Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- VIII (1904)
- Issue
- 2 (März-April 1904)
- Date
- 1904-03-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Vorkommen, rührt daher, dass England indische Soldaten und unter diesen auch ״Bene Israel“ nach Aden in Garnison schickt. Nach der Dienstzeit sind dann diese indischen Juden in A. geblieben. Dr. Ch. sucht mit grosser Sachkenntnis über alle einschlägigen Verhältnisse und teilt alles nötige mit, damit die hebräische Inschriften als Geschichtsquellen verwertet werden können. Er erwähnt das früher über Grab- Schriften aus Aden Veröffentlichte und kritisirt die fehlerhaften Anschauungen über deren hohes Alter. Alle die vorliegenden Epitaphien, —von denen auch eine Anzahl in Facsimile mitgeteilt werden— stammen aus dem 16—19 Jahrh. Die Datierung ist je nach der seleucidischen Aera (mit Weglassung der 2000״“) oder nach der Weltschöpfungsära; auf einer Inschrift (v. J. 1697) sind beide Aeren vertreten. Es wäre höchst wünschenswert, dass noch mehreres aus der Abklatschsammlung veröffentlicht werde, namentlich um die Namenkunde und die Kenntnis der bürgerlichen Verhältnisse zu vermehren. Ueber die Behandlung der offenbaren recht schwierigen indischen Inschriften steht mir kein Urteil zu. Von Einzelheiten erwähne ich nur, dass unter den Eulogien (S. 5 § 2) vor allem נ״ע״ג benutzt wird נשמתו עדן גן. Zu den Bemerkungen des Verf. über Herkunft (cf. Ez. 28,18) und Bedeutung dieser Eulogie ist noch hinzuzufügen, dass die Unlust עע) נ״ג״ע) zu schreiben ihren Anteil ah die Bucbstabenordnüng, hat. So findet man ja auch , in Druckwerken für die Nummern 275: רהע (statt רעה) und für 844: שדם (statt שמד). Unter den Eulogien hätte noch Platz« finden sollen שמרהו צורו ש״צ, das nicht (wie S. 6 § 2 geschieht) als שליח צבור aufzulösen ist (vgl. Munk, Guide I p. 8 A. 4). Sehr frei ist die Orthographie (S. 6 §5): הזקונה ,דביקה (ד.יךא =) היארא, wie ähnliches auch auf früher veröffentlichten Grabschriften vorkommt. Von den rühmenden Titulaturen ist besonders beliebt המאושר (S; 6 § 4). Die Verbindung הירא שמים (S. 11) ist nicht auffallend, so wenig wir uns jetzt an הכתב עת u. ä. stossen.1) Das unverstandene גז׳׳כ (S. 18) ist "28 ג״וב. Genau so p. 16 n. 14. S. 17־ n. 15 ist יח in "16 י/׳וו zu emendiren, wonach der Wochentag stimmt (26. H. 1846 Sonntag). * Zu den Bilinguen bemerke ich nur, dass S. 18 n. 1 statt י*ז zu lesen: י/,ט, und S. 19 n. 4 תרמ״ז (statt תרפדיו); ferner S. 19 n. 5 nicht nur [תש[רי, wie Dr. Gh. schon selbst andeutet, statt [חש[ון, sondern auch שלשים statt שלשה עשר. Das Indische giebt die Gewissheit. Dagegen ist die Bilinguis n. 6 (S. 19 und S. 19) ein mir unlösbarer Widerspruch, da der Monat תמוז, der im hebr. Teil angegeben, nie bis zum 16. August (im indischen Teil enthalten) reichen kann. — Eine beigegebene Photographie zeigt die Stadt Aden mit dem Friedhofe, dem wir diese Denkmäler und also auch deren treffliche Bearbeitung zu danken haben. — JD. Simonsen.] CHAGIS, M., אלה המצות, Die 613 Gebote u. Verbote nebst Anmerkungen. Przemysl, Druck v. Supnik u. KnaUer, 1903. 148 u. 140 S. 8«. EHRENFELD, J., שבט סופר, Erklärungen zu Genesis u. Exodus. Munkacs, Druck v. Kahn u. Fried, 1903. (2) 70 (1) ßl. 4». *) Eine der kuriosesten Schöpfungen der modernen hebräischen Journaüstcnsprache ist wohl הרופיו״ת d. h. ״das Bussen- und Pöientum“ mit Bildüng eines Abstractums aus einer Abbreviatiön.