Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VI. 1863
- Issue
- No. 32 März-April
- Date
- 1863-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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48 Die Familie Portaleone-Sommo. Die Allg. Zeit. d. «7* * 1862 S. 625 enthält unter der Ueberschrift: ״Eine Familie jüdischer Aerzte“, eine Notiz von 6r. Wolf. Als Quelle werden die Dispense der Päpste in den Archiven angegeben; enthalten diese auch alle angegebenen Specialitäten? Die Nachrichten Abrah&m’s in שלטי הנמרים (mir jetzt nicht zugänglich, aber abgedr. bei Ghirondi p. 42) sind schon benutzt von Cantarini bei Wolf B.H. III p.25, De Rossi und Carmoly, Hist, des med. p. 130, 149; daraus L. Fürst, im Jahrb. f. d. Gesch. d. Juden II, 345; diese Quelle hat Hr. J. E. Epstein (חולדות רופאי ישראל באיטליה in השרון , Beibl. zu הכרמל IIS.351) erst S. 369 zu nennen beliebt; und indem er die Worte 5״ Jahre nachher4‘ u. s. w. bei Fürst S.347 übergeht, lässt er Abraham im J. 1607 sterben, obwohl das Datum 29. Juli 1612 schon bei Wolf IIIp.62 (Catal. p.704) und in 111,141 אוצר נחמד, auch das Alter von (beinahe?) 71 Jahren, so wie der Name סומו, d. h. Sommo.1) Der Urgrossvater Abrahams hiess Benjamin und war ״Ritter“ *); wenn er sich italienisch Gulielmo nannte, so geschah das nach einer, dem christlichen Gevatternamen nachgeahmten Mode, welche Zunz (Namen S. 81) bei ital. Juden seit dem XV. Jahrh. bemerkt.3) ln der HS. Bislichis 17 fand ich auf der letzten Seite folgende Notiz: לוכר טוב כמו שבנימין בכמ״ר אלחנן משער אריה תלמיד הרופאים עשה הקדמת הידיעה על ק' שמואל בכ״ר ברוך ואסר שימות וכר', also war auch Benjamin b. Elchanan Arzt; Bei Biscioni Plut. 3 Cod. 1 (p. 108, od. 349 in 8vo.) erscheint Elchanan b. Menachem משער אריה im J. 1428 4). Dies könnte der Vater des Benjamin sein, der Leibarzt Ferdinands war (also 145817, nicht 1436, wie bei 6r. Wolf). Hiernach wäre der vervollständigte Stammbaum: *) Ueber Jehuda 1). Isak?סומו משער אריך (bl• um 1556) s. die Nach Weisungen bei Ztmz, 31 הצעה ,154-5 כ*ךןa u. @&tal. p.1210 unter Jacob Fano, wornach Wolfl n. 763 ZI III, 692b; der Name משער אריה *st jedenfalls nicht erst von Abraham übersetzt (wie Carmoly p.169 behauptet; vgl. weiter unten). Jehuda war ein galanter italienischer Aesthetiker, er machte Sonnette auf die römische Schau- Spielerin Flaminia, 300 Jahre ehe der erschossene Jellinek [mit Hilfe seines Bruders?] die Sängerin Jenny Lutzer in ital. Versen besang (in Prag um 1842). Auf seinen Streit über die Frauenwürde mit Jacob Fano bezieht sich vielleicht auch das חכמת נשים v* Jechiel Kohen b. Möse b. Jechiel b. Josef b. Chajjim מאמסקריווי [vgl. Tobia Kohen, Catal. p.2675] מגלות צרפת, im J• 15(55? (HS. Luzzatto.) Jehuda leitete das Drama auf Moses, den Verf. von Hiob, zurück. Das von ihm bearbeitete corso della vita ist wohl?ארחות חיים פרש (* Abraham 1. c. •) An das vermittelnde Deutsche ״Wolf״ ist hier sicherlich nicht zu denken, wie L. Weyl (in seinen, sonst nichts Originelles darbietenden Zusätzen, A. Z. d.-J. S.755) meint; auch in Deutschland ist Wilhelm nicht,,von jeher“ (bei Zunz gar nicht) und wohl erst seit Mendelssohn zu finden. 4) Perles (Adereth S.58A.3) hat seine Notiz meinem Catalog p.2269 entnommen, aber das Fragezeichen hinter 1428 weggelassen.