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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1907-05-01 · 3 (Mai-Juni 1908) · p. Seite 69

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XII (1908)
Issue
3 (Mai-Juni 1908)
Date
1907-05-01
Page
Seite 69 (sequence 5)
Language
German
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, Sohn des Dajjan R. Jakob P. in der altberühmten Gelehrtenstadt Brod in'Mähren geboren, verlebte seine Studien• und‘ Wanderjahre (1796—1804) in Pressburg und hauptsächlich Posen, wo er Schüler des Rabbiners Josef b. Pinchas, sowie dessen Bruders und Nachfolgers Moses Samuel b. P. war, und wirkte nach einander .als •Rabbiner 4n den Gemeinden Kojetein (seit 1813), Holics, (1820), Eisanstadt, (1822) und Bonyhäd (1841), von welchen die beiden Letzteren zu jener Zeit ziemlich bedeutend waren. Bereits zu Eisenstadt ward ihm das Amt in den letzten Jahren durch das , schrankenlos herrschende) Baraossrin- *tum. verleidet,, aber erst in Bonyhäd sollte sich das »schmerzensreiche Schicksal vieler damaliger Rabbiner in seiner ganzen Bitterkeit an ihm erfüllen. Obwohl nämlich des Deutschen in Wort und Schrift mächtig und von toleranter Gesinnung, widersetzte, er .sich dennoch den Neuerungen, die in Synagoge und Schule damals in B.eingefuhrt werden sollten, und zog sich dadurch die gehässigsten Angriffe **und unbarmherzige Verfolgung von Seiten des* Gemeindevorstandes zu, 4die ז ihn schliesslich zwangen, sein Amt niederzulegen und sich.nach seiner Vaterstadt zurückzuziehen, wo er kurz darauf starb ׳und &uch be• graben wurde. Ein erschreckendes, trostloses Bild,,das von den Schicksalen eines tüchtigen und gelehrten Rabbiners . jener.Zeit. hier entrollt wird. 3 sogen. *rn^vBriefe, in ׳extenso mitgeteilt, sowie verschiedene Einzelheiten aus dem Leben damaliger *Gemeinden und. ihrer Rabbiner bilden eine wertvolle Bereicherung unserer Kenntnis jüdischer Zeit• und Familiengeschichte. Merkwürdig ist, "dass der gelehrte Verf. sich entschlossen hat, in seine so ernsthafte Arbeit verschiedene Anekdoten und wunderliche Episoden aüfzunehmen (p. 8 n. 6, p. 9 n. 2, p. 10 11 und 14/15, p. 24 n. 2), die etwa in ein כר דברים ערבים passen würden. Auch sonst ist die Darstellung, obwohl im Ganzen interessant, doch etwas zu breitspurig und ausführlich. Dagegen ist Einzelnes besonders treffend und schon ausgeführt, z. B. die Beschreibung des Cheder (6), des Uebergangs in י die Aufklärungs- .zeit (25—27), der Einrichtung der neuen Schulen (37). Unrichtig ge• schrieben sind die Städtenamen, 8) בירטו) und 27) זאלקיעוו). rP. 8 n. 5 ergänze zum Zitat aus Grätz, Geschichte ״Band XIa. P. 27 ist ,die Angabe des Jahres (1832) ausgefallen in weichem HirschHelller-seinen Sitz von. Bonyhäd nach Ungvar verlegte; י Gemäss p. 21 n. 3 *»wurden P. in Eisenstadt 7 Kinder geboren; da aber nur 6 namentlich?aufgeführt werden, so ist vielleicht ד Druckfehler für ר. P. 25 ist die 'Rede von den 8 bedeutendsten Gemeinden Ungarns, es wird aber nur Bonyhad genannt. Als die. beiden Anderen . sind - wahrscheinlich Press• bürg und Altofen gemeint. Nicht erwähnt ist, dassiP. nach dem Tode Moses Münz' sich um die Rabbinerstelle in Altofen bewarb .und .da• selbst auch predigte, jedoch erfolglos. Von zusammen 13-Kindern machte sich als Autorität auf talmudischem Gebiete!:einen Namen Meir P. (1811—1893), 59 Jahre Rabbiner in; NagyrKerely.;An ihn gerichtet ist ein Responsum des R. Moses י Sofer, das hier am Schlüsse (186^489) angehängt ist. Die Sammlung P.’scher Responsen selbst zählt 30 Nummern* (Bei 2—4 ist die Numerirung ausgefallen),. Eigentümlich ist, dass der Herausg..nichts aber die Korrespondenten des Verfl’s zu sngen für nötig hält. Es sind zumeist Amtsgenossen und Schüler,' sein Söhn Meier P. und sein Schwiegersohn' Abraham Hirsch Abeies, Rabb. in Cärbopärd. Nr. 14 (102—111) ist ■eine Replik, an Moses Sofer gerichtet und von Holics datiert, während!alle andern Respp. aus Eisenstadt und Bonyhäd stammen. Die Anordnung *ist keine

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