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Hebraeische Bibliographie · 1858-03-01 · No. 2 März-April · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 2 März-April
Date
1858-03-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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26 Beendigung nahe oder schon aus gegeben;?Simon Dur an'8 Commentar über die As'harot des Salomo Ihn Gabriot ist unter״ der Presse. In Livorno befinden sich u. A. unter der Presse ein Commentar über diePsalmen von Jakob Rokeach aus Tripolis (Berberei) und ein Commentar über das Such יראים (Jereim) von Isak Tajjib aus Tunis. Manches Andere hat die Presse bereits verlassen, und ist auf dem Wege zn uns, dessen Erlangung, ,wie gewöhnlich, von einem günstigen Zufall abhängt, da ein grosser Theil der in Livorno gedruckten Bücher in der ganzen Auflage sofort nach Africa geführt wird. In Wilna ist so eben in die Presse gegangen eine 2., bedeutend vermehrte Aufl. des Werkes Netibot Olam über die 32 hermeneutischen Regeln von Zebi Hirsch Katzenellenbogen (die erste erschien 1822), und ״die Zerstörung BetharV v.K. Schulmann, über dessen Schriften wir nächstens zu berichten Gelegenheit haben werden. — M. G. Dreifass (Lehrer in Ober •Endingen) beabsichtigt eine Sammlung der auf Juden Bezug habenden Urkunden in den Archiven zu Zürich, Bern, ,Basel und Aaräu. Dass* die jüdische Geschichte solcher Arbeiten und einer ihnen entsprechenden Verarbeitung sehr bedürfe, ist vielleicht nicht überflüssig .zu bemerken. Von L. Levysobn (in Worms) soll eine Zoologie des Talmuds binnen Kurzem die Presse verlassen. — Der Missionär Margolioath veranstaltet eine Ausgabe der hebr. Bibel, mit englischen kritischen, philolog., histor., polemischen und erläuternden Anmerkungen, und Prolegomenen von C. F. Stuart. — L. Phllippson verspricht, die Resultate seiner langen schriftstellerischen Thätigkeit und practischen Erfahrung in einem umfassenden dreitheiligenReligionslehrbuch niederzulegen.— Josef Scheinhak aus Suwalki, Verfasser von ח(רלדוח1 ד#אל״ץ Warschau 1848, will u. d. T.: םס!ר ד«פמ2וביד Oder 1עדרך ך«זח1דט ein neu es Talmudisch-chaldäischesWörterbuch herausgeben. — M. E. Stern, der wie ein lüsterner Schmetterling von einem Zweig der hebräischen und jüdischen Literatur zum andern hüpft, um einige Blüthen abzubrechen, soll mit einer Arbeit beschäftigt sein, die man einem Schöngeist flicht zumuthen und Zutrauen möchte: einer Bearbeitung der Buxtorf sehen (Fürst'sehen?) Concordanz. Die ״practischen* Engländer sind denn auch einmal auf die Literatur hingewiesen worden. Newdegate hat sich in einer Parlamentsdebatte gegen die Juden auf das bekannte Old Paths von Mae CaiÜ berufen. ״Ein solches Buch existirt ungefähr 20 Jahre!“ ruft ein englischer Jude aus, ״und ist noch nicht widerlegt! Hier sind zum Anfang meine zehn Pfund Sterling* und für 100 £ wird wohl eine Widerlegung zu haben sein!“ ״Nein, 200 £ sind wohl nöthig,“ meint ein Schriftsteller; ״eine Concurrenz muss ausgeschrieben werden,“ meint ein Dritter. Aber, fragen vrir, wo ist der englische Jude, der das Werk schreibt? Was hat England seit jener Zeit für jüdische Literatur gethan, als höchstens einige Deutsche geduldet, welche dieselbe dort fast überall vertreten? Das kaum geschaffene jüdische Collegium ist bereits auf Privat- Unterstützung angewiesen, und der Rector hat sich von den Hieroglyphen zu Münzen und Amuleten gewendet An den hoch- und gutgestellten Rabbiner *) scheint man nur zu denken, wenn es gilt, neue Prärogativen einzuführen, wie das ausschliessliche Recht der Trauung, welches bereits allerlei Verlegenheiten bereitet hat. —Die Wissenschaft will auf einem natürlichen Boden gepflegt sein, in Treibhäusern und Mistbeeten bringt sie nur exotische Gewächse aber keine Früchte. —־* Im Jahre 1841, als es sich nicht um einen Parlamentssitz, sondern um die Beruhigung ängstlicher Gemüther handelte, fand sich der, jetzt greise Wiener Rabbiner E. Borwitz bewogen, uns einige Anmerkungen zukommen zu lassen, welche jenes Buch zu characterisiren geeignet sind8). 2) Vgl. Goldberg'$ Correspondenz in המגיד N. 12. 3) Sie sind ohne den Kamen des Bearbeiters mit einigen Zusätzen im Literaturbl. des Orients 1841 S. 485 ff. abgedruckt.

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