Mitteilung auch nichts weiter über den Verfasser. Einen Menachem Wallich aus Coblenz fand Seeligmann im Album der Universität Utrecht col. 80 als im Jahre 1684 immatrikuliert vor. Vielleicht ist er identisch mit Simons Bruder, in dessen handschriftlichem Kommentar zur ברייתא דמלאכת המשכן sich der Briefwechsel der beiden Studenten gefunden hat. Sämtliche vorstehende Angaben sind in Schültzes Gesch. der Familie Wallich, MGWJ 19u5, S. 283 ff. nachzutragen. Die Dissertation des Dessauer Dr. Isaak WaUich konnte ich nicht erlangen. 2) Die von Freimann a. a. 0. S. 118, Anm. 8 ausgesprochenen Vermutungen über den Gönner des Studenten Isaak WaUich in Halle sind hinfällig, da das. S. 122 Zeile 4 des Briefes dessen Name Ascher deutlich genannt ist. Es ist dies kein anderer als der Hoffaktor Assur Marx in HaUe, über dessen FamiUe ich verschiedenfach Notizen gegeben habe (Aus der Heimat Mendelssohns S. 25, Leipziger Messgäste in MGWJ 1901, S. 481, die FamiUe