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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-05-01 · 3 (Mai-Juni 1908) · p. Seite 73

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XII (1908)
Issue
3 (Mai-Juni 1908)
Date
1907-05-01
Page
Seite 73 (sequence 9)
Language
German
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73 - eines korrekten Textes verwandt hat, und es muss anerkannt werden, dass seine Edition wohl gelungen ist. Der Text ist von erklärenden Noten begleitet, bis auf wenige Ausnahmen auch von einer deutschen Üebersetzung. ״Die Erläuterungen wollen hauptsächlich die Ueber- Setzung begründen, dann aber auch die Quellen für das im Texte Gesagte nachweisen; auf absolute Vollständigkeit der angeführten Stellen aus der biblischen und talmudischen Literatur war es nicht abgesehen.“ (S. 6). Auch hier soll sogleich hinzugefugt, werden, dass Üebersetzung und Erklärung im ganzen recht gut sind, und das will bei der Schwierigkeit der behandelten Materie viel sagen. Gewisse Dunkelheiten werden bei Uebertragung von Pijjutim immer zurückbleiben, und an manchen Stellen wird sich eine Enigkeit überhaupt nicht erzielen lassen. Einheitliche Normen sind, da die Wissenschaft dieses Gebiet nur spärlich bedenkt, für die Veröffentlichung und Erläuterung von Pijjutim nicht• vorhanden,, werden sich auch nicht leicht aufstellen lassen: dem Fachmann werden die Erklärungen zu viel, dem Unkundigen zu wenig sein. Bei den Qaellenangaben für die Agada begnügt sich der Verf. mit sekundären Werken, wo die Originale nicht allzuschwer zu ermitteln waren. S. 42 z. B. ist aus MÖna Ta’amt IV 2. Für I ist die nebenher angeführte Stelle Jälqut zu Jes. 61 schlagender als die hervorgehöbene Parallele des Verf. — Der Verf. legt nur den zweiten Teil seiner Abhdlg. vor, während der erste, der ״eine vollständige Beschreibung der Handschriften mit genauer Inhaltsangabe nebst Angaben, wo die betreffenden Stücke gedruckt sind, sowie Ver- Weisungen auf die in betracht kommende Literatur“ etc. enthielt, ungedruckt blieb. Der Verf. tat unrecht, die entsprechenden Angaben für die von ihm gedruckten Stücke nicht in seine Abhandlung aufzunehmen, da der Leser auf diese Weise nicht kontrolieren kann, wieweit die Verweisungen des Verf. reichen. So z.* B. weiss man bei No. XIX mit Acr.כרכר*, wo der Verf. schieibt, ״vielleicht Abr. b. Meir ibn Ezra“ nicht, ob er das Stück mit Egers, Divan No. 67 verglichen hat; wahrscheinlich hat er es nicht getan, sonst hätte er von dort einige Verbesserungen für seinen Text entnommen. Es geht übrigens aus dem Gedicht nicht hervor, weshalb es ein Hochzeitslied sein soll, bei Egers z. St. ist auch eine entsprechende Ueberschrift nicht vorbanden. Noch bei einem anderen Gedicht käme es sehr auf die Heranziehung der Angaben aus der Handschrift und der Literatur an. No. VH (S. 32 ff.), bereits von Landshuth, 0nomast;106, zitiert, beginnt אוי לי על שברי נחלה וגברה מכתי שע) מני אמרר בבכי אל תאיצו לנחמני על ש ב ר בת ע0י. Die beiden ersten Zeilen passen durchaus nicht zu der folgenden alphabetischen gereimten Qina, es ist für mich kein Zweifel, dass die gesperrten Worte Anfänge von anderen, teilweise ja bekannten, Qinot sind und das Ganze nur eine liturgische Anweisung darstellt1)« Die Poesie des Jakob b. Isak ha Levi soll künftig mit ihrem richtigen Anfang אררת תפארת zitiert werden. Wie hier der Anfang, so gehört in No. XXIV der Schluss S. 95 f. nicht mehr zum Liede; wenn er auch denselben Bau zeigt, müssen wir ihn doch einer anderen parallelen Poesie zuweisen, von der hier ein nicht gleichmässig gearbeitetes oder in der Mitte lückenhaftes Fragment vorliegt. — Zum Schluss seien noch einige wenige Einzelheiten ver- י) Es handelt sich im wesentlichen um die musivische Verwertung der beiden Verse Jer. 10:19 und Jes. 22,4 (nicht Jer. 22,44, wie e$ irrtümlich S. 37 heisst);

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