Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- V (1901)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1901)
- Date
- 1901-11-01
- Page
- Seite 176 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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176 genannten Verbandes, zum hundertsten Geburtstag Luzzattös in Einzeldar- Stellungen das Leben, die Leistungen und den Charakter Liizzattos uns vorzuführen. Das Gedenkbuch ist eine populäre Gelegenheitsschrift im besten Sinne des Wortes. Bernfeld, der die Veröffentlichung anregte, beginnt mit einer Biographie (S. 1—22) und einem Verzeichnis der Schriften und Aufsätze L’s (— 24). Die bekanntesten, literarisch bedeutsamen Mitglieder der Familie L. bespricht M. Brann (— 48). Pb. Bloch giebt zum ersten Male eine Zusammenstellung und kri-* tische Würdigung der religioDsphilosophischen Anschauungen L’s (— 71). Ueber die exegetische Thätigkeit des Gelehrten spricht A. Berliner unter Anführung vieler Beispiele aus dessen Schriften (— 84), als Literarhistoriker schildert ihn M. Kayserling in seinen Beziehungen zur Literatur und den Literaten (— 102), eine Charakteristik des nie hoch genug geschätzten Menschen haben wir aus der Feder von W. Bacher mit vielen Belegen aus dem Epistolario, und endlich lässt Henriette Hirschberg die poetische Uebertragung einiger Poesien des Meisters folgen. (S. 110 ff.) — Es fehlt ein Artikel über Luzzattös Leistungen als Sprachforscher, die allerdings in populärer Weise schwer zu schildern gewesen wären, aber für eine Würdigung L’s unentbehrlich waren. Dem ganzen mangelt Einheit der Redaktion oder vorherige Abgrenzung der einzelnen Gebiete, so dass einige charakteristische Stellen aus L’s Briefen zwei oder gar drei Mal wiederkehren. In der Uebersicht über die Schriften hätte zur grösseren Klarheit auf den von Jsäia L. herausgegebenen Catalogo ragionato ecc. hingewiesen werden sollen. — Es bleibt zu wünschen, dass bei den in den nächsten Jahren häufig wiederkehrenden ähnlichen Gelegenheiten gleichartige Veröffentlichungen folgen mögen. — J. Elbogen.] MITTHEILUNGEN der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler. I. Zweck und Ziel der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler zu Frankfurt a. M. Frankfurt a, M. 1900. 38 S. 2°. [Die 1897 in Frankfurt durch den Director des Düsseldorfer Kunstmuseums, Herrn Frauberger, ins Leben gerufene Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler will nach den vorliegenden Angaben Fr.’s: 1״. Die künstlerischen Reste aus der Vergangenheit und die künstlerischen Leistungen der Gegenwart, soweit sie von Juden oder für die Zwecke des jüdischen Cultus geschaffen sind in Abbildungen, Nachbildungen und Originalen sammeln. 2. Die gewonnenen Sammlungen in geeigneter Weise für wissenschaftliche und künstlerische Zwecke nutzbar machen“. Das prächtig ausgestattete Buch, das die genauere Ausführung des Planes bietet, enthält 23 Abbildungen von Synagogen, Cultusgegenständen u. drgl.] NORD AU, MAX, Mowy ze zjazdow syonistycznych w Bazylei. Warschau, Achiasaf, 1900. 47 S. 8°. [Uebersetzung der Reden Nordau’s, gehalten auf den ersten drei Congressen in Basel.[ PINSKIER, LEON, Samowy zwolenie. Przeklad z niemieckiego. Warschau, Achiasaf, 19U0. 35 S. 8°. [Uebersetzung von L. Pinsker’s ״Autoemancipation“.] SOHLATTER, A., Inledning tili bibeln. Ofvers. af P. Montan. Upsala, Schultz, 1899. IV, 502 S. 8°. Kr. 3,50.