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Hebraeische Bibliographie · 1863-09-01 · No. 35 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VI. 1863
Issue
No. 35 September-October
Date
1863-09-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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fordert •wjftg• T5r beschreibt die Localität mit den Bauresten und Grabhöhlen (סכין S. 13}6Ö, gegen Maimonides), behandelt insbesondere die Epitaphien (S. 23), nämlich 12 latein. und ,31 griech. (8. S. 63) nebst allen sich daran knüpfenden Eijizelnheit.en, Welche schön darum wichtig sind, weil man mitunter erst durch sie zur Vermuthung und Ueberzeugung gelangt, daSs die betr. Denkmäler von Juden herrühren. Dahin gehören Namen (z.B. von den verschiedenen Synagogen abgeleitet ß. 38) und Titel (S. 36,61,53,58,61, *wo angebJU ein sechsjähriger .,,Schreiber“!), Phrasen, yrie z.B. schon Prov. X, 7 S. 55, (vgl. Zunz, Z, G. S. 324) und sprachliche Eigentümlichkeiten (u. A. ein hebr. mitten im griech. Texte der, hier S. 29 vollständig mitgethei)ten Inschrift von Corp. Inscr. 6389), insbesondere der bekannten oder neuen Embleme^ wieLulab iß. 17), ־;(4:2)־ מנורה ,(19) אן־ץן Hühner (48) und Bienenkorb (59) haben nach dem Vf. keine allgemeine Bedeutung. Von grosser Wichtigkeit ist die Frage, ob wirklich Bilder lebender Wesen von Juden direct angewendet wurden, wie die ״neuesten Entdeckungen*‘ (im Anhang S. 64) beweisen sollen (vgl. S. 9 das Görgonenhaupt als Amulet). — Auch das Alter von Gräbern und Inschriften überhaupt kommt gelegentlich •zur 'Sprache (S. 25 Ü:.) : die älteste römische soll die der Claudia Aster (J. 54) sein (S. 24 abweichend von Momnuen Neapol. Lat. 6467); andere zwei (S. 32 u. 68) gehören dem 3. Jabrh. an. Gemeinschaftliche Gräber will der Vf. im Gegensatz zu jüdischen Familiengrüften, der christlichen Liebe vindiriren (S. 14). Die Sache liegt in der That so, dass das Judenthüm die ]Bestattung als eine unerlässliche Pflicht zunächst. der Familie betrachtet, in deren Ermangelung auf Jeden ausdehnt, so dass auch der Arme bestattet werden :soll, der daß Gegentheil testirt (Synh. 46a, Sch. Ar. § 348); die christlichen Kirchhöfe entstanden dadurch, dass das Volk bei den Märtyrern liegen wollte. — Was die Sprache betrifft, po :meint unser Vf., gegen Renan (״Inscription trilingue decouverte ä Tortose,*‘ in der Revue Arch. H, 1860 p.349), welcher den Gebrauch hebr. Grabschriften auf die Aus- Schliessung der Juden begründen will, dass vielmehr erst das Wiederaufblühen des Hebr. in Europa diese Sprache Auch in die ■Grabschriften eingeführt Und die Landessprache verdrängt habe, also die Inschrift von Tortosa jünger :als das X. Jahrh. sei. Dass schon im Ta^ud ,(Horajot 13) vom Lesen der JngpJj1rif|;ßn auf Gräbern die Bede ist, hätte er aus der. ihm unbekannten klassischen Abhandl. von .Zunz (Z. G. 392) erfahren können, Was freilich nichts für die hebr. Spräche geradezu beweist. — Wenn ich mir über idie meisten erwähnten Themen kein Uxtheil erlaube, weil hierzu ganz ßpecielle Studien;gehören: so gehört wenig dazu, um zu )behaupten, dßss der Verf. vom Hebräischen leider sehr wenig verstehe. Das (S. 27) vorgeschlagene £ושל1ב יקמה (!) בקהלה יוזי 3עו<<3ן e* PacD surff?t coetu (piorum) vivat in aetemum, ist Alles, nur nicht hebräisch, und jn der ,Grabschn aus Benevent (?) y. J. 1164 (8.28) ist sicherlich anstatt בכ״א יליס לירח במליו(!) .. פרע (?) המקום.. ויחי $1 י• הו עם di Luglio niese pieno (!!) ... läsciö guesto luogo ... e vive egli .. zu lesen:בכ״א יום לירח כסליו . ויחיהו עם [שאך?ן und zu übersetzen: ״am 21. Tage des Monats Kislew ... Gott (המקום) binde seine Seele .. « (vgl, Zunz, 1. c. S. 354) und lasse ihn leben .. .4׳‘j GUNZPNA]ö[SJE:]N9 $. וכרי תורה. Betrachtungen über die Bibel und unserer Weisen Ausspruche in predigten. 1. Lief. 8. Stuttgart, R. Levi Comm. 1863. (VIJI, t 52S,, 12£Sgr.) [282] HEISTER, KARL y. Die Juden. Aufgebürdete Verbrechen. Erlittene Ver-;folgung. Angethane Schmach. Drei Kapp« aas: Geschichtliche Unter• suchungen über Israel. Als Vorläufer. 8. Naumburg, Tauerschmidt '1863. (139 S.? jTh.) _ [283]!Der Bef. des Centralbl. S. 779, räth dem Vf. ״den Jaden, da «e wahrlich mündig geworden, die Führung ihrer Bäche selbst zn überlassen;“ — also doch ,;ihrer!Sache“?!] - HILGENFELD, A. Die Propheten Esra und Daniel und ihre neuesten Bearibeitüngen. 8. U. E . M. Pfeffer 1863. (X, 102 S., *Th.) [284]

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