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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1902-02-01 · 2 (März-April 1902) · p. Seite 47

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VI (1902)
Issue
2 (März-April 1902)
Date
1902-02-01
Page
Seite 47 (sequence 15)
Language
German
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11 GALLINER, J., Abraham ibn Esra’s Eiobkommentar auf seine Quellen untersucht. Berlin, Poppelauer, 1901. 59 S. 8°. [Die Orginalität der Exegese ibn Esra’s äussert sich nicht so sehr in den Erklärungen selbst, als vielmehr in der Art und Weise, wie diese Erklärungen vorgetragen werden. Ibn Esra schöpft nämlich sehr reichlich aus seinen Vorgängern, wenn er sie auch nur zum Teil nennt. Eine verhältnismässig vollständige Uebersicht dessen, was i. E. eigen ist und was nicht, wird erst dann möglich sein, wenn die älteren Exegeten, wenigstens soweit sie erhalten sind, veröffentlicht sein werden, und dies festzustellen wird dann auch eine der Aufgaben einer kritischen Ausgabe des i. E. sein. Galliner will das vorläufig an einem Beispiel nachweisen und hat zu diesem Zwecke den Comm. zu Hiob gewählt ״weil wir hier inbezug auf die vorzunehmende Quellenuntersuchung günstiger gestellt sind, als bei den anderen Comm. i E.’s“, nämlich weil auchSaadja zu diesem Buche ediert ist. Wir erachten aber, dass gerade Hiob sehr ungünstig gewählt ist, weil hier i. E. keinen eigentliehen Comm. geliefert hat, sondern vielmehr kurze Erklärungen, die grösstenteils den Charakter von Randglossen tragen, ja oft haben wir den Eindruck, als ob nur ein Entwurf uns vorläge. Es hätte sich z. B. viel besser Jesaja geeignet, wo wir bereits eine kritische Ausgabe (ed. Friedländer) besitzen, und wo ausser Saadja auch noch ibn Bal‘äm, eine der Hauptquellen i. E.’s, ediert ist. — G. geht nun die einzelnen Quellen durch, und es zeigt sich, dass auch hier Saadja und Abulwalid hauptsächlich benutzt sind. Für Saadja stand G. noch nicht die vortreffliche Ausgabe Bacher’s zu Gebote, sonst hätte er sich überzeugt, dass auch die Ausführungen i. E’s über die Persönlichkeit Hiob’s und seiner Freunde (p. 9—10) dem Gaon entnommen sind (ed. Bacher p. 9). Andererseits ist z. B. die Erklärung zu 27,8 (p.21״) nicht mit der Saadja’s identisch, und G. hat die Verba nbo und סל verwechselt. — Abulwalid wird zu Hiob nur einmal erwähnt, aber von ihm stammt, wie G. nachweist, eine Unzahl von Erklärungen. Manche aber sind zu streichen. So z. B. zu 21,13 (p. 37). I. E. sagt, dass sie (die Frevler) schnell ohne Schmerzen sterben (vgl. auch Raschi), Abulwalid dagegen leitet hier רגע von הרגיע ,ruhen“ ab. Ebenso erklärt i. E. ישאגי in 32, 22 als ״verbrennen“, wie 2 וי שאם. Sam. 5, 21, Abulwalid dagegen als ״versetzen“ wie Ez. 17,9. Unbegreiflich ist es auch, warum G. die hebr. Uebersetzung, und nicht das arab. Original des Abulw. benutzt hat. — G. bespricht auch die Abhängigkeit des i. E. von Massora, Talmud u. Midrasch (p. 13—15). Hier hat er aber den Sinn zu 40,15 nicht ermittelt. Gemeint ist selbstverständlich nicht, dass die Tiere an einem Tage mit Adam erschaffen worden sind, da dies doch nach der Schöpfungsgeschichte Unsinn wäre, vielmehr bezieht sich der Derasch auf das . Wundertier (בהמות), das hier beschrieben wird. Die Quelle war vielleicht ‘ ein Midrasch zu Hiob, der einst existiert hat (s. meine Ausführungen Revue 40,283; vgl. auch מעין גנים z. St.). Gen. rabba 7,7 hat mit unserer Stelle nichts zu thun. — Weiter werden als Quellen nachgewiesen: das Targum, Jehuda ibn Koreisch, Menachem b. Saruk, Hajjüg (der zu 38,5 erwähnt wird), Hai Gaon (wird an 6 Stellen erwähnt, s. p. 29; den Nachweis zu 11,17 hat G. meinem Mose ibn Chiquitilla p. 182 entnommen, die Zusammenstellung von 39,18 תמריא mit 1 מריא. Sam. 6,13 rührt nicht von Hai her, s. ZfHB. I, 98), ibn Chiquitilla und Jizchaki. Was den vorletzten anbetrifft (p. 42—44), enthält die Oxforder Handschrift doch mehr von s. Comm., als ich

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