Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VI. 1863
- Issue
- No. 32 März-April
- Date
- 1863-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Jegerles, Brantweinschänker, Anschel Wiener, 53 J., Wechsler, StfZz^ Bischitz, 58. J., Leinwandhändler, Mos. Gitschin, Tuchhändler, Mayer Jeiteles, 39 J., Tuchhändler, Enseles, 48 J., Schulmeister, David Ellbogen, 26 J., Specereihändler, jkfora Bischitz, Leinwandhändler, WbZ/7 Glaber, 28 J., Tuchhändler, J?är Thomers, 60 J., Schulmeister, Jac. Abeies 52 J., Strumpfhändler, Freidel Jeiteles, 37 J., Zsa/: Goldschmied, Münzlieferant, 40 J. u. Feischel Jeiteles, Tuchbändler. Die Commission lud den geschworenen Schreiber Marc. Berls u. Simon Jeiteles, Buchhalter, als Sachverständige ein 11. legte ihnen insbesondere den Traktat Synhedrin S.67 zur Uebersetzung vor 11. diese stimmte mit den Aussagen der InquisitionsrCommission überein. Die Sachverständigen bemerkten jedoch, dass der ״,Jescheu von dem im Talmud die Rede ist, nicht mit Jesus zu identificiren sei. Jesche habe 200 Jahre vor Jesus gelebt. *) Im Talmud wird der Ort der Wirksamkeit Lud genannt, Jesus aber lebte in Jerusalem. Jesus hatte 12 Apostel u. im Talmud an der angeführten Stelle sei von 5־ die Rede. Sie verweisen ferner auf den Choschen Mischpat § 425 Alinea 5, wo ausdrücklich erklärt wird, dass עכו״ם Heiden u. nicht Christen bedeute. Von den Angeklagten selbst wollte sich Niemand zu den in seiner Wohnung oder in seinem Magazine Vorgefundenen Bücher bekennen, trotzdem dass in den meisten der Name des Besitzers eingeschrieben war. Der Eine meint, die Bücher gehörten dem Vater, der Andere dem Bruder, dem ehemaligen Hauslehrer, der ehemaligen Köchin, er habe sie als Pfand bekommen etc. Ueberdies erklären sie, sie verstehen wenig Hebräisch u. kennen den Inhalt der Bücher nicht. — Die Aelteslen der Prager Gemeinde legten eine Fürbitte 'bei dem Appellationsgerichte für die Angeklagten ein; in derselben weisen sie die erhobenen Beschuldigungen gegen das Gebetbuch zurück. — Die Beschuldigungen gegen den Talmud suchen sie nicht einmal zu entkräften. — Sie erklären es für unwahr, als würden die Juden das Unglück der Christen herbeiwünschen, sie würden sich versündigen gegen משלם רעה חחס טובה ,לא תקלל חרש; sie weisen ferner auf Orach Chajjim §.576 Alinea 3 hin, nach welchem die Juden verpflichtet sind, bei Pest elc. auch für Nichljuden zu beten. Bezüglich der Loyalität bemerken sie, dass an jedem Sabbat für das Wohl des Landesfürsten gebetet wird, wie es vorgeschriebenes Gesetz ist, u. beziehen sich auf Jeremia 29, 7 u. auf R. Chanina 'הוי מתפלל וכו u. selbst in Privatbriefen, wenn vom Landesfürslen die Rede ist, heisse es: ירום הורו . — Die Commission beschliesst, die Bücher bedenklichen Inhaltes zu verbrennen u. die erlaubten mit einem Stempel zu versehen, — und damit schliesst der Prozess. Wir lassen nun das Verzeichniss der gefundenen Bücher folgen: lmae Classis est Talmud et Cabala, item Talmudici atq. Cabalistici Scriptores a Summis Pontificibus aeque ac Augustissimis Caesaribus nec non a Conciliis et fidelibus Ecclesiae Principibus toties damnati et exterminati: סלטור 135 (2, משניות ד' פראג, אביר •עקב 16, אדם והדורוח[?1, אהבת השם, אור ישראל 5, אור קדמון, אשל אברהם, ברית מנוחה, ברכות הזבח, בית י יהודה, גלגולים ד, דבר שבקדושה, דברי נב״א, דרך חיים, דרך חכמה, דרך ישרה 4, C^gl. Catäl. Codd. h. Lugd. p. 393, u. ältere Schriften bei Schleiden, (נ [־.Studien 1855 S. 268. St .Der grösste Theil dieser confiscirten Talmud© waren in Frankfurt gedruckt (*