Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1897)
- Date
- 1897-05-01
- Page
- Seite 73 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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73 RABINOWITZ, S. P., ר׳ יום טוב ליפמאן צונץ, L. Zunz’s Leben und Wirken. Warschau, Achiasaf, 1897. Heft3 (S. 111—198). R.O,25. RAWNIZKY, J. CH., פרדס, אוסף ספרותי. III. Band. Odessa, Verl, des Herausg., 1896. 262 u. 72 S. R. 1. — [Wie für die ersten Bände des von ihm redigierten Sammelwerkes, hat R. auch für den vorliegenden Band die besten Kräfte gewonnen, denen wir den ungeahnten Aufschwung der hebr. Literatur in Russland verdanken. Wir begegnen im 3. Bande des פרדס einer Reihe von Auf- . Sätzen, die, wenn auch nicht tadellos, doch ein schönes Zeugniss für den ernsten Willen und das aufrichtige Aufwärtsstreben ihrer Verfasser sind. Wer die Entwickelung der neuhebr. Sprache Schritt für Schritt verfolgt hat, wird in der ungekünstelten Ausdrucksweise, die allen Artikeln fast ausnahmslos gemeinsam ist, mit Vergnügen die günstigen Resultate Jahrzehnte dauernder Bestrebungen zunächst nach dieser Richtung hin constatieren. Die Sammlung wird durch einen längeren Aufsatz des Herausgebers, לפלגות בית ישראל betitelt, eingeleitet, dem noch folgende Artikel, die zum Teil Zeitfragen, zum Teil literarische Angelegenheiten behandeln, sich anschliessen: Mardochai ben Hillel ha-Kohen (Pseudon.): זכרונות נשכחים (S. 22—38); Zitron, S. L., ע״ד המהלך החדש בספרתנו היפה (S. 157—168); Davidsohn, J. L., לבאר התנועה הלאומית בישראל (S. 169—178); Medad (Pseudon.): מכתבים ממידד לאלדד (S. 204—227). Die Wissenschaft ist in folgenden Artikeln vertreten: Lilienblum, M. L., לתולדות התפתחות הדעות והמנהגים (S. 46— 60); den Ausführungen, die für denjenigen, der die moderne Literatur über die Juden und ihr Denken und Handeln in der bibl. Zeit gelesen, nur wenig Neues bieten, folgen 4 Thesen, für deren Prüfung der uns zu Gebote stehende Raum nicht ausreicht! S. Rosenfeld’s התפתחות התורה שבע״ם (S. 65—86) beruht auf den Forschungen J. H. Weiss’, von denen der Verf. vertrauensvoll sagt: ושיטת ווייס . . . לו גם תפול תחת הבקרת/ לא יהיה הדבר אלא בפרטים ובענפי ענפים/ אבל בעיקרה לא תחת מפני כל ואם יבאו כל הרוחות שבעולם לא יזיזו אותה ממקומה. Wir meinen, die Geschichte hat schon bis heute anders geurteilt; nur in wenigen und zum Teil nebensächlichen Punkten sind die feinen Bemerkungen Weiss’ beachtenswert, so z. B. in Bezug auf das Fehlen der כהנים in der Traditionskette (S. 68) und die Darstellung des Verhältnisses zwischen צדוקים und פרושים (S. 78). Nichts destoweniger halten wir eine übersichtliche Darstellung der Entwickelung der Tradition nach der Ansicht Weiss’ für eine verdienstliche Arbeit. Der vorliegende Artikel erstreckt sich über die Zeit bis zur Entstehung der ersten Mischnasammlungen. Es ist zu wünschen, dass die versprochene Fortsetzung, die bis zum Abschluss des Talmud reichen soll, ebenfalls erscheine. Ausdrücke wie הלכו יד ביד (S. 66) muss der Verf. von Weiss nicht lernen. — Derbekannte Historiker S. M, Dubnow behandelt in einem צאן ההרגה betitelten Aufsatz (S. 94—100) die Märtyrer von Mohilew (1656) und liefert einen neuen Beitrag zur Leidensgeschichte der Juden in den slavischen Ländem, um die er sich auch sonst verdient gemacht hat. Die שבלים בודדות von A. Schulmann (129—144) bestehen a״s vier Wissenschaftliehen Abhandlungen mit folgenden üebersebriften 1)תפארת (2;חקקי אבן מברך רעהו;חרפת עם (3;איש. In No. 1 (S. 130 Anm. 2) hält Verf. Jehnda ha-Levis הרים ביום סיני für die älteste hebr. Grabschrifb. Uns ist es mehr als zweifelhaft, ob hier thatsächlich eine Inschrift vorliegt. Hingegen hat Verf. Zunz, Zur Gesch. S. 404 und Hebr, Bibi,