Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 23 September-October
- Date
- 1861-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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106 [294 durch Mitwirkung der Mitglieder geschehen, und dürfen die zusammentretenden Begründer sich nur als provisorische Verwalter betrachten• 2. Sollte das Gutachten über die zu veröffentlichenden Schriften u• s. w. womöglich von einer Commission von Fachgelehrten ausgehen, die nicht nothwendig mit den Vorstandsmitgliedern identisch sind, da es sich dabei um ganz verschiedene Fähigkeiten handelt. Es giebt z. B. grosse Gelehrte, die in einer alten HS., und namentlich von spanischer Hand, keine Zeile lesen können. Zu solchen sporadischen Commissionsfunctionen werden Männer wie Geiger9 I^uzzatto, Zedner, Zunz sich wohl herbeilassen, wenn sie auch eine Vorstandswahl ablehnen sollten. 3. Muss -die Thätigkeit des Vereins dahin gehen, kundige Männer zur Herausgabe aufzufordern, und ihnen die Mittel-zur Benutzung der nöthigen Quellen, event. durch Ersetzung von Reisekosten, zu bieten. 4. Wird der Vorstand ein besonderes Augenmerk auf Handschriftenkunde zu richten haben, welche die Basis für alle Unternehmungen sein muss. 5. Stellen wir eine, von der erwähnten Seite vorgeschlagene Bestimmung der Erwägung anheim, nämlich event. auch Verfasser von Monographien, zu denen die Benutzung grosser Bibliotheken nothwendig ist, durch ein Reise- Stipendium zu unterstützen. Wir haben bei Andeutung dieser Mittel den möglichst allgemeinen Standpunkt, d. h. den rein wissenschaftlichen eingenommen, welchem sich Männer verschiedenster Richtung anschliessen können; denn dass ohne streng wissenschaftliche Tendenz die Herausgabe von HSS. u. dgl♦ nur neue Zerrbilder zu den hinlänglich vorhandenen hinzufügen würde, wollen wir nicht erst beweisen. Es kommt aber, nach unsrer Ansicht, bei diesem Unternehmen am wenigsten darauf an, jährlich so und so viel Druckpapier in die Hände von Leuten zu bringen, die keinen oder einen verkehrten Gebrauch davon machen. Man appellire endlich — um 2 Thaler jährlich zu erhalten — an den Sinn für Förderung des Studiums überhaupt, und sehe zunächst wie weit man damit komme.ג) _ 1. Bibliographie. 1• Periodische :Literatur• .החלוץ העובר לפני עם ישראל למלחמת הדח והתושיה מחברת חמישית 8. [ברעסלוי תר״ך He- C/ialuz ״Wissenschaftliche Abhandlungen über jüd. Geschichte, Literatur und Alterthumskunde.“ V. Jahrg. 8. Breslau, Sulzbach’s Buchdruckerei 1860. (92, S.) [294] [Wir hemerken mit Vergnügen eine Umkehr zum Objectiven (vgl. HB. IIS. 39), und hoffen, dass der in Kurzem versprochene VI. Jahrg. darin nicht stehen bleiben werde. Bis auf einen Aufsatz über Sytnmachos, welchen Geiger mit dem im Talmud genannten combinirt, uud einen über Elischa b* Abuja von Hubs, gehört fast Alles dem Her. Schofr an. Lezterer sieht die talmudische und rabbinische Entwickelüng so an, wie Geiger die des Bibeltextes, bewusste Parthei-Tendenzen seien die wesentlichsten Triebfedern, aus denen auch die grösseren Bewegungen abzuleiten wären. So wird z. B. in einer beachtenswerthen Abhandlung über das Verhältniss der Gaonim u. s. w. zum jer. Talmud behauptet, dass die Gaonim denselben absichtlich nicht nannten (S. 38); dabei verfällt Sch. in den Fehler der Polemiker, den er, wenn ich 1) Beim Druck derN. erhalten wir einen Aufruf ähnlichen Inh. v. Benjakob, worüber in nächster N.