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Hebraeische Bibliographie · 1861-09-01 · No. 23 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band IV. 1861
Issue
No. 23 September-October
Date
1861-09-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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109 298] so nahe, dass man beide mit מוסף (was aber hier irrthümlich zu einem eigentlichen Titel gemacht ״wird) bezeichnen konnte. Abr. b. Chijja war ein ausgezeichneter Mathematiker, und seine Bedeutung über den engem Kreis der jüdischen Literatur hinaus liegt darin, dass die lateinische Uebersetzung seiner, aus arabischen Quellen schöpfenden Geometrie, angeblich schon 1116 durch Plato Tiburtinus übersetzt, einen Fortschritt in jener Wissenschaft bezeichnet.5) Auch für die jüd. Lit. liegt hier der Schwerpunkt, namentlich dadurch, dass Abr. dem Bedürfnisse der des Arab. unkundigen Juden zuerst, durch hebräische Werke genügte und daher grossentheils der Begründer der Terminologie wurde *), die sich auch hier mit Rücksicht auf Ex~ egese entwickeln musste, wie z. B. (Bl. 24) ,בריחיך (J°n• 2, 7) (Erd-)Axe * * * 4) u. dgl. Das vorliegende ethische Schriftchen gewahrt in seinem besondern Inhalt über die Busse wenig materielles Interesse, mehr der einleitende philosophirende Abschnitt, nach den imsichten der י חכמי המחקר die aber hier noch nicht die Motekellimin im Gegensatz zu den Philosophen (Aristotelikern) bezeichnen (vgl. Jüd. Lit § 12). Der Vf. gehört zu den Rationalisten, welche auf שקלל הדעת (v^״ Rapop. Nissim A. 11) grossen Werth legen und ihre wissenschaftliche Anschauung zur Richtschnur der Exegese machen (s. namentlich Bl. 36 unten). Er citirt schon die stereotyp gewordenen Begriffe von Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit der Seele (Bl. 5a, 8b, vgl. S.Ln, עץ חייס V. Ahr. b. Elia S. 201) u. S. w. Eine gute Textausgabe des kleinen Schriftchens durfte auf Dank rechnen. Leider muss man ebensoviel Zuthat des vollständig unberufenen Herausg. mitbezahlen, der kaum das bisher bekannte, vier bis fünf mal Abgedruckte, ohne neue Hilfsmittel, *) wieder derart zuiückführt, dass Rap. sich abmühen muss, die Sache wieder auf ihren alten Stand zu bringen; des Letzteren Digressionen sollen uns nicht zu ähnlichen verleiten.] *) ״Sawasorda* (sic) bei Graetx, VI, 120 ohne alle Nachweisung des, auch für das durchaus unbewiesene Todesjahr wichtigen Sachverhältnisses; der Name ״Albargeloni“ ist eine der vielen Erfindungen, die mit dem Studium ״primärer Quellen“ zusammenhängen; bei Zun%, Add.p. 149: ״Barcinone oriundusa ohne Beleg u. Catal. Lugd. p.l49n.3 nach Wolf 111 p.32 vgl. p.31, den Wohnort bezeichnend, wahrscheinlich auch nur wegen der Daten der Werke; das Geburtsjahr 1065 ist aber gan% aus der Luft gegriffen. Die Identität des 0' התשבורת *n Parma, Paris (woraus die Einleitung längst im המגיר abgedruckt) und Rom mit dem lib. Embadorum des ״Savassorda“ ist conjicirt in einer Abhandl. im Serapeum 1858 p.34 u. 96 (vgl. HB. I S.13N.48, Catal. d. Leydn. HSS. p.369 u. XVH, die Lit. über Abr. b. Ch. das. p.148). Der Druck meiner französischen Bearbeitung jener Abhandl. wurde vom Fürsten Boncompagni in Rom in seiner Druckerei (Tipogr. delle Science matefn. e fisiche) im J.1859 veranstaltet (vgl. HB. IIS. 58, Handb. p.XI), aber nur zur Hälfte ausgeführt, weil die anzuhängenden Excerpte aus dem Vatican damals nicht beendigt werden konnten. Nach kürzlicher Mitth. des Fürsten soll dasselbe jetzt geschehen. *) Später bezeichnete man mit תכונה (Astronomie) den wissenschaftlichen Styl überhaupt, Jüd. Lit. § 8 u. 21. 4) Vg1. ס' העבוף sיסוד עולם ,9״ n,ibi. 15, schon Buxtorf s.v. בריח• wie man (Ben• Chan. 1861 S. 8) dazu kommt, hier ״den Aequator“ zu substituiren, lässt sich kaum aus der flüchtigsten Lectüre erklären. Vgl. auch oben S. 83A.1. *) Etwa ausgenommen die Notiz über Abr. b. Salomo (S.XV, L, vgl. Catal. p.2270 u. Add., 2354, Cat. der Leydn. HSS. p. 162), wo die Berichtigung Lilienthals schon bei Zun%y ohne welchen (freilich indirect) der Her. sicherlich nie etwas von jenem Codex gewusst hätte. Aber seine Aufrichtigkeit dem Publikum gegenüber kann ich allein am besten beleuchten. Im December 1859 schrieb mir der Her., dass ich, nach einer Mitth. Luzzatto’s, irgendwo Abr. für einen Nachkommen David’s erklärt, ich möchte ihm die Quelle angeben. Ich antwortete sofort, dass dies ein Irrthum sei, der höchstens auf Goldentbal’s anachronistischer Combination mit Chijja Daudi beruhen könne, dass dieses angebliche ייחוס überhaupt schon von den Alten verspottet werde. Man lese nunmehr S. III die Wendung, die der Her. der Sache gegeben, um meine Argumente gegen die Sache in seine eigenen dafür zu verwan-

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