Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 39 Mai-Juni
- Date
- 1864-05-01
- Page
- [Seite 75] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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71 digtlh, wie offt »ein ,einig Hebräisch wort, eine einige Hebräische Phrasis, mehr tliue,, zeige vnd weise einem, so: die Sprache kan, denn grosse lange Commentarij thun können, dieweil in vielem Hebräischen Wörtern stecken, vnd verborgen’ ligen, grosse Mordes doctrinarum coelestium 8f Consolationum efficadssimarum 8f. spiritualium deren gleichwöl, so Linguam Hebraeam, nicht studieret, emperen muss, bleiben derwegen nu hie bey dem Praecepto des alten weisen Poeten Horatij: , Tenerae nirriis 1 ־ Mentes asperioribus; ׳ ־ ׳ Formandae studijs. Es ist aber Hebraea Lingua־, nicht allein den Theologis nutz, Sondern auch nötig, allen Studiosis, worauf? sie auch jr lebenlang gedencken zu beha'rfen,* dieweil sie alma Mater ist, omnium linguarum omnibus aetatibus Omnium gentium, welche alle aus j’rem Leibe gekomen, denen sie alle gibt, vnd widerümb von keiner Sprache etwas nirnpt, oder entlehnet, Vnd kein^ Sprache in der weit so vngeschaffen, die nicht Vocabula Hebraea,- von der Mutier, als zu jrem Erbtheil behalten, Vnd je neher eine Sprache Hebraeae (als Ckaldea, Arabica, Äethiopicd, Persica, Graeca$c?) je mehr sie Vocabula Hebraea in Linguarum conjusione vnd cliuisiom׳, zu theil bekomen, Wie auch Lingua germanica, welche aus Persia , wie man aus Herodote, schliessen wil, hin in diese Lender •sol gebracht worden sein, von den Germanis gente Persica, sehr Viel Vocabula Hebraea hat, vnd wöl so viel als etwa ein Vulgaris, vnd Vernacpla lingua, zu dieser zeit haben kan. Darümb TAngua Hebraea, auch lusl halben ל vnd propter collationem cum alijs Linguis, vnd auch propter vtilem explicationem multarum rerum in omni vita, auch propter Grärrimaticdfn latinam ר darinnen zu Zeiten de declinatione hominum Hebraeorum gedacht wird, von einem jedem, so darzu kommen, vnd gelegenheit h»t!i wol möchte gesludieret werden, Vnd ist Reuchlinus, Keiser» Maximiliani Co?1siliärius, ein Jurist vr«d Doclor Iuris gewesen, so Tdnguam Hebraeam vnd Grdecam in Germania zu pflantzen angefangen hat. Vnd kenpe ich etliche Doctores, Juris, so Linguam Hebraeam, noch zu vnser zeit, v in etlichen Acadernijs proßtiren. , Vnd Johannes Albertus Vvidmenstaäius *') Juris consultus egregius Feräinandi ImperatorisConsiliarius Sf Prouinciarum Aiistriae orientalis Canceüarius,f ein trefflicher gelerter Man, vnd kundig vieler Sprachen, vnler andern auch der Hebräischen, der hat zu Wien in Oesterreich3 4), auf? des KeisersFerdinandi vnkosten, den Christen in Syria, so vnter dem Tärcken wohnen, zu trost, Nouum Testamenium in Lingua Syriaca in guarto literis Syriacis drucken lassen, den Druck corrigireti vnd mit schönen Prae/aiionibus, das gonjze Opus ge zieret, welches darnach mit Hebräischen Buchstaben, zu Gen!?5) in FranckreiCh, in 3) Widmenstadius irrthümlich statt Widmanstadius. [Bekanntlich hat er einen sehr grossen Theil der hebr. HSS. der k. Bibliothek zu München, gesammelt. Red.] 4) 1554. 5) Excudit Henricüs Stephanus1569 י; F. Auf dem" Titel steht Coloniae Allobroyum, m. s. jedoch Renouard, Amutles de l’impr. des Estienne, Par. 1837, 1 Th., S. 130;