Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1898)
- Date
- 1898-05-01
- Page
- Seite 81 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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81 sehen, im Buche erwähnten, Gedichte findet das Werk seinen Abschluss. Dasselbe ist als eine der bedeutendsten literarischen Leistungen auf dem Gebiete jüdischer Wissenschaft zu bezeichnen, birgt es doch eine Fülle von Material, das ebensosehr die Kunde historischer Yorgänge und kulturgeschichtlicher Momente fördert, als auch zur Kenntnis von Ritus und Liturgie, von Eigennamen und Bevölkerungsstatistik während des Mittelalters in hervorragender Weise beiträgt. — Im Folgenden mögen einige Bemerkungen ergänzenden bezw. berichtigenden Inhalts ihre Stelle finden: S. XXXIY. וועדרויא, das im Memorbuche von Minden verzeichnet ist, weist auch das vom Referenten eingesehene Gedenkbuch der Gemeinde Hannover auf, woselbst S. 8b zu lesen ist: מדינת. וועדרא Wetterau. S. 118 Z. 6 muss es heissen]: Jüd. Yolksbl. IV, 1857 N. 50 statt No. 29. S. 144, Kreuznach (S. 4, 20, 80: כןרוצנכא, S. 81: קרייצכוך); es findet sich auch eine dritte Schreibart,קראשנך (Maharil GA 58), vergl. hierzu Berliner im Magazin 1888 S. 143 f. S. 155, גולכא Jülich; das Memorbuch von Hannover hat S. 8a: גייליך. S. 239, letzte Zeile ist statt Hilch. Tefillah XXIY, 7 zu lesen: XIY, 8 und statt Hilch. Sabbat XIX, 2 zu setzen: XIX, 18. S. 246: Hinsichtlich der Schreibweise שטיושפורק sei auf Steinschneider, Verzeichniss der hebr. Handschriften der Kgl. Bibi, zu Berlin, 1. Abt. S. 2 hingewiesen, woselbst Strausburg gleich Strassburg ist. In Hagah. Maimon., Hilch. Hag‘alah wird ד״י משטדאסבורג angeführt. Das bei S. erwähnte Datum: 16. Febr. 1849 stimmt nicht mit der Angabe bei Weiss, Geschichte und rechtliche Stellung der Juden im Fürstbistum Strassburg S. 9, überein. (״Am 13. Februar werden die Juden gefangen und am folgenden Tage alle zusammen auf ihrem Friedhof verbrannt“). S. 248 und dazu S. 266 Anm. 2 wird das Memorbuch von Münden, bezw. Hannov.-Münden citiert, es muss dafür: Minden (Westfalen) heissen, vergl. S. XXXIV No. 42. S. 250: Bezüglich der Märtyrer von Eger bemerke ich, dass das mir vorliegende Memorbuch der Gemeinde Osterode a. Harz den Passus enthält: קדושי איגד תרי נערים. S. 267 fehlt die Angabe, dass auch im Jüd. Yolksbl. XIII, 1866 No. 33 die archivalischen Mitteilungen Karl von Haisters, die Juden zu Naunburg a. d. Saale betreffend, abgedruckt sind. S. 268: In אופל dürfte wohl nicht Oppeln, sondern Eupel (auf der Strecke Cöln-Wetzlar-Gisssen) zu erblicken sein. S. 269: Das Memorbuch von Hannover S. 8b hat die LA: דירינגי Thüringen. S. 270 fehlt nach ״Mark Brandenburg“ die deutsche Uebersetzung ״Meissen“ für das S. 78 genannte מיישין. Hinsichtlich der Stadt Hamein, S. 273, verweise ich auf eine Urkunde vom 28 Oct. 1277, aus welcher hervorgeht, dass daselbst bereits im 13. Jahrh. Juden wohnten (vergl. No. 79 im Urkundenbuche des Stiftes und der Stadt Hameln bis zum Jahre 1407, Hannover 1887, von Otto Meinardus). Die letzte Urkunde aus der ersten Hälfte des 14. Jahrh., welche auf Juden Bezug hat, datiert 1. Mai 1344 (ibid. No. 387); erst nach Ablauf von über 26 Jahren geschieht derselben wieder Erwähnung in einer Urkunde vom 10. Nov. 1370 (No. 582), so dass auch aus diesem Momente auf eine innerhalb jener Zeit stattgehabte Verfolgung zu schliessen sein dürfte. S. 282 und S. 440: Bezüglich der schlesischen Ortsnamen fehlt ein Hinweis auf Brann, Gesch. d. Jud. in Schlesien I, S. 25 ff. Das Memorbuch von Hannover verzeichnet ausser Schweidnitz, Breslau, ebenfalls S. 9 a Liegnitz. (Der Ortsname ליגליץ ist daselbst in ליגניץ zu corrigieren). Wenn auch פושקאי, wie S. annimmt, Patschkau sein dürfte, so sei doch noch auf den im Regbz. Breslau bei Ströbel gelegenen Ort Puschkowa hingewiesen. S. 284: קודולהויזן ist nicht ״Goeddenhausen bei 2