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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1901-03-01 · 2 (März-April 1901) · p. Seite 34

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
V (1901)
Issue
2 (März-April 1901)
Date
1901-03-01
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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sächlich als tJmgangsspr&che benutzt wird, ist der Mangel eines solchen Wörterbuches längst lebhaft empfunden worden. Dem soll nun durch den מלון abgeholfen werden. Es kam daher Herrn B. J. nicht hauptsächlich darauf an, sprachvergleichende Studien anzustellen, was übrigens auch gar nicht sein specielles Fach ist; ihm war vielmehr darum zu thun, das Hebräische, welches ihm zur Muttersprache geworden, durch das Hebräische selbst zu erweitern und zu bereichern. Zu diesem Zwecke zog Verf. zunächst — hierin liegt auch die Schwere seiner Aufgabe — die gesammt-j üdisch e Literatur bis auf die Jetztzeit, keinen Dichter noch Denker noch auch Belletristiker, so er nur Hebräisch schrieb, übergehend, zu Bathe, und die peinlich gewissenhafte, sorgfältige Durchsicht dieses Riesenmaterials lieferte in der That staunenerregende Resultate. Fürs Zweite soll die Sprache durch Neubildungen, die gegen den Geist des Hebräischen nicht verstossen, eine weitere Bereicherung erfahren. Manche solcher Neubildungen, die bereits anderweitig Bürgerrecht gefunden, sind in der That als gelungen zu bezeichnen. Die Mühe, welcher Yerf. sich unterzog, ist wahrlich keine geringe; das Ergebnis» nach dieser wie jener Richtung hin belohnt sie ihm reichlich. Schon das vorliegende Heft bietet eine Fülle des Neuen und Wissenswerten; in den 36 Druckseiten, welche auf das eigentliche Lexicon entfallen, indem die ersten das Vorwort einnehmen, ist der Buchstabe א nicht weiter als bis zu dem Artikel אגורי gekommen. Der מלון hat eine doppelte Einteilung: er ist, wie ähnliche Werke, zunächst alphabefisch geordnet; dann aber gruppieren sich alle die Synonymen und verwandten Begriffe unter dem Schlagworte, welches den Hauptbegriff wiedergiebt, so dass auch hier das Praktische dem Verf. vorschwebte. Unpraktisch aber war es, dass Herr B. J. einen beträchtlichen Raum mit Noten anfüllte, die dem Laien unverständlich, für den Fachmann aber ganz überflüssig erscheinen. Dadurch wird das Werk voluminöser, im Preise teuerer, ob aber auch wertvoller, ist noch fraglich. Wozu auch die Worte ״מדרש מלים״ vor jeder Note, die sich oft 6—8 Mal auf einer und derselben Seite wiederholen? Auch mögen einige Ungenauigkeiten hier in wohlwollender Weise gerügt werden. S. 1 וקאם (Hosea 10,14) hält B. J. für die ältere und somit die ursprüngliche Schreibweise, die mit Kamez ohne א hingegen für die jüngere. Ist denn aber die Bibel, namentlich Dt, woselbst 31,16) וקם) vorkommt, später geschrieben worden als Hosea? In dem Hosean’schen וקאם tritt uns nichts anderes als syrischer Einfluss entgegen, in welcher Sprache bekanntlich das Impf, der ע״ו - Stämme durchgehend» א annimmt. S. 9 zu Artikel אבול hätte wohl Daniel 8,2 zumindest erwähnt werden sollen. S. 24 s. v. אבנט bemerkt B. J. in der Note: . . . *בנט אין, לא בעברית ולא ב שאי הלשונות האחיות,׳. Wir wollen Herrn B. J. keinen Vorwurf machen, dass ihm so manche werthvolle Schrift entgangen ist; allein er hätte doch bedenken müssen, dass לא ראינו אינו ראיה. Der G ס Stamm findet sich wohl im arabischen *uLüat, wie schon Prof. Barth, Etymologische Studien . *. . Beilage zum Jahresbericht des Berliner Rabbiner ־ Seminars, 1891-92, S. I, nachweist. Zu אבץ (S. 25ו war auf Berliners Targum Onkelos, das עבץ mit ע liest (Num. 31,12), zuverweisen. — Wir hätten noch so Manches zu bemerken, behalten uns aber eine eingehendere Besprechung für die folgenden Hefte vor. Das Werk, auf 4 Quartbände berechnet, soll, wie bemerkt, in Lieferungen von 3—4 Druckbogen stark, erscheinen. Anzahlungen, damit die

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