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Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ... · 1851-01-01 · 1851 (über die Jahre 1849 und 1850) · p. [Seite]

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Journal
Bericht des Pflegamtes des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde über dessen Wirksamkeit im Jahre ...
Volume
1851 (über die Jahre 1849 und 1850)
Date
1851-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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…/2153553-10577940--018-2153755
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Indem das Unterzeichnete Pflegamt des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde hiermit wieder über eine zweijährige Wirksamkeit öffentlich Rechenschaft ablegt, gereicht es ihm zur Freude, Allen, die an dieser jüngsten Wohlthätigkeitsanstalt unserer Religionsgemeinde treuen und menschenfreundlichen Antheil nehmen, von deren gedeihlichem Wachsthume Nachricht geben zu können. Die Spenden in den beiden letzten Jahren haben sich, gegen den Ertrag des ihnen vorangegangenen Jahres, um eine beträchtliche Summe vermehrt; wieder hat das Vertrauen unserer Glaubensgenossen und Mitbürger uns in den Stand gesetzt, unseren Armen nicht nur eure Stutze m ihrer gegenwärtigen Roth zu sein, sondern auch, soweit es die Verhältnisse gestatteten, für künftige, unvorhergesehene Noth eine Summe zurückzulegen, so daß unser Reservefond in dem betreffenden Zeiträume sich um fl. 1630. 29 kr. vermehrt hat. Dieser Fond ist übrigens noch sehr unbedeutend, und wir wollen deßhalb nicht versäumen, dessen Vergrößerung unseren Mitbürgern und namentlich unseren Glaubensgenossen recht warm an's Herz zu legen; denn einen je stärkeren und tieferen Grund wir dadurch unserer Anstalt zu geben vermögen, desto höher und schirmender wird sich dieselbe für alle Diejenigen erheben, welche das wechselnde Schicksal zwingt, bei ihr jetzt oder in späteren Zeiten Zuflucht unv Trost zu suchen. Edle Stiftungen sind ja wie wohlthätige Quellen, die, was sie von oben empfangen, zu bleibender Erquickung dem niederen Thale zuführen! Wir fühlen uns hier von der Dankbarkeit aufgefordert, mit besonderer Genugthuung jener Liebesgaben zu erwähnen die uns wieder durch edle Werke von Wohlthätern und Stiftern zukamen, die nicht unseres Glaubens sind Sie betragen für die Leiden letzten Jahre die Gesammsumme von fl. 1 133. 20. kr. Gewiß, eine erfreuliche Erscheinung unserer Zeit! Den schönsten Sieg feiert die Gleichstellung auf jenem heiligen Gebiete wo das liebende Menschenherz die Gleichberechtigung ausspricht und geltend macht. — ' uns utr Vertheilung zugewendeten Gaben sind von den Armenpflegern persönlich und mit aller möglichen Sorgfalt und Schonung bestellt worden. Es wird dieß auch in Zukunft unser angelegentliches Bestreben bleiben, und die edlen Geber können sich versichert halten, daß das, was sie mit so viel Liebe geben, den Armen auch mit Liebe gereicht werde. , , So empfehlen wir denn das unserer Obhut anempfohlene Werk Allen, welche gerne mit einem Therle ihres Ueberflusses den Mangel des Dürftigen ausgleichen helfen, und die bei frohen, wie traurigen Erergnlffen von ihren äußerlichen Gütern gerne den schönen Gebrauch machen, das Innerste der Nothleidenden damit zu erfreuen. — Gott segne unsere Vaterstadt und die in ihr stets segensreich geöffnete Quelle der Wohlthätigkeit l Frankfurt a. M., den 12. März 1851. Das Pflegamt des Almosenkastens der israelitischen Gemeinde: Moritz B. Goldschmidt, als Vorsitzender. Liebhold Goldschmidt, Kassier. Rabbiner Leopold Stein, Schriftführer. Nathan Adler, Armenpfleger. Ludwig Rapp, Armcnpfleger. Baruch Bonn, Armcnpfleger. Heimann Mai. Simon Friedberg, Armenpfleger. Alexander Rindskops. Geschenke und Gottespfeniüge »chmen die Herren Baruch Bonn, Schützenstraße 12 neu, und Liebhold Goldschmidt, Schnurgaffe 53 neu, entgegen.

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