Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- IX (1905)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1905)
- Date
- 1905-05-01
- Page
- Seite 95 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Bemerkungen zur Originalaufgabe erlauben. Das Buch behandelt Erde, Bimmel, Sterne und Zeitrechnung (p. 112—96). DerVerf. kennt die Bibel nur aus Uebersetzungen u. s. w. und hebt die Un- Sicherheit einzelner Wortbedeutungen hervor. In Bezug auf historische Kritik gehören seine Gewährsmänner natürlich der Linken an. In der chronolog. Partie beruft er sich oft auf Ideler (p. 187: der Talmud. Tractat ״Eriehin“). Die Sabbatperiode von 49 Jahren nähere sich sehr dem Metonschen Cyklus, sei aber nur aus dem Princip der Siebenzahl hervorgegangen (p. 194), wie die astrologische Bedeutung der sogen. 7 Planeten nicht aus empirischer Beobachtung (p. 165). — ״Es ist keine kleine Ehre für die jüdische Nation, die astrologische und jede andere Art von Divination als Irrtum erkannt zu haben" (p. 66). — Die Bezeichnung der Monate durch Ziffern trat mit der Errichtung des Salomon’schen Tempels ein. (p. 1881t). 59. W. Lüdtke, der Bericht des Harun ben Jahja über Born. Aus den Römischen Mitteilungen 1904, S• (132—41, teilt Einiges aus 1. Marquart, Osteurop. u. ostasiat. Streifzüge, Leipzig 1903, S. 260—69, mit und bespricht es mit Benutzung anderer Quellen. S. 140 wird bemerkt, das Material zu Nachrichten über abendländische Hauptstädte in orientalischen Schriften stamme aus Mitteilungen jüdischer Handelsleute (Jakut bei Guidi, La descrizione di Roma eca, im Archivio della Soc. Rom. di Storia Patria l, 173—217 § 4). Rosen (Zapiski costonc. .. . archeol. t. 11, 1899, p. 393 A. 2, 400 ff) weist einen merkwürdigen Abschnitt des türk. Textes [einer Beschreibung Roms, bei V. D. Semionow, Tür. Legend.’ etc.4 Peiersb. 1898] als jüdische Fabel nach, und folgert daraus, dass die Juden vielleicht (!) stärker an der Verbreitung dieses ganzen Legendenkreises beteiligt waren, als man bisher annahm". Da ich nicht russisch verstehe, muss ich die nötige Prüfung dieser Combinationen denjenigen empfehlen, die es verstehen. Mangelhaft und einseitig ist die Bemerkung über die Bezeichnung Roms durch בד אלאצסר (das sind die Kaiser als Flavii) nnd אתם Esau, (s. Jew. Lit. p. 291 n. 44, HB. XV, 641). Dass in der Legende von den 550 Widdern, die Jakob dem Esau gibt ü. s. w., der ״ Hass der Juden“ gegen Rom sich kundgebe ist nicht correct“; doch führt dieses auf das allgemeine Thema über die Gestaltung jüdischer Äggadot und Midraschim in der arabischen Literatur, das einer Monographie bedarf. 60. Max Goldstaub, Physiologus-Fabeleien über das Brüten des Vogels Strauss (Sonderabdr. aus Festschrift Tobler, Braun- 1j Sachau hat seine Hypothese zurückgenommen.