Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Journal
- Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Volume
- 1903 (über das Jahr 1902)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Telefon Ia. Wr. 6704. 'W* '/!k$> ZLericßt des Wk'egamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre 1902. —~ * l i L. Wir beehren uns hiermit, Rechenschaft abzulegen über unsere Thätigkeit im abgelaufenen Jahre und eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben vorauszuschicken. Die Einnahmen betrugen: Spenden zur Vertheilung.Mk. 59,969.45 Jahresbeiträge. „ 14,014.28 Zuschuß aus dem Zinsenerträgniß.. . „ 12,975.69 welchen nachstehend verzeichnte Ausgaben gegenüberstehen: Quartalspenden Monatliche unh sofortige Spenft-n Verwaltungsspesen an 638 Familien und alleinstehende Bedürftige Mk. Mk. 86,959.42 12,823.— 69,683.50 4,452.92 Mk. 86 959 42 Ferner wurden, wie früher, für Rechnung der Mayer S. Hecht'schen Stiftungsadministration gemäß § 13 unserer Statuten die Gesammtsumme von und Mk. 700.— durch unsere Pfleger vertheilt. Aus dem von Herrn Georg Speyer gegründeten Extrareservefonds gelangten in dem Berichtsjahre Mk. 5000.— zur Vertheilung und verblieb Ende 1902 ein Saldo von Mk. 500.—. Durch das am 24. April 1902 erfolgte Ableben des Herrn Georg Speyer wurde unsere Anstalt in tiefe Trauer versetzt und unauslöschlich wird die Erinnerung an das Wirken dieses edlen Mannes in den Annalen des Almosenkastens fortbestehen; der unermüdliche Wohlthätigkeitssinn dieses großen Philantropen war unseren Bestrebungen stets mit sich gleich bleibender Wärme zugewendet. Wo es galt, humanitäre Institutionen in unserer Vaterstadt zu stützen und zu fördern, stand sein Name stets in vorderster Linie und in dem, was seine unvergleichliche Herzensgüte erstrebt und geschaffen, hat Georg Speyer sich ein unvergängliches Denkmal gesetzt. Dem Extrareservefonds wurde im neuen Jahre von der Wittwe des Stifters, gleich wie es von diesem alljährlich geschah, in großherziger Weise die Gabe von Mk. 5000.— gewidmet, wofür wir auch an dieser Stelle unseren herzlichen Dank zum Ausdruck bringen. Die Thatsache, die wir schon in früheren Berichten wiederholt beklagen mußten, ist auch im verflossenen Jahre und vielleicht in stärkerem Maße als vorher hervorgetreten, die Anforderungen werden größer und dringender und in der ungewöhnlichen Steigerung unserer Aufwendungen für monatliche und sofortige Spenden spiegelt sich das stetige Anwachsen der Noth. So sehr wir es uns auch angelegen sein ließen, ernstlich alle Bittgesuche auf ihre Berechtigung zu prüfen und ungenügend Motivirtes auszuscheiden, würden wir nicht imstande gewesen sein in allen dringenden Fällen ausreichende Unterstützung zu gewähren, wenn nicht auch die Spenden im Jahre 1902 uns reichlicher zuge'flossen wären, darunter .mrrri