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Mitteilungen des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e.V. Frankfurt a.M. · 1926-04-01 · 3 (1.4.1926) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungen des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e.V. Frankfurt a.M.
Volume
1926
Issue
3 (1.4.1926)
Date
1926-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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r - >t V.*: MITTEILUNGEN des 3üdisdien Turn= und Sportoerelns Bar Kodibo 6* * Frankfurt a« Büro und Heim Nr. 3. Jahrgang 1926 Unterlindau 21 1. April 1926 Alle Rechte vorbehalten. Einsendungen müssen bis zum 20. jeden Monats im Besitz der Scliriftleitung sein. Schrüftleitung und Inserate: C o s i m o B r.ü n e 11, Reuterweg 6f>. H. 5007 6au=Werbefag in IRainz am 11* Bpril 1926 Programm« 10 Uhr .Oeffentiiche Versammlung in der Oberrealschule in der Schulstraße. Thema „Warum jüdischer Turnverein?" Referent: Dr. Hans Kuhn. Anschließend Schauturnen. 1 Uhr: Gemeinsames Essen auf d. Sportplatz. Radrennbahn (Selbstverpflegen.) 250 Handball Hakoah II Wiesbaden — Barkochbar Frankfurt II 320 Aufmarsch der Teilnehmer mir anschl. Massengymnastik 550 Handball Mainz I—Frankfurt (Jugend) 520 Handball Hakoah I — Frankfurr I In den Halbzeiten Staffelläufe. Abends: gemütliches Beisammensein. Am Sonntag, den 11. April veranstaltet der südwestdeutsche Gau des Deutschen Kreises im Makkabi-Weltverband, dessen Leitung uns übertragen ist, einen großangelegten Werbetag in Mainz mit Hilfe des Bar-Kochba Mainz. Zu diesem Tage haben wir alle Kreisvereine eingeladen. Nürnberg, München, Cöln, Mannheim, Mainz und Frankfurt sollen dort zusammentreffen, auch Wiesbaden wird vielleicht erscheinen. Aus dem oben abgedruckten Programm erseht Ihr, was in Mainz an diesem Tage sein wird. Wir erwarten von Euch volle Beteiligung an den Wettkämpfen, Massengymnastik und dergleichen und rechnen bestimmt damit, dass auch diejenigen mit nach Mainz fahren, die nicht an irgend solchen Vorführungen beteiligt sind, ja wir erhoffen auch die Mitfahrt unserer passiven Mitglieder. Mainz soll der grosse Auftakt des jüdischen Sports in "unserem Gau sein. Drum richte ich an Euch den Appell. Bar Kpchbaner! Begleitet uns am 11. April nach Mainz, es gilt dort für den jüdischen Sport zu werben. Jeder von Euch hat die moralische Verpflichtung müzuwirken um dem Fest ein ricbiißres Gepräge zu geben. Das Fest soll uns den Beweis erbringen, dass die Makkabi-Bewegung gross und stark ist. Drum am 11. April in Mainz. Zur SchekeI=Hfction. Jeder Bar Kochbaner muss sich alljährlich einen Schekel kaufen, so heisst es mit anderen Worten in den Statuten des Makkabi. Wir in Frankfurt wollen nicht die eine Mark lässig aus der Tasche ziehen und der geringfügigen Summe wegen die Bedeutung des „Kaufes" ausser Acht lassen, sondern wir wollen nachdenken und wissen, dass wir damit eine Pflicht erfüllt haben. — Für die Jüngeren unter uns will ich den Sinn des Schekels erklären. Kurz nach dem Auszug unserer Väter aus Mizrajim sollte die Anzahl der Wüstenwanderer festgestellt werden und da ein Kopfzählen von gesetzeswegen nicht gestattet ist, zahlte jeder Mann über 20 Jahre einen halben Schekel. Das eingegangene Geld wurde den Führern des Volkes ausgehändigt, die dafür das nationale Heiligtum — den Tempel — errichteten. Der Schekel war von da an die Währung des jüdischen Volkes und die Volkszählung geschah stets auf der gleichen Basis wie beim ersten Mal. Als sich um die Jahrhundertwende unser grosser Führer Theodor Herrl die Aufgabe stellte, die Juden wachzurütteln, damit sie sich ihres Volkstums wieder besinnen und ihr nationales Heiligtum wieder aufrichten, da schenkte er uns den Schekel aufs neue. Wieder erfüllt der Schekel die zwei gleichen alten Aufgaben. Einmal zählt er die, die Willens sind, an der Neuerstarkung des jüdischen Volkes mitzuarbeiten und zweitens geht das gesammelte Geld wieder unseren Führern zu, die mit den aufgebrachten Mitteln in die Lage versetzt Alle Mitglieder am 11. April in Mainz zum Gau-Werbetag des Deutschen Kreises im Makkabi-Weltverband Handballer L, II. und Jugendmannschaft, Leichtathleten zur Gymnastik und Staffelläufen. Dress!

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