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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-09-01 · 5 (September-Oktober 1897) · p. Seite 135

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
5 (September-Oktober 1897)
Date
1897-09-01
Page
Seite 135 (sequence 3)
Language
German
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185 KOHN (KOHANA) D., ׳מגלת ססר Jacob Isr. Emden’s (יעב״ץ) Autobiographie. Herausgegeben nach Ms. Oxford, mit Einleitung und Anmerkungen versehen. Warschau, Achiasaf, 1896. VIII u. 230 S. ß. 1. — [Für die Geschichte der zweiten Hälfte des XVII. und des ersten Viertels des XVIII. Jahrh. hat Glückei von Hameln in ihren Memoiren, die Kaufmann der Forschung zugänglich gemacht (s. oben S. 106 ff.), ein reiches Material auf bewahrt. Besonders sind die Gemeinden Hambürg-Altona in den sieben Büchern der Glückei bedacht, wo die Schriftstellerin lange gelebt und gelitten hat. In Altona hat auch Jakob Emden gelebt, dessen Autobiographie, gleich den genannten Memoiren, für Cultur-, Sitten- und Gelehrten-Geschichte gleich wichtig ist. Aber noch etwas haben beide Werke gemein. Wie die Glückei mit der ganzen kindlichen Einfalt ihrer unschuldigen Seele ihre Erlebnisse niederschreibt, so erscheint uns auch Emden in seiner Biographie als die personoficierte selbstverleugnende Naivetät. Es sind nicht immer schöne Dinge, die uns Emden mit der grössten Offenherzigkeit, ohne den geringsten Versuch, etwas zu beschönigen, erzählt. Wie er uns z. B. den Verf. des כנסת יחזקאל, R. Jecheskel Katzenelnbogen schildert, haben wir uns wahrlich eine talmudische Autorität, einen Rabbiner zu Altona um die Mitte des XVIII. Jahrhunderts, nicht vorgestellt. Und erscheint auch, auf den ersten Blick schon, diese Schilderung als durchaus übertrieben, so ist doch Anderes leider nur zu wahr, wie von anderen Seiten bestätigt wird. Ja, in einigen Fällen glauben wir, heutige Verhältnisse geschildert zu sehen. Wir können es uns nicht versagen, als Beleg die Schilderung der ״Kolel“-Verhältnisse anzuführen: . . . שכל מעות א׳־׳י הלכו לטמיון. ואוכלים הגבאים הכוללים שלהם (הגנבים הגדולים המעשירים עצמם ממעות צדקה זה ועניי א״י מתדלדלים מוכרחים לעזוב דירת א״י׳ ולהיות נודדים ללחם גולים ומטולטלים), שהיו ממונים על כך בפפד״מ בווינא ובוויניציאד. ובירושלים בל אלו היו חברי גנבים; ביניהם נתאכלו כל הממונות הרבים, ההולכים מדי שנד, בשנה מכל ארץ אשכנז .... ומכללות הגולה בארצות המערביות הללו הנכללות בעאוראפי; שהיה עולה לסך גדול עצום מאד, ואבד העושר ההוא בענין רע אצל גוזלי הרבים, אוכלי שוד עניים הנ״ל (S. 14). Wer hat heute den Muth, über dieselben Misstände laut und vernehmbar Klage zu führen? Ein Bannstrahl aus Amsterdam oder Frankfurt würde den ״Verräther der heiligen Sache“ treffen! — Am meisten verliert aber Emden selbst durch seine Autobiographie. Den Leser seines Buches beschleicht die Empfindung, dass nicht Emden derjenige ist, der in allen Streitsachen unschuldig war. Auch Jonathan Eibenschütz kann es Emden nur danken, dass er seine Lebensgeschichte geschrieben. — An mehr als einer Stelle findet der Leser Mitteilungen, die ihn mit Schmerz und Bedauern erfüllen. Dennoch ist die Veröffentlichung als ein verdienstvolles Werk zu bezeichnen. Wir werden aus manchen angenehmen Träumen gerissen, um die traurige Wirklichkeit kennen zu lernen. K. hat sich redlich Mühe gegeben, einen correcten Text herzusteüen, was ihm auch gelungen ist. Nur hie und da ist manche Kleinigkeit zu berichtigen. So S. 6 Z. 18: מפצו.1 חפצו; S. 7 Z. 1 1. ואן»] שלא]; S. 14 Z. 9 1. כל [האופים] שאופים; S. 18 Z. 7 1. במרה] השחורה]; S. 22 Z. 5 v. u. בשביל .1 בשבת? S. 41 Z. 6 v. u.: לצעדים .1 לצערם, vergl. S. 20 Z. 5 v. u. S. 49 Z. 3 לרצותו .1 לפצותו, u. dergl. — Die Ausstattung ist eine gute. Ein gelungenes Bild von Zebi Aschkenasi ist dem Buche beigegeben.]

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