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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-07-01 · 4 (Juli-August 1897) · p. Seite 116

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
4 (Juli-August 1897)
Date
1897-07-01
Page
Seite 116 (sequence 8)
Language
German
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116 uns der Verf, Sforno’s Leben (soweit bekannt) und Wirken (besonders auf dem Gebiete der Exegese) vor. Die einzelnen Kapitel des Buches behandeln: I. Das Leben Obadja Sforno’s; II. Obadja Sfomo’8 Schriften; III. Die Ausgaben der exegetischen Werke; IV. Quellen der Schrifterklärung; V. Charakter der exeg. Schriften; VI. Sprachliches: a) Grammatisches, b) Lexikalisches; VII. Die Form der exegetischen״! Werke Sforno’s; VIII. Stimmen über Obadja Storno; IX. Anhang (hebr.). Leider hat Verf. eine Notiz in der H. B. XVIII S. 186 übersehen, wo die Mitteilung enthalten ist, dass im notariellen Archiv von Ferrara sich das ״Privilegium doctoratus Mr. Servadei ebrei (Magr. Servideus Jacobi Sfurni hehraeus) in artibus et medicina“ findet, dd. Ferrara 29. April 1501. Daraus geht hervor, dass Sf. ״Ende des XV. u. amAnf. des XVI. Jahrh. (1496-1525?)“ nicht ״ununterbrochen in Born gelebt“ (S. 7) u. dass er ״seine ärztliche Thätigkeit“ nicht ״erst in Bologna begonnen habe“ (S. 9). Der Beweis aus D. Reubeni ist nicht ״schlagend“ für die Annahme des Verfassers, sondern dafür, dass es Sf. in der Heilkunst nicht weit gebracht hat, und dass ihm der Titel אביר הרופאים (S. 4) von Verehrern honoris causa erteilt worden ist. Aus H. B. a. a. O. hätte Verf. auch entnehmen können, dass Sf. nicht der Uebersetzer des באיר לס׳ אקלידס ist (S. 15 Anm. 3) und wie dieser Fehler entstehen konnte. Zu S. 55 bemerken wir, dass auch andere Commentatoren, wie etwa Abr. ibn Esra, ״nicht für Anfänger“ geschrieben und doch für angemessen gefunden haben, auf Worterklärungen einzugehen. Hingegen ist der Vorwurf, den Verf. Sf. macht, dass er nämlich die grammatikalischen Kenntnisse seiner Zeitgenossen überschätzt habe, gerade vom Standpunkte des Verf. nicht begründet. St. hat eben für ״gereiftere, gebildetere Leser“ geschrieben, bei denen er trotz der Klage de Balmes’ die elementare Kenntniss der hebr. Grammatik voraussetzen durfte. Ueberdies sind wir nicht geneigt, die Klage de Balmes’ wörtlich aufzufassen. So schlimm hat es damals nicht ausgesehen. Aber de Balmes hatte etwas von der Eigenschaft jener Schriftsteller, die davon überzeugt sind, dass alles verloren geht, wenn sie nicht sofort als Retter auftreten. In wiefern nach S. 4 Anm. 3 Brody, מתק שפתים S. 5 Anm. 2 zu berichtigen ist, vermögen wir nicht einzusehen. Dort ist Obadja Sfomo ohne weitere Angabe genannt, wie in der Quelle, aus der B. geschöpft hat und die dort angegeben ist, nämlich Ghirondi, חוגד״י p. 298. Unnötig, ja überflüssig sind in einer wissenschaftlichen Arbeit die ewigen Hinweise auf Cassel’s Lehrbuch, zumal dort, wo, abgesehen von grösseren Geschichtswerken und kleineren Abhandlungen, specielle Monographien vorhanden sind, wie etwa S. 48 Anm. 3 (Mordeehai), wo doch Kohn’s ״Mordechai b. Hillel“ (1878) mit mehr Recht herangezogen werden konnte. Mit Dank aufzunehmen ist der Abschnitt ״Charakter“ (S. 11 ff.), für dessen Bearbeitung leider nur wenig Material vorhanden war, wie auch die Sammlungen in Kap. VI (Grammatisches u. Lexicalisches). Die Untersuchung über die ״Quellen der Schrifterklärung Ob. Sforno’s“ (K. IV) musste unternommen werden, wenn auch, wie sich nun zeigt, das Ergebnis der Mühe, die die Unter- Buchung gekostet hat, nicht entspricht. Wichtiger dürfte das Ergebnis einer eingehenden Erforschung der Quellen sein, aus denen Sf. seine religionsphilosophischen Kenntnisse geschöpft hat. Eine solche verspricht Verf. (S. 52); wir wünschen, dass es nicht beim Versprechen bleibt. Im Anhang ist Verschiedenes von Sf. aus Handschriften (Cod.deRossi 370 \ Cod. Haiberst. 331 n. Cod. Scborr) mitgeteilt. Wir bemerken hierzu: S. III Z. 7: לאושר .1 לאשור; das. Anm. 5: יעוד גדול selbst ist

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