Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- X (1906)
- Issue
- 1/2 (Januar-Februar 1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Juramentum est tale: Der ansprake de dy desse man tigghet, der bistu vnschuldicb, dat dy god alszo helpe, de de erde schop vnd den hemel op hoff, vnd de dy ee sereff mit synen vingher an eyne steynen tafele, dy he moysi gaff, dath he sy dy brachte vnd alle dynen ghe sclechten, vnd de dar by genesen dechten, offt du hest vnrecht, dess dick dessze man tygheth dath du alszo dygest alsze zadom vn gomorra deden . . . etc. Dat du gewandelt werst in eyne sule alsze lotthes wiff. Zu den von Lewinski auf S. 148 dieses Jahrganges und S. 50 von Jahrg. VIII veröffentlichten niederdeutschen Formeln des Judeneides dürfte die vorliegende Formel, deren Auffindung ein Verdienst des hiesigen Oberlehrer Dr. Grupp ist, eine willkommene Parallele bieten. Daniel Bömbergs Büeher-Verzeiehnis. Von A. Freimain). Ueber Bücherpreise sind wir nur sehr ungenau unterrichtet. Steinschneider hat im Artikel ״ Jüd. Typographie“ in Ersch u. Gruber IJ, 28 S. 33 mehrere Belege gegeben. Die Preisangaben für Inkunabeln habe ich in meinem Aufsatze ״Ueber hebr. Incunabeln“ Leipzig 1902 S. 4 um einige Beispiele vermehrt. Für den Zeitraum bis 1548 trage ich zu den Angaben in Ersch u. Gruber noch folgende nach. כל בו ed. pr. Neapel 1490 kaufte man 1575 für 15 Bolognesi (0. B. p. LXXX1I1). Das Gebetbuch Ichenhausen 1543 kostete eine Krone (EL B. XII, 127), 1518 wird eine hebräische Bibel für 8 fl. und 1520 eine solche mit Kommentaren für 14 fl. verkauft (Oskar Hase, Die Koburger, 2. Aufl. Leipzig 1885, S. 386.) Bei diesen spärlichen Nachrichten begrüssen wir die Bücherliste eines Venediger Buchhändlers, vielleicht gar Daniel Bömbergs, die er vor 1542 dem Züricher Conr. Gesner sandte und die Gesner in seinem Buche ״Pandectarum sive Partionum universalium“ . . . libri XXL Tiguri 1548 p. 41b mitteilt, um so freudiger. Schon J. Chr. Wolf hat in der Vorrede seiner ßibl. Hebr. p. 1 auf diese Bücherliste hingewiesen und beklagt mit Recht, dass in ihr meist die Druckorte und stets die Druckjahre fehlen. Zunz Z. G. S. 10 schreibt von Conrad Gesner (gest. 1565) ״er ist der erste, der einen Katalog hebräischer Bücher mitteilt.״ Die Liste ist nach 1541 abgeschlossen, da Eli» Levita’s Tischbi noch aufge-