Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1903-01-01 · 1 (Januar-Februar 1903) · p. Seite 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VII (1903)
Issue
1 (Januar-Februar 1903)
Date
1903-01-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2254995-7565911-7600121--1270-2256209
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

28 gestellt. Der letzte schliesst mit der Bemerkung: wenn in Belgien eine Semitenfrage existiere, so sei die Lösung auch nicht durch Ausnahmegesetze herbeizuführen: ״il depend, en effet, de nous d’ecarter -tont danger par notre seule initiative privöe“. — Der vorsichtige und objective Charakter der Vorträge lässt eine vollständige Veröffentlichung als erwünscht erscheinen. 25. Dr. Gustav Wertheim, Prof, am Philantropin in Franklürt am Main, gest. am 31. August 1902, geboren zu Imbshausen in Hannover 9. Juni 1843, war nicht bloss ein tüchtiger Lehrer, sondern auch ein Gelehrter auf einem Gebiete, welches erst in neuerer Zeit den Kreis seiner Pfleger erweitert. Seine einfachen Lebensverhältnisse schildert ein Nachruf von H. Dobriner1') in der Zeitschr. für mathematischen Unterricht, benutzt von G. Eneström in einem, auch besonders abgezogenen Artikel ״Gustav Wertheim“ (Bibliotheca Mathematica III. Folge, III, 395 —402, mit Portrait), worin W.’s'Verdienste um die Mathematik, insbesondere die Geschichte derselben, gewürdigt werden. Zu den betreffenden Schriften gehören über jüdische Autoren (Enestr. S. 398/9) eine Abhandlung: Die Arithmetik des Elia Misrachi (1874, verb. 1896) und 2 Aufsätze über Schriften von Emanuel Porto in der Monatsschr. f. Gesch. u. W. d. Jud. 1897/8. 26. Ein Gebetbuch, Ritus Köchin, ist von der k. Bibliothek erworben (Sign. Eu. 1080), verschieden von Ausg. Amsterd. 1757 (Zedner 455, Rosentbal 700: 78 Bl., Zunz Ritus 57). Titelbl. fehlt, es dürfte שירים מנהג של קהל קדוש קורן gelautet haben; zu Anf. findet sich 1 Bl. eines Registers, folgt Bl. א bis קלא, f. 130 beginnt ליום בסוד. Kann Jemand Näheres über diesen Druck angeben? 27. Im J. 1343 dedicirte Leo Hebraeus dem Philipp de Vitry, einem hervorragenden Lehrmeister der Musikwissenschaft, eine auf Verlangen desselben verfasste Arbeit über musikalische Intervallbestimmungen (nach Caussemaker, Script., bei Riemann, Gesch. d. Musik im IX—XIX Jahrh., Leipz. 1898 S. 228, angeführt von Birnbaum, Einleit. Worte zu d. liturg. Uebungen H., Abdr. aus Israel. Wochenschr. 1902 N. 26, S. 3 Col. 1). — Die Musiktheorie gehörte bekanntlich als 4. Disciplin in die Mathematik, insbesondere die Lehre von den Intervallen — hat doch der berühmte Euler nach mathematischer Berechnung Variationen verfasst, allerdings correcte, aber nicht ansprechende. — Demnach zweifle ich nicht, dass jener Leo kein anderer ist, als Levi b. Gereon, gest. 1344. Schon 1342 war für Papst Clemens VI. eine lateinische Ueber- 1j [Dr. H. Dobriner ist am 25. November 1902 als Oberlehrer am Philantropin in Frankfurt a. M. gestorben.] Fr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.