Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 23 September-October
- Date
- 1861-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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120 [401 Godgeleördheid. Geschiedenis. Letterkunde. Verkooping 2B. Sept. 1861« 8. Amst., Fr. Müller 1861. (72 S.) [401] [Enthält 2099 Nummern, darunter S. 58 N. 1685flf. Da Costa s Werke, nämlich dichterische und pros. bis N. 1817, dann »Schriften, welche seine Beiträge enthalten, bis N.1818ff.] Catalogne de la collection importante de livres et MSS. hebreux, espagnols et portugais et d’une collection de planches ayant rapport aux Juifs; provenant de la bibliolh. de fcu Mr. 2s. cla Costa. La vente sera le 29. Oct. 1861 par Fr' Müller. 8. Amsterdam, Fr. Müller 1861« (VI11. S. 73- 12025 ר Cent.) [402] {Wir haben für diesmal, bei der späten Beendigung dieses, von Hm. Roest verfassten Auctionscatalogs, eben nur noch Zeit und Raum, die Anzeige, desselben zu beginnen, um unsre Leser die Auctionszeit nicht versäumen zn lassen. Die Bedeutung dieser Sammlung ist ihnen im Allgemeinen aus dem Art. v. Roest, Jahrg. III S.114, bekannt.] [Forts. f.] 4. Miscelle. (itandiueJ und Juynboll). Das Jahr 1861 hat zwei Männer zu Grabe geleitet, die bei aller■ individuellen Verschiedenheit doch als Förderer der hebr. Bibliographie ein Wort des Andenkens hier verdienen; wenn aber früher persönliche Freundschaft, und die, alle Ostentation scheuende Persönlichkeit der Dahingeschiedenen dem Schreiber dieser Zeilen verboten, ihnen seine Anerkennung in vollem Maasse auszusprechen, so schreiben ihm dieselben Rücksichten noch jetzt die engsten Grenzen der Objectivität vor. [403] Dr. B. Bandinel, mehr als 40 Jahre Oberbibliothecar der Bodleiana, dehnte, ohne eigene Kenntniss des Hebr., seine Sorgfalt auf Erwerbung hebräischer Drucke u. HSS. schon zu einer Zeit aus, wo die neue jüdische Wissenschaft kaum noch erwacht war. Er eorrespondirte mit De Rossi (st. 1831) und erwarb einige Incunabeln desselben. Im J. 1829 liess er die Oppenheimer’sche Bibliothek zur Schande Deutschlands entführen, und gern erzählte er die Anecdote, wie er, nahe am Ziele, sich aus der unvorhergesehenen Verlegenheit helfen musste, den ganzen Kaufpreis Jn baarem Gelde zu bezahlen. Unter seiner, bis ins höchste Lebensalter unermüdlichen Verwaltung ist die Bodleianische Bibliothek die erste hebräische der Welt geworden, da sie beinahe 2000 Bände HSS. und beinahe 7000 Druckbände, darunter die ältesten und seltensten Werke, umfasst (vgl. Catal. I. h. p. L, u. Conspectus Codd. p.V). Mit welcher Hingebung derselbe alle zweckmässigen Wünsche, alle Anfragen und Nachforschungen in Beziehung auf den, in seinen letzten Tagen beendeten Catalogus Ubr. hebr. förderte, zum Theil selbst erledigte, das Hesse sich aus einem Bande von Briefen und Mittheilungen nach weisen. Prof. T. G. J. Juynboll ״Legati Warneriani Interpres“ d. h. Custos der orientalischen HSS., durch welche die Leydner Bibliothek zu den ersten gehört, und deren Geschichte er in einer Oratio bei Niederlegung des Rectorats (1854) behandelte, u. A. als Mitherausgeber der ״Orientalia“ und des Commentarius in hist, gehtis Samaritanae (1846) bekannt, interessirte sich mit seltener Vorurteilslosigkeit und Begeisterung für alle Forschungen und Forscher, wie man selbst an der Nöte im Cat. Codd. hebr. Lugd. (1858) p.XII (vgl. p. XXI, XXII) erkennen kann. Ihm war es gegönnt, nach den liberalen Bestimmungen der Bibliothek, auch auswärtige Forscher (Zunz, Polak u. A7) durch Verleihung von Büchern u. HSS. zu unterstützen. Wie Vieles wäre vielleicht noch durch ihn gefördert worden, hätte ihn nicht — ganz unerwartet — vor Kurzem der Tod in einem Alter von noch nicht 60 Jahren dahingerafft.!תהי מנוחתם כבוד