Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 15 Mai-Juni
- Date
- 1860-05-01
- Page
- [Seite 62] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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53 1421. Samstag' von St. Tybertsleg. Albrecht schenkt das Haus sammt Garten, die früher dem Juden Jona dem Fussen1) gehörten, dem Bürgermeister, Hannsen Mustrer. 1422. Pfingsltag vor dem Palmenlag. Herzog Albrechts Brief, dass man alle Jadenhauser mit dem Stadtsiegel fertigen soll. (Sie werden in das allgemeine Grundbuch übertragen). 1423 Wien St Simon u. Judastag (28. Oct.). Herzog Albrecht fordert die Jtrdeu auf, dass sie die Schulden bis zu Lichtmess geltend machen sollen. 1426 Pfingsltag. Herzog Albrecht verkauft das Haus des Steinmetzen Engelbrecht, welches er in Folge der Judenschulden erhielt (S. oben v. J. 1386) an Hannsen dem Ottmaier. 1433 St. Peter 11. Paulstag. Albrecht gibt das Haus in der Judengasse, genannt die Cantorey, welches nach den Juden ״Venkhmuss“(?) an ihn gekommen ist, dem Bürger Heinrich Mosman.2) . _:_• n Zur Bibliographie der hebr. Sprachkunde. (Berichtigungen, Zusätze u. Erörterungen zu meinem ״Handbuche“.) Von 1. Steinschneider. In dem oben (S. 48) angezeigten Handb. habe ich ״vor Allem Richtigkeit, dann Vollständigkeit angestrebt, nirgends meine Unkunde auf Kosten der Wissenschaft zu verhüllen gesucht4* (S. VII). Die Erwartung vieler Berichtigungen und Zusätze durfte mich nicht länger von der Veröffentlichung zurückhalten, da sich mir die Ueberzeugung herausgestellt, dass eine Verschiebung meine Mittel nicht wesentlich bereichern, hingegen die bequeme Benutzung meines Materials die Anderer hervorlocken werde. In der That bin ich bereits jetzt, ein Jahr nach der Veröffentlichung, im Besitz werthvoller Mittheilungen u. Notizen aus unbenutzten Quellen, welche später, durch einen Umdruck, des ״Nachtrags“ dem Buche selbst einverleibt werden sollen, nachdem manches Hypothetische und Zweifelhafte genauer geprüft ist. Die folgende vorläufige Zusammenstellung praeteridirt daher einerseits nicht die Autorität abgeschlossener Resultate, giebt aber auch andrerseits überall die Quelle,• erörtert Einiges mit weniger knappem Maasse als im Handb. selbst, und schliesst auch jede, wenn noch so unbedeutende Erörterung und Bemerkung, selbst Druckfehler, ein. Um meine Quellen im Verlaufe dieser Bemerkungen ganz kurz bezeichnen zu können, nenne ich, die hauptsächlichsten hier in alphabet. Reihenfolge: יו. S., unser Mitarbeiter v. Sterna, welchem ich ausser• sporadischen Bemerk, über hebr. Schriften äüch eine Vergleichung des Catalogs von Prof. WUlmeÜs Biblioth. 8. Amst. 1837 (nicht in d. Berliner Bibi.) u. einige Notizen aus Catalog XIX v. St. Goar Frankf. a. M. 1857 verdanke; — ßj. d. i. Benjakob in Wilna; — Glm. d. i. Oildemeistet', Prof. Theol. in Marburg (jetzt in Bonn), schrieb im August 1859 eine Kritik meines kaum erschienenen Buches, angeblich von dem Standpunkte ausgehend: ״weil der Verf. viel geleistet, wünschte man Alles geleistet zu sehen“ (d. m. Zeitschr. X, 297); am Schlüsse heisst es (S.300): »Wie viel vollkommener bei etwas mehr Fletss *) [Dieser Ausdruck bedeutet entweder Russe oder aus dem slavischen Osten? Vgl. Zunx, Ritus S. 72, St] *) Die Juden wohnten in Wien zuerst an dem Orte, wo jetzt der tiefe Gra״ ben, in dem Weichbilde der Stadt ist, bis zum Ruprechtsplatz. Im 14. Jahrh. *wohnten sie am Judenplatze, wo jetzt das Ministerium des Innern ist, im 16. Jahrh. in der Judengasse, im-17. Jahrh. in der Leopoldstadt (s, uns. Schrift Ferdinand TL u. die Juden), zu Ende des 18. Jahrh. zerstreut.