Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Journal
- Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
- Volume
- 1882 (über das Jahr 1881) als Extra-Beilage Fragment
- Date
- 1882-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Extra-Beilage zu Wo 68 des Frankfurter Intelligenzblattes, Dienstag, den 21, März 12, Bericht des Pflegamtes des Almosenksflens der israelitischen Gemeinde über -essen Wirksamkeit im Jahre 1881. -«Md»- Aas Pflegeamt hat im verflossenen Jahre eine etwas geringere Gesammtsumme, als im vorhergehenden zur Vertheilring gebracht; doch würde man irren, wenn man hieraus eine Abnahme der allgemeinen Ansprüche an dessen Beihilfe schließen wollte. Es erklärt sich dies vielmehr durch den zufälligen Abgang einiger Familien, welche mit bedeutenden regelmäßigen Spenden bedacht waren und kam diese Ersparniß umsomehr zu gelegener Zeit, als leider eine Mindereinnahme an Spenden, ja sogar an regelmäßigen Jahresbeiträgen unsere Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Während sich die Spenden in 1880 auf Mk. 25,451.95 und die Jahresbeiträge auf Mk. 10,096.83 beliefen, stellt sich das diesjährige Ergebniß wie folgt: Wir vereinnahmten: an Spenden zur sofortigen Vertheilung.Mk. 24,493.34 Einnahmen aus Legaten und Geschenken. „ 3,349.51 Jahresbeiträge der Mitglieder.: „ 9,925.67 Zuschuß aus den Fonds .. „ 12,798.08 Mk. 50,566.60 und verabreichten dagegen: Quartalspenden an 200 Familien.Mk. 29,977.— monatliche und außerordentliche Spenden an 291 Familien ,, 20,589.60 Mk. 50,566.60 Die mehr und mehr hervortretende Abnahme der unregelmäßigen Gaben, aus welchen nach früheren Voranschlägen mindestens die Hälfte unserer Ausgaben gedeckt werben sollten, wäre wohl geeignet, uns schwere Besorgniffe für die Zukunft unseres Instituts einzuflößen, wenn nicht auch im verflossenen Jahre großmüthige Zuwendungen mehrerer Glaubensgenossen, in der Form von Legaten und Schenkungen, deren Zins zur Vertheilung bestimmt ist, einigen Ersatz für die sonstige Einbuße geboten hätten. Nur durch Stärkung unseres Capitalfonds kann das Institut, sowie mit ihm das Schicksal zahlreicher Familien gegen die Wandelbarkeit der Zeitverhältnisse sicher gestellt werden. Wir gedenken des Legats des sel. Herrn Max Jeidels von Mk. 20,000.— und der Schenkung der Kinder der sel. Frau Babette Cers, von Mk. 2000.— und anderer mehr, und hoffen, daß solche großherzige Beispiele auch in Zukunft unsere Glaubensbrüder anspornen werden, noch über das Grab hinaus ihr Scherflein zur Linderung der Roth ihrer Brüder beizutragen, sich selbst aber im Herzen der dankbaren Nachwelt ein Denkmal zu setzen, welches die Stürme der Zeiten überdauert.