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Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ... · 1878-01-01 · 1878 (über das Jahr 1877) als Extra-Beilage · p. Seite 2

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Journal
Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
Volume
1878 (über das Jahr 1877) als Extra-Beilage
Date
1878-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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…/2153553-10578043--280-2153986
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2 vergrößern. Wir müssen daher dringend bitten, daß die Zersplitterung der Liebesgaben zu Gunsten dervielen Humanitären Vereine in unserer Gemeinde nicht in dem Maße stattfinde, daß hierdurch die Wirksamkeit unseres Almosenkastens lahm gelegt werde. Wir geben zu bedenken, daß unser Almosenkasten durch genaue Kenntnißnahme der persönlichen und häuslichen Verhältnisse der Hülfesuchenden besser im Stande ist, deren Bedürftigkeit zu prüfen, als Privatwohlthäter, die nur zu oft durch gefälschte oder leicht zu erlangende Zeugnisse und Empfehlungen getäuscht werden. Ganz besonders erlauben wir uns darauf aufmerksam zu machen, daß die an sich so verdienstvolle Thätigkeit des Armenvereins die Wirksamkeit des Almosenkastens nicht zu ersetzen vermag, da die Aufgabe Beider eine ganz verschiedene ist. Der Zweck des Armenvereins ist dem gewerbsmäßigen Straßenbettel entgegenzutreten und hat er eine ausgedehntere, weil auf alle Confesfionen sich erstreckende, Wirksamkeit Unser Almosenkasten dagegen, welcher überhaupt Unterstützungen nur an solche Personen verabreichen darf, welche länger als zwei Jahre hier wohnen, ist wie die anderen Almosenkasten dieser Stadt confessionell und um so wirkungsvoller vermag er die Noth und Bedrängniß unter unfern Glaubensgenossen, namentlich bei verschämten Armen und Gemeindemitgliedern, deren Erwerb nicht zur Beschaffung der dringendsten Lesensbedürfnisse ausreicht, zu lindern. Und um diese Aufgabe in vollem Maße erfüllen zu können, bitten wir — unter herzlichem Danke für die verzeichneten Geschenke — um die Forterhaltung des bisherigen Wohlwollens, aber auch um den nothwendigen und ausreichenden Ersatz für die vielen Wohlthäter, deren Verlust wir in diesem und in den vorhergegangenen Jahren zu betrauern hatten. „Es wird niemals im Lande an Armen fehlen", sagt die Schrift; aber auch die Aussaat der Milde und Wohlthätigkeit — die schönsten menschlichen Tugenden — wird fort und fort aus dem fruchtbaren Boden unserer Gemeinde ersprießen und gedeihen und so hoffen wir, daß auch für den Almosenkasten reichliche Früchte daraus hervorgehen werden. An die Stelle des leider so früh verstorbenen sel. Herrn Julius Bonn, dessen bereitwillige und tüchtige Arbeitskraft unserm Almosenkasten wie so vielen anderen Anstalten zu Gute kam, hat dessen Bruder, Herr Philipp Bonn das Amt des Kassirers übernommen. Frankfurt a. M, im März 1878. Das Wegamt des Almsscnkaltcus der israelitischen Gemeinde: Adotpy N. K. Eugen Wlkmann, Schriftführer. Leoniin Iutd, Keinrich Wayer, Hlaphael Kirchheim, Moritz Levy, Armenpfleger. Hoidskhmidt, Vorsitzender. Wlttpp WoNN, Cassier. Jacob A. WeUer, Gegenschreiber. Iaques Snalich, Beisitzer. Gaben M Nertheilung werden in Empfang genommen von Herrn Leoniin Mid, Langestraße 3, Raphael Kirchheim, Landweg 38, Moritz Lern). Trierische Gasse 10. Geschenke zum Fonds werden in Empfang genommen von Herrn Nh. Bonn, Schützenstraße 12.

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