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Hebraeische Bibliographie · 1865-03-01 · No. 44 März-April · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VIII. 1865
Issue
No. 44 März-April
Date
1865-03-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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40 ben und Ansichten prüfen wird, 'wenn ihr die Materien so wichtig erscheinen als uns. Der Vf. hat mit bewundernswürdigem Fleisse die Schriften Holdheim’s in 4ihren verschiedenen Windungen und Wendungen und die sich daran knüpfende theolog. Polemik studirt; ohne seine Stellung und sein Verhäitniss zu H. zu verlaugnen, ja mit unverhehlter Verehrung desselben, unterdrückt er [doch nicht Materialien, aus welchen andre Schlüsse gemacht werden können. Gelegentlich werden auch, andre Männer, namentlich Geiger, in ihren Berührungen mit der Reform geschildert« Ton und Styl schiessen nicht über den Gedanken hinaus. Da Holdhein^s Person in' den Vordergrund gestellt ist, so wäre auch mehr über sein Privatleben am Platze gewesen. S. 14 fehlt seiu längerer Aufenthalt ,in Prossnitz, wo er, als Privatlehrer, mit einer, später in Wien lebenden, durch Bildung herVprrägendeü Dame in nähere Be- Ziehung trat. Charakteristisch für seinen Eifer, auch in weltlicher Bildung., ist folgende Anecdote, die mir, wenn ich nicht irre, der Red., des Jew* Chron. erzählte, der in Prag H.’s Stubengenosse war. Derselbe erwachte einst in tiefer Nacht und sah H. in seltsamen Belegungen durch die Stube schreitender׳ übte 4־ 'die1 Tanzlection.] ־ ״ KITTER. Kanzelvorträge aus d. Gottesh. d. jiid. Reförmgemeinde 2. durch ein DmckfeMerverz. verb. Ausg. 8. Berlik, Peiser 1865. (12 Sgr.) . . [774] ROSIN. Zehnter Bericht über die Religionsschule der jüd. Gemeinde. 8. Berlinל Dr. v. Hermann 1865. (29 S.) 775] * * ' ׳]* [Als Einleitung: ״Die Confirmatiön unserer Zöglinge,״ eine Apologie dieser Feierlichkeit vom ״ strenggläubigen ** Standpunkt (S. 14), und insofern beachteilswerth. Die Einrichtung ist eine ursprünglich entlehnte (S. 4), soll aber dem Judenthum nföfit ganz fremd sein, weil sie ihrem wesentlichen Inhalte nach an die uralte Sitte öffeiit- ]!‘eher, wörtlich (?) vörgeschriebener Bekenntnisse im Heiligthnm, aus denen sieh unsere Gebete entwickelt haben, erinnere (S. 7) Das gemeinschaftlich; Wesentliche sei die Kundgebung religiöser Stimmung und Gesinnung. Ein netter Midrasch! Dennoch müsse ein Confirmaud die oberste Klasse durchgemacht haben? da die Confirmation und die ausdrückliche Nennung in den Schulprogrammen eine öffentliche Anerkennung ist (S. 15). Dass die Pädagogie gegen öffentliche Examina überhaupt, namentlich der Mädchen, ernste Bedenken habe, und die jüdische Zucht und Sitte — Abgesehen von den zugestandeneji misslichen Nebenumständen, welche der Lehrer auch selten in vollem Umfange erfährt -י- Einspruch erhebe, ist nicht berührt. Der Hauptgedanke bleibt (S. 4) , dass auch eine entlehnte Einrichtung als ״Ersatz für die entschwundenen oder doch verringerten Anregungen zu religiöser Stimmung und Gesinnung^ zu empfehlen sei. ■Welche Consequenzen lassen sich nicht aus diesem Grundsatz ableiten, der jedenfalls die Absperrung von הגיים Dlpn 481 *dem Gebiete des Gultus selbst durch einfache Zweckmässigkeit beseitigt; auch nicht-darnach fragt, ob die Entlehnung ihren Ursprung Tendenzen verdankt, welche die ״.Strenggläubigkeit״ perhorrescirt Demungeacbtet hat die Conf, im Bereiche der Schule keine Fortschritte gemacht. In 9 Jahren schwankt die Zahl der aua der Oberklasse ohne Confirmation entlassenen zwischen 5 und 14 Mädchen, :13 u. 25 Knaben, mit Conf. zwischen 4 u. H Mädchen, 7 u. 17 Knaben, bei einer Gesammtzahl bis 230. Ueber den Modus der Feierlichkeit sind die Bemerkungen zutreffend.] y? STATUT des Vereins״ zur Unterstützung der Kranken und Bestattung der Todten der. Synagogen-Gemeinde Berent W./Pr. begründet 5. März 1865. 4. Berent, gedr.. b. J. G. Cohn 1365.. ,(16, Bl.), [776] fVf. ist der Rabb. Ad. Salvendi, der im Vorw. bemerkt, dass vor 50 Jahren Juden in Berent nicht begraben werden durften, und dass man später, um 3 Thaler jährlich.zu ersparen, den alten Leichenacker vollständig Preis gab.] STEINHEIM, S. L. Monomachie gegen J. J. J. Döllinger’s religions

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