Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 3 Mai-Juni
- Date
- 1858-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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57 ändere* Werk aber zugleich mit den Werken 5) נהרות דמשק u. 36 Bl.) und גן משק (68 Bl.) v. Salomo genannt Tshelebi (ג״יליבי) Camondo b. Abraham, welche auf Veranstaltung des Schülers Salomo Camondo ben Jakob, nnd Eidams des Verf., Isak Älfandari b. Salomo, ״zum Druck gebracht“ wurden durch Jechiel Jakob Eljakim zu Salonichi in der Druckerei der Compagnie: Josef 6. Isak Molchor Chajjim Abraham b. Sabbatai Nechama u. Saädif.aJ b. Jehuda Levi Aschkenasi im J. *..וגהר יוצא מעדן ל. Der Titel unsrer GA. lautet.'dort einfach: 0'כ2וור1 1« גא1כים »auf Kosten dös Sal. ben Jak. Camondo durch Jechiel u. s. w. mit Cönstantinopler Lettern u. js. w.“ (2 u. 26 Bl.) Jenem Drucke allein folgt unsre Ausgabe, deren Titel שערי תשובה dort eigentlich nur als bedeutungsloser spielender Columnentitel erscheint. Das Verhältnis der Torgedruckten Bemerkungen des David Loria wird erst erklärlich, wenn man weiss, dass dieselben Excerpte sind aus dem Werke 8 קדמות ססר הזוהרyo.. s. I. e. a. [Königsb. 1856}!), u. zw. findet sich dort S. 8 eine, die ganze Sammlung betreffende Vorbemerküng, in welcher selbst dieser Apologet des Sohar nicht umhin kann anzuerkennen, dass mehrere der Gutachten keineswegs von den babylonischen Lehrern (die unser Titel schlechtweg substituirt), sondern von viel späteren europäischen Autoren herrühren. Diese Notiz, welche als Vorrede zu gebrauchen war, hat ebenso wenig einen Platz in unsrer Ausg. gefunden, als das der Originalausgabe vorangehende Gutachten; hingegen ist der Text der betreffenden GA. unnützerWeise noch einmal gedruckt. Ware es nicht natürlicher gewesen, die Anmerkungen unter die entsprechenden Stellen des Buches selbst zu setzen? Auf den Inhalt dieser Anmerk, wollen wir hier um so weniger eingehen, als die in Livorno erscheinende Ausg. uns andre Original-Anmerkungen bringen soll (s. oben S. 4). — Die GA. selbst scheinen, mit Ausnahme der von 333 an geänderten Nummern (da in der alten Ausg. auf 332 sofort 334 folgt, daher dort die letzte 353, in unserer Ausg. 352, u. doch auf dem Titel »?53“), ein einfacher, sklavisch treuer Abdruck, mit der anscheinend höchst unbedeutenden Neuerung, dass die Ueberschrißen durch kleinere Lettern hervorgehoben sind. Aber mit dieser Neuerung hat sich der Verleger oder der uns unbekannte Corrector eine kritische Corruption ,des Werkes erlaubt, ohne, wie es scheint, eine Ahnung davon zu. haben, um was es sich dabei handle. Jene Ueberschriften, auf deren ursprüngliches Verhältniss zu den Nummern wir nicht eingehen können, enthalten den Namen der angeblichen Verfasser der einzelnen Gutachten, und zw. entweder mit der Formel ...לד oder auch bloss ...רב, sie sind aber in der alten Ausgabe vom Texte des vorangehenden Gutachtens fast überall nur durch einen sehr geringen Abstand und einen Punkt getrennt. Dieser Punkt ist zuweilen aus Versehen ausgefallen. In solchen Fällen erscheint in unsrer Ausgabe die Ueberschrift als Ende des vorhergehenden GA., welches hiernach dem Verf. des nachfolgenden GA. zugeschrieben wird; so z. B. zu Ende N. 165, 166, 202 (zuletzt Nachmanides, früher lbn Gajiat, als Ueberschrift Saadiaü), 82 (beides!) 253 u. dgl. In N. 307 ist nach dem Punkte der Name Scherira geblieben, vielleicht weil in 308 nach וששאלתם Samuel ben Chofni erscheint. Solche Anfänge, wie überhaupt die theilweise geltenden Ueberschriften oder Gitate durften nur nach den Forschungen eines Rapoport festgestellt werden, während in .unsrer Ausgabe Zufall oder Willkühr waltet, z. B. f. 16b Sar Schalom als gewöhnlicher Anfang, Amram in der Mitte, Zemach als Ueberschrift. In dem richtigen Ende N. 148 ist der Name ברג׳לוגי (d. h. Barceloni) getrennt, u. dgl. An äusserer Ausstattung hat es der Verleger, Hr. Fischei, nicht fernen lassen; was seine Wiederabdrücke aer Wissenschaft nutzen, das kümmert ihn nicht, und vom mercantib’schen Standpunkt mit Recht; denn die wenigen jüdischen Kritiker sind selten in der Lage kritische Ausgaben hebräischer Werke für andre zu besorgen, oder einem einsichtigen Verleger zu den Kosten zu verhelfen; sie müssen sogar die schlechtesten Ausgaben selbst anschaffen, und sich mit Untersuchungen darüber plagen, wo ihnen nichts besseres geboten wird. Den After-Kritikern und Historikern unsrer Zeit über, die gerne die Vindicatoren der Authentie und des Alters pseude- Shischer Schriften, gegenüber einer wahrhaften Kritik, spielen, möchte man wohl n: Wenn im 19. Jahrhundert uns die Presse ein solches Material bereitet, was mögen tendenziöse Schriftsteller und unwissende Abschreiber finstrer Jahrhunderte uns hinterlassen haben?! 1) Die!• Ausgabe allein ist uns bekannt; giebt es eine ältere, aus welcher diese excerpirt ist? 3*