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Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ... · 1914-01-01 · 1914 (über das Jahr 1913) · p. [Seite]

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Journal
Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
Volume
1914 (über das Jahr 1913)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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IRI
…/2153553-10577932--478-2154179
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Lebenshaltung haben zahlreiche Familien in eine Notlage verseht, die ausgiebige Hilfe erforderte. Außerdem ist der Zuzug vieler unterstützungsbedürftiger Glaubensgenossen zu verzeichnen, wir prüften die uns unterbreiteten Fälle, die wir, weil außerhalb des Rahmens unserer regulären Unterstützungstätigkeit liegend, als Lpezialfälle bezeichnen, sorgfältig, und je nachdem sich die Petenten als würdig erwiesen und eine Hilfeleistung Erfolg versprach, versuchten wir, geschwächte Existenzen zu stützen und zu stärken. wir haben im Jahre 1913 für solche Zwecke die Summe von Mk. 48317.20 verausgabt gegen Mk. 31 296.49 im Vorjahre. Diese ganz besonders hohe Ausgabe wurde uns nur ermöglicht durch größere Zuwendungen edler Menschenfreunde, für deren außerordentliche Gpferwilligkeit wir auch an dieser Stelle herzlichst danken. Die sonstigen Einnahmen erhöhten sich nur in geringem Maße, während eine Reduktion der lausenden Unterstützungen kaum möglich war, so daß auch der diesjährige Abschluß ein namhaftes Defizit ergibt, das aus unserer kleinen Reserve gedeckt werden mußte, wir richten daher wiederum an alle unsere Glaubensgenossen die herzliche, dringende Bitte: Crefen Sie dem flimoienkalfen als Mitglied bei oder erhöben Sie Uhre Beiträge und lallen Sie uns bei Freud und heid Spenden zukommen. Sie Helsen dadurch würdigen Armen die Möglichkeit zur Fristung des Lebens zu schaffen. Der Fürsorge für verlassene und schutzbedürstige Rinder wurde auch in diesem Jahre besondere Aufmerksamkeit gewidmet! unter unserer Sammelvormundschaft befinden sich gegenwärtig 117 Rinder gegen 98 im Vorjahre. Aus Veranlassung des Vorstandes der israelitischen Gemeinde wurde eine „Rommission für jüdische Rinderfürsorge" gebildet, die bezweckt, schutzbedürstigen jüdischen Rindern die Erziehung in ihrem Glauben und die Unterbringung in geeigneten pflegestellen zu sichern. Ende 1913 standen 50 Rinder in der Dbhut dieser Rommission. Der Rommission gehören Herr Justizrat Dr. Blau vom Gemeindevorstand, ferner Verwaltungsmitglieder der Weiblichen Fürsorge, des Hülfsvereins und des Almosenkastens an. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde bewilligte auch in diesem Jahre das Gehalt unseres Sammelvormundschafts-Beamten. wir sagen dafür besten Dank. Der Almosenkasten empfing im Iahre 1913: *»£W« Legat des sei. Herrn Josef Rosenheim ....... Mk. 1 500.— „ „ „ „ Ignatz Sichel.„ 5 000.— „ „ „ „ Heinrich ITT. Rönigswerther. . . „ 10 000.— (3°/o preußische Ronsols). Zur die Annahme des letzteren Legates ist die königliche Genehmigung nachgesucht. Den edlen Spendern bleibt ein dankbares Andenken gesichert. Zum Andenken an seine Heimgegangene Schwester, Frau Adelheid Geiger, hat uns Herr Jacob H. Schiff aus einer besonderen Stiftung einen jährlichen Zinsbetrag von Mk. 2250.— als fortlaufende Subvention für religiössoziale Rinderfürsorge überwiesen. Innigen Dank dem hochherzigen Geber. Die Vereinigung jüdischer Wohlfahrtseinrichtungen hat auch im Jahre 1913 unter unserer Beteiligung die Zentralisation der Unterstützungen für kurbedürftige Männer, Frauen nnd Rinder weiter ausgedehnt. Insgesamt wurden 248 Personen an Rurorten untergebracht mit einem Rostenaufwand von Mk. 19091.01 und erfreulicherweise wurden vielfach günstige Resultate erzielt. Unsere Einrichtung, Grabdenkmäler und Grabstätten aus dem hiesigen Gemeindefriedhos zu unterhalten und für deren Ausschmückung zu sorgen, wurde weiter in steigendem Maße benutzt, ein Beweis, daß diese Einrichtung allseitige Anerkennung findet. Die Höhe der für die Unterhaltung der Grabdenkmäler und Grabstätten bar zu entrichtenden oder testamentarisch zu legierenden Summe richtet sich nach dem Grade der einfacheren oder reicheren gärtnerischen Ausschmückung. Der hierfür sestgestellte Tarif wird von unserem Sekretariat auf Wunsch gerne zugesandt. Unsere Verwaltung erlitt in diesem Jahre einen schmerzlichen Verlust. Herr Leopold Hirschler wurde uns nach längerer Rrankheit im August durch den Tod entrissen. Nahezu 20 Jahre — mit den statutengemäß vor- -- S 8TABTBIBLI0THEI FRANKFURT AM MAI* 's_)

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