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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1909-01-01 · 1 (Januar-Februar 1909) · p. Seite 10

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XIII (1909)
Issue
1 (Januar-Februar 1909)
Date
1909-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 l Handschriften untersucht und daun die Citate aus unserem Siddur hoi den mittelalterlichen Autoren gesammelt und besprochen werden. 111 der vorliegenden Abhandlung — die zuerst im Jahrbuch der jüd.-liter. Gesellschaft Bd. V erschienen ist — giebt Marx eine eingehende Geschreibung der bekannten Handschriften und verzeichnet (in einer besonderen hehr. Beilage) alle wichtigen Varianten. Die bedeutsamste Handschrift ist Cod. Sulzberger, die sich jetzt in der Bibliothek des New Yorker Rabbiner-Seminars befindet und früher Halberstam gehört hat (der daraus die תקנות קדמוניות in der Graetz-Jubelschrift ediert hat). Von kleinerem Wert ist die zweite vollständige Handschrift, ms. Bodl. 1095 (eine Kopie davon ist ms. Br. Mus. 614; auch die der Edition'zugrunde liegende Handschrift bildet jetzt ms. Br. Mus. 206). Dann kommen noch einige Geniza-Frngmentc in Oxford und Cambridge hinzu. Alle diese Handschriften enthalten ganze Stücke, die in der Ausgabe fehlen und an deren Authentie nicht zu zweifeln ist. So wird z. B. eine Stelle aus p. 1—2 des hehr. Teiles, nämlich p. 2 1. 14 v. u., im מנהיג ed. Berlin f. 7 b angeführt (s. 1 הקדם. c., p. 26'nr. 8); zu dem Stück auf p. 7—10 s. Marx’Abhandlung p. 12; im Stück p. 16 (zu ed. f. 05 b) hat schon der Stil alle Zeichen der Authentie usw. Dagegen ist wohl in dem Stück p. 19 22 vieles späterer Zusatz (zu dem Citat aus Jehudai, p. 19 1.15, vgl. «1 הקד. c. 34). Umgekehrt fehlen viele Stücke der Ausgabe in den Handschriften, besonders die mystischen, dem llechalotkreise ungehörigen Gebete, die קרישים ליחיד usw. (vgl. Abh. p. 13). Ein ursprünglicher Text wird sich aber auch jetzt nicht herstellen lassen, da z. B. alle Citate aus den späteren Geonim auch hier Vorkommen, ebenso sind die Anführungen Amram’s in dritter Person hier noch zahlreicher als in der Ausgabe (s. z. B. hehr. Teil, p. 23). Jedenfalls aber hat Marx zu einer Neuausgabe wertvolles Material beigebracht und ist es zu wünschen, dass er seine Untersuchungen recht bald fortsetze. — In Einzelnen ist zur Abhandlung noch zu bemerken: p. S zu den Citaten aus dem Jeruschalmi bei Amram vgl. noch הקדם i.c. 25—26. — p. 9n. 31a eine Parallele zu den קהלות אשכנז bilden die אנשי רינוס, die im J. 960 eine Anfrage nach. Palästina senden, s. REJ •14, 237; 48,151. — p. 10 n. 40 anst. Lyck No. 9 1. No. 90, dann ist zu dem Responsum הלכות פסוקות מן הגאונים No. 187 noch zu vgl. Tur Orach Ckajiin 690 (wo in der mir vorliegenden Königsberger Ausgabe ausdrücklich רב נטרובאי, wodurch die Aum. Müllers z. St. hinfällig wird). Zu dem Ausdruck ביה רבעו שבבבל vgl. noch Eppenstein, MGWJ 1908,459. Die Ansicht Eibogens kommt meiner Ansicht nach der Wahrheit am nächsten, nur ist nicht die Synagoge des Exilarchenhauses gemeint, sondern einfach das Haus des Exilarchen in Bagdad, in dem sich immer Richter und Gelehrte aufgehalten haben (so z. B. Zemach b. Salomo bei Chasdai b. Natronai, s. llarkavy, Stud. u. Mitt. IV, 389; vgl. auch das Responsum המדה גנוזה nr. 4 — >vorauf mich A. Epstein aufmerksam gemacht hat — wo es heisst: כך מנהג בישיבה ולפני נשיא also ein Brauch der Gelehrten des Exilarchen). Näheres hierüber in einem, anderen Zusammenhang. — p. 11 n. 45 über Gesuche der Geonim um Geldspenden s. noch meine Bemerkungen JQR XIX, 399. — 12 .<ן n. 53 zu Nissi b. Samuel vgl. noch Harkavy, Stud. u. Mitt. V, 116. — p. 13 n. 55 zu פותה (od. פורה), dem שר שכחה, vgl. die Citate bei Goldziher, Berliner-Festschrift, p. 151, n. 5; REJ LV, 69. LVI, 253. LYIT, 107 u. Berliner, Randbemerkungen zum tägl. Gebetbuche, p. 38. — Samuel 2Jozmnski\.

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