Mitteilungen des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e.V. Frankfurt a.M.
- Journal
- Mitteilungen des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e.V. Frankfurt a.M.
- Volume
- 1926
- Issue
- 3 (1.4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereins. Über die Spiele sei kurz erwähnt, daß die zweite Mannschaft verdient gewann, weil der Gegner noch schlechter war als wir, während die erste mit Glück und Pech verloren hat. Bei Wiesbaden sind einige Ligaspieler die der Mannschaft großen Halt verleihen. Der Verein selbst ist noch zu jung um kritische Betrachtungen aushallen zu können. Jedenfalls müssen sie noch viel lernen. Die Frankfurter Spiele am Sonntag danach standen noch im Zeichen des vorhergegangenen Boxabend teils waren noch bläuliche Fiecke aufNas* und Aug' zu sehen teils aber haifenMie Hersrhaften'noch nicht ausgeschlafen. D. J. K. erste Mannschaft spielt Liga und ist bei weilfm besser als wir vor allem aber ist unser Trainer Holler eine große Stütze dieser Mannschaft. Die Jugend ist gut und kann noch besser werden sie muss etwas weniger eigennütz'g spielen. Man muss nicht alle Tore unbedingt allein schieben. Das ist unsere Handball Chronik vergangenen Monats. In diesem Monat haben wir wieder schöne Spiele zu erwarten. Am 11. April spielen wir in Mainz anlässlich des grossen Werbetags gegen Wiesbaden unsere Rückspiele und am 18 werden wir die Casseler hier empfangen. Sorgt dafür, dass wir den Casselern einen würdigen Empfang bereiten und unsere Gastlichkeit nicht hinter der Cassels zurückbleibt. Wir haben schon oft Sportbrüder aus dem Reich gastlich aufgenommen darum Vertrauen wir auf Euch. C. B. Vertreferuersainmlnng. Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir von jetzt ab alle neuen Beschlüsse und Arbeitserfolge der gewühlten Vertreter. Das neue Parlament des Bar-Kochba, die Aussprachemöchlichkeit der einzelnen Abteilungen, die Arbeitsgemeinschaft aller schwebenden technischenAngelegenheifen ist die jetzt endlich zusammen gekommene Vertreter- Versammlung. Alle Abteilungen haben inzwischen gewählt und wir haben nun schon die stattliche Zahl von 12 Vertretern beisammen, Hierzu kommt aber noch die Leitung der Organisation sowie der Vorstand und immer einige Zuhörer, sodass es alles in Allem meistens über 20 Leute sind, die Montags abends über die Geschicke des Vereins debattieren. Während in der allerersten Versammlung nur technische Fragen zwecks Einführung der Mitgliedskarten besprochen wurden kam es bereits in der zweiten Versammlung zu heftigen Auseinandersetzungen. Es ist erfreulich -' und bedauerlich zugleich wie und in welche Formen die« Debatte glitt. Erfreulich war es, daß man sich entgegen, der früheren Jahre kaum noch darüber stritt ob zionislich ' oder nicht. Das bedeutet immerhin ein Fortschritt, wenn auch nur ein erster Schritt zur Besserung damit gemacht worden ist. Bedauerlich hingegen, daß die Debatte so' scharf wurde, so scharf werden mußte, weil sich herausstellte, daß einer der gewählten Vertreter nicht der richtige war. Hatte man in den anderen Abteilungen auch nicht, überall überzeugte, von der Idee voll und ganz durchdrungene junge Menschen gewählt, so waren es doch durchweg solche Turnbrüder, die zumindest gewillt waren die Arbeit des Vorstandes nicht zu durchkreuzen und den Richtlinien, die von dieser Seite aus gegeben waren zu folgen. Die Turnabteilung aber sandte einen Vertreter, dessen Ansichten so grundlegend von denen des. Vorstandes und auch von den zu erstrebenden Zielen des ßar-Kochba, ja der ganzen Makkabibewegung abwichen, daß an eine Zusammenarbeit mit demselben nicht zu cjenken war. Die Turnabteilung hat dann auch, wenn auch erst nach zwei Mitgliederversammlungen.seine erste Wahl einstimmig wiederrufen und einen Beruferen in die Venreterversammlung entsandt (Wolf für Hackel). Die. drille Versammlung befasste sich wieder mit den rein technischen Fragen betrTderMitgliedskarleneinführung und beschloss in Kürze die noch ausstehende Versammlungen der einzelnen ADieilungen einzuberufen. Die vierte Versammlung, die leider sehr schwach bebesucht war. befaßte sich mit dem Kassenwesen. Wir mußten leider feststellen daß der Verein in den letzten Monaten nicht mehr so günstig abschneidet wie ehedem und es war nötig jeden Monat einiges aus den Reserven zuzuschießen. Das ist natürlich "unhaltbar. Man kam darüber insfKlare, daß ab jetzt mit dem einkassieren der noch fälligen Beiträge rücksichtslos vorgegangen werden muß und der Vorstand wird nicht zurückschrecken säumige Zahler in der Zeitung zu veröffentlichen. C. B. . Südwestdeutscher Sau des deutschen Kreises im ITlakkafai Welioerband. Die Gauleitung Iz* ..Llhr aus der ersten Seite erseht nichr untätig gewesen und hat dem Gau inzwischen das Gepräge gegeben, wie es wohl Dr. Kuhn niemals erträumt härte. Wir haben hoffentlich damit dem Präsidium bewiesen, dass wir nicht bei schönen Phrasen stehen bleiben, dass wir uns nicht an eigener Reden berauschen um keiner Arbeit fähig zu sein. Der südwestdeutsche Gau steht und wird Früchie unserer Arbeit bringen. Ob die anderen Gaue schon etwas unternommen haben wissen wir nicht. Als zweite wichtige Errungenschaft der Gauleitung ist es anzusehen, dass unsere Zeitung ab nächsten Monat ein anderes Gewand hat und als Organ des ganzen Gaues erscheint. Dadurch wird sie beslimmt gewinnen, wir werden dadurch auch Berichte von anderen Vereinen zu lesen bekommen. Die Zeitung hat für uns einen besonderen Wert denn die Zusammenfassung in der Zeitung simbolisiert zugleich das was wir vorhaben: Die Gauvereine sollen ein geschlossenes Ganzes werden. C.B. Betr. Jüdisches Wochenblatt. Das Jüdische Wochenblatt" hat sich in liebenswürdigster Weise bereit erklärt, unter einer besonderen Rubrik „Jüdischer Sport" sämtliche Ereignisse, die für jüdische Sportler.von Interesse sind, wöchentlich zu verzeichnen Wir konnten in letzter Zeit sehr interessante Berichte über unsere eigene Tätigkeit und Erfolge in der Zeitung lesen und empfehlen daher unseren Mitgliedern» auf das „Jüdische Wochenblattzu abonnieren, zumal in Zukunft Wettkämpfe, an denen wir uns beteiligen, sowie Wettspiele, die wir austragen, wöchentlich vorangezeigt werden. Schwimm^ Hfaonnemenis. ., Wir haben mit der Mosler'chen Badeanstalt ein Abkom- . men getroffen, laut welchem nur bei Abnahme von 40 Saisonkarten ein Vorzugspreis von Mk. 20.- pro Abonnement eingeräumt wird. Bestellungen sind zu richten bis spätestens 20. April an Tbr. Fredy Goldschmidt Gwinnerslrasse 15. Wegen Platzmangel erfolgt die Besprechung des Boxabends in der nächsten Nummer. VereinssKalender. Turnen! Herrenabteilung: Mitwoch von 872—10 Uhr Philantropin Hebelstraße 15—19. Hlfeherrenabfeilung; Donnerstag S^o—iO Ostend^ Mittelschule, Hanauerlandstrasse 26 Leiter: Turnlehrer L. Möller mädchenabfeilung: Donnerstag4—5V2 Uhr (7-11 Jahre) 5V2-7 „ (12-15 „ ) Herderschule, Wiltelsbacherallee 6. Damenabfeilung ii. unter 19 Jahren Montag 8y2—10 Uhr Herderschule Wittelsbacherallee 6 Damenabteilung I. über 19 Jahren Donnerstag Uhr Herderschule Wittelsbacher Allee 6. Leiter: Turnlehrer Fr. Reitz. beiditaihlef ik: üugend Montag und Donnerstag von 6—7 Uhr. ßerren: Montag und Donnerstag ab 7 Uhr. Danisn: Montag ab 7 Uhr sämil. Ostpark neuer Sportplatz. Leiter: J Holler. Sonntag: ab 9 Uhr Riederwaldwiese Training für alle Abieilungen. ßandball: ßerren: Mittwoch ab 7 Uhr Riederwaldwiese Leiter J. Hoher. Boxen: Donnerstag von 8—10 Uhr Le.erbachsir. 10. Leiter: Boxlehrer G. Gebhard!. Buchdruckerei S. Leichum, Neu-Isenburg