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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-11-01 · 6 (November-Dezember 1896) · p. Seite 166

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
6 (November-Dezember 1896)
Date
1896-11-01
Page
Seite 166 (sequence 6)
Language
German
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166 de l’Histoire de la Palestine jusqu’ä nos jours. Nouvelle 6d. Paris, Delagrave, 1896. 240 S, (mit Vign. u. einer Karte von Palästina) 18°. ר־ FELSENTHAL, B., Jüdische Fragen. Beiträge zur Klärung derselben. Chicago, Koelling & Klappenbach (Berlin, Poppelauer), 1896. 40 S. M. 0,50. [Der Verf. kommt in Bezug auf die erste Frage: ״Giebt es Dogmen im Judenthum V“ zu dem Resultat, dass es zwei Dogmen gebe: die Lehre von einem einzigen Gott und der Satz, dass Israel das auserkorene Bundesvolk sei. Diese Lehren sind Dogmen, weil sie von allen Parteien im Judenthum anerkannt werden, und nach des Verf. Definition ein Dogma ist: ein für eine religiöse Gemeinschaft feststehender und für dieselbe bindender Glaubensatz, welcher innerhalb dieser Gemeinschaft anerkannt Geltung hat, und welcher als wahr angenommen werden soll, auch ohne dass man Beweise dafür v beibringt. Von den oben angeführten beiden Sätzen würde aber auch nach dieser Definition kein einziger ein Dogma bleiben. Der erste Satz ist heute Gemeingut dreier Religionen, nicht allein der jüd. Gemeinschaft. Der zweite Satz findet auch innerhalb des Judentums nicht die ungeteilte Anerkennung, wie sie Verf. annimmt. Im Uebrigen kommt es beim Dogma nicht darauf an, was geglaubt und anerkannt wird, sondern auf das, was geglaubt und anerkannt werden soll. Oder hat die Dreieinigkeit aufgehört ein Dogma zu sein, weil eine ganze Anzahl von Christen nicht daran glaubt? — Der Standpunkt des Verf in der zweiten Frage: ״Wo stehen wir?“ wird wohl genügend charakterisiert, wenn wir erwähnen, dass er die Möglichkeit offen lässt, es könne an freien Gemeinden, deren Mitglieder Juden und Nichtjuden sind, auch ein Rabbiner das Lehramt übernehmen; ein Standpunkt, zu dem hierzulande auch die radikalste Partei sich noch nicht ״aufge- Schwüngen“. W. B.]. :F1NK, DAN., Glaube und Kritik. Ein offenes Wort zur Verständigung an alle Bibelverehrer u. zugleich ein solches der Entgegnung auf die Schrift: ״Jesus u. das Alte Testament“ von Lic. J. Meinhold. Leipzig, Haacke, 1896. III, V u. 121 S. M. 2.50. FLUEGEL, M., The Messiah-Ideal. Comparativ Religions, Legislation, Doctrines, and Forms unfolding Ideal. 2 Bde. Baltimore 1896. FRIEDLAENDER, M. H., Judäa vom Beginn des zweiten Staatslebens bis zum Abschluss des Talmuds. Ein Buch für Haus , und Schule. Brünn, Epstein & Co., 1896. 113 S. M. 1,50. [Neue Forschungen haben wir in dem Buche nicht gesucht, einen fliessenden Stil u. eine anziehende Darstellung nicht gefunden. Und doch müssen wir das von einem ״Buch für Haus und Schule“ fordern. Häufung von Fremdwörtern und Uebertreibungen, wie z. B. die, dass Juda Makkabi über seine Feinde einen Sieg errungen, ״wie ihn kaum die Geschichte zu verzeichnen hat“ (S. 19), ersetzen diesen Mangel nicht. Neubildungen wie ״Synhedristen“ (St Bl) können wir keinen גי Geschmack abgewinnen.]

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