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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1902-02-01 · 2 (März-April 1902) · p. Seite 37

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
VI (1902)
Issue
2 (März-April 1902)
Date
1902-02-01
Page
Seite 37 (sequence 5)
Language
German
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87 [BIBEL,] מקרא מסורש, Pentateuch m. neupersischer Uebersetzung von Simon Cfiacham, 1. 2. Genesis u. Exodus. Jerusalem, Druck v. S. Zuckermann, 1901. (7), 212, (1), 185, Bl. 4V BRAUN, J., כית ישראל, Homilien zu Exodus u. Gelegenheitspredigten, nebst 8 Responsen. II. Teil. Paks, Selbstveilag, 1901. 5 u. 47 Bl. 8°. M. 1.— [Teil I s. ZfHB. Y, 85.] EHRLICH, ARNOLD B, מקייא כפשוטו, Die Schrift nach ihrem Wortlaut. Scholien und kritische Bemerkungen zu den heiligen Schriften der Hebräer. Berlin, Poppelauer, 1899 — 1900. Erster Theil: Der Pentateuch. X u. 385 S. — Zweiter Theil: Die prosaischen Schriften. XI u. 471 S. gr. 8°. [Auf dem hebräischen Titelblatt verschweigt der Verfasser seinen Namen und nennt sich שבתי בן יום טיב אבן בודד. Das Buch trägt ein arabisches Motto und ist den Manen Franz Delitzsch’ gewidmet, der des Vrf. *väterlicher Freund“ war; die Einleitungen sind datiert לחרות ארצות הברית — Alles geringfügige Xeusserlichkeiten, die wir nicht erwähnt hätten, würden sie sich nicht nach eingehender Lektüre des Buches selbst als charakteristisch ergeben haben. Noch nie hat ein Mann, der jüdisch denkt oder jüdisch fühlt über Männer, die mit vollem Recht als der Stolz und die Zierde des Judentums bezeichnet werden dürfen, mit soviel Gift und Galle geschrieben, wie der Vrf. , der nur aus Liebe ' zur Wahrheit und aus Anhänglichkeit לאחי ועמי seine Arbeit geschrieben und veröffentlicht haben will. Hasserfüllt eröffnet E. einen *vernichtenden“ Feldzug gegen die *ראשונים“, d. h. Tannaiten und Amoräer, und erbarmungslos werden die jüdischen Commentatoren und Grammatiker von den ältesten Zeiten bis incl. S. D. Luzzatto in den Koth gezerrt. Man »muss annehmen, dass dieser Kampf, nicht etwa eine Erklärung der Bibel, vom Vrf. beabsichtigt war. Sonst hätte er bloss in einem Satze — vielleicht wäre auch dieser überflüssig gewesen — zu bemerken gehabt, dass die ראשונים keine *Kritiker“ waren, infolgedessen nicht annehmen konnten, dass z. B. der eine Vers nur die falsche Auffassung wiedergibt, die ein späterer Stümper von einem ältem Verse hatte, und so mussten sie, diese einfältigen ראשונים, die Bibel anders erklären als er, der moderne Kritiker, der von dem ganzen schönen, alten Bau nicht einen Stein auf dem andern lässt! Nach einer solchen Erklärung hätte ein halbes Buch ungeschrieben bleiben können, und das wenige Geniessbare in dem Werke wäre dem Leser, der noch einen Funken von Achtung vor den alten Lehrern besitzt, nicht vergällt worden. Oft hat der Verf. die Worte der ״Alten“, gegen die er mit aller Schärfe polemisiert, nicht einmal gelesen, und in gar vielen Fällen nimmt er es mit der hochgepriesenen Wahrheit nicht sehr genau. Dieses Urteil durch Belegstellen zu erhärten, ist hier nicht möglich. . Zwei oder drei Stellen beweisen für ein Buch von solchem Umfange Nichts, für eine genügende Anzahl von Belegen aber reicht der Raum eines Referates nicht hin. Allein was wir hier unterlassen, wird in einer besondern Broschüre nachgetragen werden, die hoffentlich bis zum Erscheinen der nächsten Nr. dieser Zeitschrift die Presse verlassen haben wird. Wir verweisen schon hier auf diese Broschüre mit dem Bemerken, dass sie unsere Leser zu •ermässigtein Preise erhalten können. — B—?/.]

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