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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-03-01 · 2 (März-April 1896) · p. Seite 39

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
2 (März-April 1896)
Date
1896-03-01
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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39 BEERMANN, M., Das Judentum und seine Bedeutung. Berlin, Amids u. Mossner, 1896. 30 S. Mk. —.50. BENNETT, W. H., The theology of the old Testament. London, Hodder, 1896. 236 S. 12״. BLOCH, J., Une expulsion de juifs en Alsace au XYIe sieele. Paris, Durlapher, 1896. 63 S. (Aus: RdEJ. B. XXXI, 1895]. BOOK, the, of Genesis, ed. by G. W. Wo de. London, Hodder, 1896. BRAGIN, A., Die freireligiösen Strömungen im alten Judenthume. Ein Beitrag zur jüd. Religionsphilosophie. Berlin, S. Calvary & Co., 1896. 80 S. Mk. 2.—. BRANDT, A., Zur Ebene Saron und zum saronischen Meerbusen. Eine Pilgerfahrt nach Jerusalem und Athen. Graudenz, Arn. Kriedte, 1896. 71 S. Mk. 1.—. BURKITT, F. C., s. Aneedota oxoniensia. CHARLES, F. H., s. Morfill, W. R. COHN, BERNHARD, Vor dem Sturm. Ernste Mahnworte an die deutschen Juden. Berlin, Wesemann, 1896. 58 S. Mk. 0,75.!Nach einer flüchtigen Schilderung der gegenwärtigen Lage der Juden in Deutschland — die Juden im Auslände gehören aber nicht minder der jüd. Nation an! — stellt Verf. die Frage: ״Was haben wir zu befürchten, und was ist unsererseits zu thun, um uns vor allen Eventualitäten zu schützen?״ Die erste Hälfte der Frage wird dahin beantwortet, ״dass wir darauf gefasst sein müssen, das Schlimmste zu erwarten“ (S. 9). Wir sind nicht der Ansicht, dass der ״Krieg zwischen Juden una Christen, Schwarzen und Blonden“ sobald mit der völligen Niederlage der Ersteren enden wird. Trotz־ dem aber steht es felsenfest, dass die Lage der Juden in fasst allen Ländern Europas zum Nachdenken über die Zuknft unseres Volkes Veranlassung giebt. Und darum haben wir mit Spannung auf die Beantwortung der zweiten Hälfte der gestellten Frage gewartet. Leider haben wir uns in unseren Erwartungen getäuscht. Verf. meint, man sollte dem Rufe ״Juden raus!“ Folge leisten; ״die Ehre gebietet streng, dass man der Verachtung Stolz entgegen setzt.״ Ja, aber ״wo hinaus?“ Hier fehlt es dem sonst gesprächigen Verf. an Worten. Nur kurz wird auf die vereinigten Staaten von Nordamerika hingewiesen, und doch hätten wir gerade hier.etwas Ausführlicheres verlangt. Es ist jammerschade, dass Verf. die Schrift von Herzl, deren Erscheinen wir weiter unten anzeigen, noch nicht kennt! Wie anders hätte er dann diesen Punkt besprochen! — Wer soll zuerst das Land verlassen? Herzl meint: die Armen und Elenden, die Mer kein Heim haben; die Reichen mögen dann folgen. C. aber ist der Ansicht: ״Wer von seinen Renten lebt oder soviel erworben hat, dass er davon leben kann, thut nicht nur im allgemeinen jüdischen Interesse, sondern auch zu seinem und seiner Kinder Wohl am besten, wenn er zuerst seinen Staub von den Füssen schüttelt.״ — Verf. nimmt für seine Schrift nur die Bezeichnung einer ״oberflächlichen und unvollständigen Skizze״ in Anspruch; er soll hierin Recht behalten. Wäre die Schrift nicht oberflächlich, so dürfte sie nicht so viele Widersprüche enthalten und nicht so viel Unrichtiges, das wohl C. selbst heute nicht mehr billigen dürfte. Man vergl. z. B. den guten Rat: die ״modernen antisemitischen Staatsmänner“ sollten die Politik

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