Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VII. 1864
- Issue
- No. 39 Mai-Juni
- Date
- 1864-05-01
- Page
- [Seite 60] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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56 [543 KURTZ, J. H. Geschichte des alten Bundes. 3. Aufl. 1. Bd. Lex. 8. Berlin, Wohlgeinuth 1864. (2 Th!.) [543] MEIER, Ernst. Die prophet. Bücher des Ä. T., übersetzt und erläutert. 8. Stuttgart, J. B. Metzler 1863. (376 S., 1L Thlr.) [544] [Forts. d(5r ״poetischen Bücher des A. T.a] MUEHLBACH, LOUISE. Keurvorst en geldvorst. Eene hist, nouvelleguit het hoogd. 8. Kämpen, von Dam 1864. (75 c.) [545] [Eine Uebers. der zuerst in der Gartenlaube enthalt, und bereits (in einer früheren N.) wegen des Sujets (Rothschild) erwähnten Novelle.] (Pr.) MUEHSAM, S. Die jüd. Sibylle, Vortrag. 8. Wien, Herzfeldt 1864. (* Thlr.) [546] NAUMBURG, L. Erster Leseunterricht in der hebr. Sprache. 8. Philaddphia, Schäfer & Koradi 1863. (i Thlr.) [547] PASCHELES, JAK. W. Sippurim, eine Sammlung jüdischer Volkssagen, Er- Zählungen, Mythen, Chroniken, Denkwürdigkeiten und Biographien berühmter Juden aller Jahrhunderte, besonders des Mittelalters. .Unter Mitwirkung rühmlichst bekannter Schriftsteller herausgegeb. 5, Samml, 8. Prag, Pascheles 1864. (ä Heft 4 Sg.) [548] [Die rasch nach einander erschienenen 3 Hefte dieser kürzlich wieder begonnenen, vor Jahren herausgegebenen, weitverbreiteten belletristischen Sammlung, mit Beitragen von S. Wallerstein, L, Horowitz und D. Ehrmann, bezeugen einen in jeder Hinsicht erfreulichem Aufschwung gegen die frühem Jahrgänge, sq dass sich wohl dem neuep Unternehmen mit Recht das günstigste Prognosticort stellen lässt, da nach und nach hoffentlich sich demselben die besten und bewährtesten Kräfte anschliessen werden. Besonders erfreut sich die historische Erzählung: ״Mönch und Jüdin“ des allgemeinen Beifalls der jugendlichen Lesewelt; die jüdische Belletristik könnte sich überhaupt durch gelungene culturhistorische Novellen a la Riehl einen grossen allgemeinen Lesekreis erwerben, weil eben das Judenthum vom cnlturgesch.ichtlichen Standpunkte, der erst erschlossen werden muss, die schönsten, bisher noch gar wenig beachteten Glanzseiten darbietet. Die wissenschaftliche Literatur des Judenthums wird, wie man mit Recht klagt, vom Publikum sehr wenig unterstützt; aber die schön geistige wird leider, was noch schlimmer' ist, von den eigentlich dazu berufenen und begabten Schriftstellern, z. B. Auerbach, Bernstein, Rodenberg, der dit minorum gentium gar nicht zu gedenken, fast ausser Acht gelassen. Ein Volk aber, das seine Vergangen heit ehrt, ehrt dich selbst; grade die Edelsten und Besten der Nation, denen die Muse hold ist, haben den hohen Beruf, diese alte Lehre in ihrem ganzen Umfange zur Wahrheit zu machen.] (D. O-m.) י PERLES, J. Bericht über die Religionsschule d. isr. Brüdergemeinde, womil ... einladet. 8. Posen, gedr. bei L. Merzbach 1864. (12 S.) [549] [Die Religionsschule ist, nach dem Vf., ein ״vorläufiger Nothbehelf“, dessen bekannte Mängel er 'skizzirt; darunter steht obenan der Konflikt zwischen Schule und Haus; neben dem Schulbesuch an Sonnabend (S. 6) war auch des Sabbatunterrichts in den Religionsschulen zu gedenken, welcher den Lehrern ihren Rasttag schmälert. An dem Nothbehelfe sei jedoch festzuhalten, ״bis andre Einrichtungen in. den jüdischen Gemeinden erstehen, die den Sinn für Religion im Herzen der Jugend in geeigneterer Weise zu beleben im Stande sind“ (S.3).-r־Wir fürchten, die Religionsschule wird so lange bestehen, als die Religion nicht überhaupt von den Schulplänen gestrichen und Üen Confessjonen überlassen wird, und dazu hat’s noch recht lange Zeit.]